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News, 24.02.2014
Investitionsstau
Deutsche Infrastruktur - Patient mit Pflegebedarf
Noch gilt der Wirtschaftsstandort Deutschland in Sachen Infrastruktur zwar international als gut. Allerdings gibt es inzwischen viele Baustellen, die für die heimische Wirtschaft längst ein Hemmnis darstellen. Investitionen tun einer Studie zufolge daher dringend Not.
Staus und Baustellen ohne Ende - das Straßenverkehrsnetz kollabiert.
Staus und Baustellen ohne Ende - das Straßenverkehrsnetz kollabiert.
Die Infrastruktur in Deutschland hat sich zu einer Großbaustelle entwickelt und wird inzwischen für die deutsche Wirtschaft mehr und mehr zu einem Wachstumshemmnis. So sehen sich inzwischen knapp zwei Drittel aller Unternehmen  in Deutschland (64 %) durch infrastrukturelle Mängel im Straßenverkehrsnetz geschäftlich ausgebremst. Das ergab jetzt eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln unter 2.800 Unternehmen. Aber auch in anderen Bereichen der Infrastruktur gibt es akuten Handlungsbedarf. Hierzu zählt unter anderem das IT- und Kommunikationsnetz: Hier sehen 54 Prozent der Unternehmen Mängel, die ein wirtschaftliches Hemmnis darstellen. Kaum besser sieht aus, was eine sichere und bezahlbare Stromversorgung angeht. In dieser Hinsicht sehen sich laut Studie 43 Prozent der Unternehmen ausgebremst.

Der Investitionsstau ist in jedem Fall enorm: Wie das Kölner Wirtschaftsforschungsinstitut errechnete, wären in den kommenden zehn Jahren, um den Wirtschaftsstandort Deutschland infrastrukturell auf Vordermann zu bringen, summa summarum Investitionen von rund 120 Milliarden Euro nötig. Jeweils ein Drittel entfiele davon auf Straßennetz und Brücken, die Modernisierung der IT- und Kommunikationsland sowie das Stromnetz. „. Im Straßenverkehr geht es dabei vor allem um den Ausbau und die Erhaltung der Hauptverkehrsachsen“, so das IW Köln. „Die Stromnetze befinden sich hingegen eigentlich in einem guten Zustand. Sie müssen künftig aber neuen Anforderungen gerecht werden, die sich zum Beispiel durch Schwankungen bei Wind- und Sonnenstrom ergeben“, so das Wirtschaftsforschungsinstitut.

Die infrastrukturelle Fitness- und Verjüngungskur würde sich den Wirtschaftsforschern nach für Deutschland auszahlen: „Steckt die Politik 10 Milliarden Euro sinnvoll in Straßen, Stromnetze und Co., erhöht das laut Faustformel die Wirtschaftsleistung um 2,5 Milliarden Euro pro Jahr“, so das IW Köln. „Also hat sich die Investition schon nach vier Jahren gelohnt.“
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