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News, 11.11.2015
Schwächelnde Weltkonjunktur dämpft Industrieausstoß
Deutsche Industrie fährt Produktion weiter zurück
Das Produzierende Gewerbe hat im September die Produktion so stark zurückgefahren wie seit über einem Jahr nicht mehr. Vor allem Konsum- und Investitionsgüter wurden weniger produziert. Auch im Baugewerbe fiel die Produktion geringer aus als im August.
In der Konsumgüterindustrie wurde die Produktion so stark zurückgefahren wie seit August 2011 nicht mehr (Bild: panthermedia.net / suksao).
In der Konsumgüterindustrie wurde die Produktion so stark zurückgefahren wie seit August 2011 nicht mehr (Bild: panthermedia.net / suksao).
Weiter rückläufige Auftragseingänge haben im Produzierenden Gewerbe im September zu weiteren Produktionseinschränkungen geführt. Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zufolge fuhr die deutsche Industrie ihre Produktion gegenüber August um 1,4 Prozent zurück. Auch das Baugewerbe produzierte im September weniger. Hier unterschritt die Produktion das August- Niveau um 0,9 Prozent. Grund für den Rückgang war eine schwächeren Dynamik im Ausbaugewerbe (- 2,2 %), während das Bauhauptgewerbe einen leichten Produktionszuwachs vermeldete. In der Energiewirtschaft erhöhte sich dagegen die Erzeugung leicht um 0,3 Prozent. Unter dem Strich ergab sich damit im September preis-, saison- und arbeitstäglich eine um 1,1 Prozent geringere Erzeugungsleistung als im August. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten eigentlich im Median mit einem Produktionszuwachs um 0,5 Prozent gerechnet.

„Nach der guten Entwicklung im ersten Halbjahr spürt die deutsche Industrie aktuell den leichten Gegenwind der Weltkonjunktur, insbesondere durch die Wachstumsverlangsamung in einigen größeren Schwellenländern“, kommentierte das Ministerium den zweiten Rückgang der Produktion in Folge.

Konsumgüterproduktion mit stärkstem Rückgang seit vier Jahren

Vor allem Konsumgüter wurde deutlich weniger produziert. Hier ging der Produktionsausstoß gegenüber August um 3,2 Prozent zurück. Eine so starke Produktionseinschränkung im Konsumgüterbereich gab es das letzte Mal im August 2011, als die Konsumgüterproduktion auf Monatssicht um 3,9 Prozent zurückgefahren wurde. Zugleich war es der vierte Monat in Folge, in dem Produktion zurückgefahren wurde. Investitionsgüter wurden ebenfalls deutlich weniger produziert als im August. Hier ging der Ausstoß, nachdem die Erzeugung bereits im August um 1,8 Prozent zugefahren worden war, um weitere 1,4 Prozent zurück. Auch Vorleistungsgüter wurden etwas weniger produziert (- 0,4 %).

Für das dritte Quartal ergab sich insgesamt im Vorquartalsvergleich ein leichter Produktionsrückgang, und zwar um 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stand dagegen im September insgesamt ein leichtes Plus von 0,3 Prozent zu Buche (bereinigt: + 0,2 %), wobei die Energiewirtschaft und das Baugewerbe Produktionszuwächse auswiesen (+ 5,3 % bzw. + 0,8 %), während die Industrieproduktion das Vorjahresniveau leicht unterschritt (- 0,4 %). „Das Geschäftsklima in der Industrie ist nach wie vor gut und spricht für eine zeitlich begrenzte Durststrecke“, so das Ministerium.

cs/BMWi

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