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News, 04.03.2016
Importpreise weiter rückläufig
Deutsche Importe werden immer billiger
Die Talfahrt der deutschen Einfuhrpreise setzt sich fort: Zu Beginn des Jahres haben sich Importe den neunten Monat in Folge binnen Monatsfrist verbilligt. Vor allem importierte Energie und Rohstoffe werden immer günstiger.
Die Rohstoffpreise purzeln: Importiertes Eisenerz war zu Beginn des Jahres fast ein Drittel günstiger als im Januar 2015 (Quelle Grafik: Destatis)
Die Rohstoffpreise purzeln: Importiertes Eisenerz war zu Beginn des Jahres fast ein Drittel günstiger als im Januar 2015 (Quelle Grafik: Destatis)
Starke Preisrückgänge bei Energie und Rohstoffen lassen den Index der Einfuhrpreise weiter fallen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitteilte, mussten deutschen Unternehmen im Januar für Importe durchschnittlich 3,8 Prozent weniger zahlen als im Vorjahresmonat. Das war 37. Monat in Folge, in dem sich Importe binnen Jahresfrist verbilligten. Gegenüber Dezember gaben die Importpreise im Durchschnitt um 1,5 Prozent nach, womit sich die Talfahrt der Einfuhrpreise auf Monatssicht erneut beschleunigte (November: - 0,2 %; Dezember: - 1,2 %).

Energiepreise ein Viertel unter Vorjahresniveau

Mehr als zwei Drittel des Rückgangs des Einfuhrpreisindex war dem anhaltenden Sinkflug der Preise für Energieerzeugnisse geschuldet. Hier lagen die Preise im Januar durchschnittlich 25,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Allein gegenüber Dezember verbilligte sich Energie im Schnitt um 11,6 Prozent. Für Erdöl mussten deutsche Importeure sogar durchschnittlich 30,3 Prozent weniger zahlen als im Januar 2015. Erdgas und Mineralölerzeugnisse verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht um 23,5 beziehungsweise 23,9 Prozent, bei Steinkohle waren es durchschnittlich 15,5 Prozent, die Importeure sparten, bei Strom im Durchschnitt 4,8 Prozent.

Die Preisrückgänge bei Energie herausgerechnet verbilligten sich Importe nach Deutschland binnen Jahresfrist im Durchschnitt lediglich um 1,1 Prozent (0,4 % gegenüber Dezember 2015). Lässt man nur die Preisrückgänge bei Erdöl und Mineralölerzeugnissen außer Acht, lag der Index der Einfuhrpreise 2,0 Prozent unter dem Niveau von Januar 2015.

Rohstoffpreise fallen weiter

Auch die Rohstoffpreise setzten zu Beginn des Jahres ihren Sinkflug fort. So mussten deutsche Unternehmen für importierte Rohstoffe im Januar durchschnittlich 24,0 Prozent weniger zahlen als im Vorjahresmonat und 10,5 Prozent weniger als im Dezember 2015. Bei entsprechenden importierten Halbwaren sparten Importeure 15,9 Prozent gegenüber Januar 2015. Starke Preisrückgänge gab es hier bei unter anderem Eisenerzen, die sich auf Jahressicht um 30,3 Prozent verbilligten, bei Nichteisen-Metallerzen (- 15,8 %) sowie bei Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (- 13, 8 %). Die Preise für Nichteisen-Metalle und entsprechendes Halbzeug unterschritten das Vorjahresniveau im Schnitt um 14,7 Prozent, bei Nickel und Aluminium sparten Importeure im Durschnitt sogar 34,9 Prozent beziehungsweise 21,8 Prozent gegenüber Januar 2015 ein.

Investitionsgüter etwas teuer


Für Fertigwaren mussten Importeure im Januar etwas mehr bezahlen als im Vorjahresmonat. Sie verteuerten sich im Schnitt um 0,3 Prozent, wobei sich Vorerzeugnisse im Schnitt um 3,4 Prozent verbilligten, während Enderzeugnisse durchschnittlich 1,1 Prozent teurer waren als im Januar 2015. Dabei standen deutlichen Preisrückgängen bei Vorleistungsgütern (- 3,7 %) moderate Preisanstiege bei Verbrauchs- und Konsumgütern (+ 1,1 % bzw. + 1,0 %) sowie bei Investitionsgütern (+ 0,9 %) gegenüber. Gebrauchsgüter verteuerten sich auf Jahressicht nur leicht um 0,5 Prozent.

cs/Destatis

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