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News, 21.10.2013
Einfuhrpreise weiter im Rückwärtsgang
Deutsche Importe mit stärkster Verbilligung seit 2009
Die deutschen Einfuhrpreise sind im August so stark auf Jahressicht gesunken wie seit knapp vier Jahren nicht. Vor allem Energieimporte und metallische Rohstoffe waren erheblich günstiger als im Vorjahresmonat.
Auch Investitions- und Gebrauchsgüter waren deutlich günstiger: Hier verbilligten sich Importe im Schnitt gegenüber August 2012 um 2,2 bzw. 1,8 Prozent.
Auch Investitions- und Gebrauchsgüter waren deutlich günstiger: Hier verbilligten sich Importe im Schnitt gegenüber August 2012 um 2,2 bzw. 1,8 Prozent.

Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge verbilligten sich nach Deutschland eingeführte Waren im August im Schnitt um 3,4 Prozent. Das die niedrigste Jahresteuerungsrate seit November 2009 und zugleich der achte Monat in Folge, in dem sich deutsche Importe binnen Jahresfrist verbilligten. Im Juli waren die Einfuhrpreise durchschnittlich 2,6 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats gelegen, im Juni hatte die Jahresveränderungsrate um 2,2 Prozent nach unten gezeigt. Gegenüber Juli zogen allerdings die Einfuhrpreise insgesamt ein wenig an (+ 0,1 %).

Großen Anteil an dem rückläufigen Niveau der Einfuhrpreise hatte im August erneut die Preisentwicklung bei Energie. Hierfür mussten Importeure im Durchschnitt 9,0 Prozent weniger zahlen als im August 2012. Importe von Steinkohle verbilligten sich sogar auf Jahressicht um 17,8 Prozent. Die Preise für importiertes Erdöl fielen im Schnitt um 9,4 Prozent, Erdgas und Mineralölerzeugnisse verbilligten sich im Schnitt um 7,2 bzw. 8,2 Prozent. Gegenüber Juli legten allerdings die Preise etwas zu (+ 1,0 %). Die Preisentwicklung bei Energie herausgerechnet lagen die Einfuhrpreise im August etwas unter dem Niveau von Juli (- 0,1 %) und lediglich 2,6 Prozent unter dem Vorjahresstand.


Auch Rohstoffe waren erheblich günstiger als im August 2012. Sie verbilligten sich für Importeure im Schnitt auf Jahressicht um 8,9 Prozent. Für Metalle wies der Index ähnlich starke Preisrückgänge aus (- 8,7 %). Importierte Eisenerze kosteten im Durchschnitt sogar 13,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, bei Nicht-Eisen-Metallerzen waren die Preisrückgänge ähnlich stark (-12,2 %). Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen sowie Nicht-Eisen-Metalle und entsprechendes Halbzeug waren im Schnitt um 8,5 Prozent bzw. 9,6 Prozent günstiger als Vorjahresmonat.

Für Vorleistungsgüter mussten Importeure ebenfalls deutlich weniger bezahlen. In diesem Gütersegment verbilligten sich Importe im Jahresvergleich im Schnitt um 3,4 Prozent. Investitionsgüter und Gebrauchsgüter waren 2,2 bzw. 1,8 Prozent günstiger als im August 2012, während die Preise für importierte Konsum- und Verbrauchsgüter annähernd auf dem Vorjahresniveau lagen (- 0,3 bzw. + 0,2 %).

Im Nahrungsmittelsektor setzte sich der Preisverfall bei importiertem Rohkaffee fort, der fast ein Drittel günstiger zu haben war als im August 2012 (- 29,0 %). Ähnlich stark Preisrückgänge verzeichneten Importeure von Getreide (- 19,6 %; Weizen: - 27,0 %). Importierte Milch und Milcherzeugnisse waren dagegen erheblich teurer. Sie kosteten im Durchschnitt 11,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

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