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News, 18.05.2016
Deutsche Exporte weiter aufwärtsgerichtet
EU-Exporte stützen deutschen Außenhandel
Exportzuwächse in die EU-Mitgliedsstaaten haben der deutschen Wirtschaft unter dem Strich im ersten Quartal ein leichtes Ausfuhrplus beschert. Im Außenhandel mit den Ländern außerhalb Europas aber hat sich die Exportdynamik merklich abgeschwächt.
Bild: PantherMedia  / glesik
Bild: PantherMedia / glesik
Der deutsche Außenhandel hat das erste Quartal mit einem moderaten Ausfuhrzuwachs abgeschlossen. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) führten deutsche Unternehmen von Januar bis März dieses Jahres Waren im Wert von 295,1 Milliarden Euro aus. Das waren 0,7 Prozent mehr als im ersten Quartal 2015. Im März stand bei den Ausfuhren allerdings im Jahresvergleich ein leichtes Minus zu Buche (- 0,5 %). Auf Monatssicht legten die Exporte aber weiter zu. Nachdem sie im Februar gegenüber Januar kalender- und saisonbereinigt um 1,3 Prozent an Fahrt gewonnen hatten, erhöhte sich das Ausfuhrvolumen im März um weitere 1,9 Prozent.

„Mit einem durchwachsenen Ergebnis schließt der deutsche Außenhandel das erste Quartal ab“, konstatierte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). „In einem alles anderen als stabilem Umfeld ist das keine Selbstverständlichkeit. Es ist aber auch zu wenig, um die hierzulande dringend benötigten Investitionen anzukurbeln.“

EU-Ausfuhren kompensieren schwache Dynamik in den BRIC-Ländern

Dass in der Quartalsbilanz ein Plus zu Buche stand, war allerdings allein der aufwärtsgerichteten Nachfrage in den EU-Mitgliedsstaaten geschuldet. In diese Ländern gingen in den ersten drei Monaten Waren im Wert von 176,8 Milliarden Euro. Das waren 2,7 Prozent mehr als entsprechenden Vergleichszeitraum 2015 (März 2016 gegenüber März 2015: + 1,7 %). Am stärksten legten die Exporte in die EU-Mitgliedsstaaten außerhalb der Eurozone zu. Hier verzeichnete die deutsche Wirtschaft im Vergleich zum ersten Quartal 2015 ein Ausfuhrplus von 4,8 Prozent. Die Exporte in Euroländer erhöhten sich im Zeitraum Januar bis März 2016 kumuliert auf Jahressicht um 1,4 Prozent. Anders die Entwicklung in den Ländern außerhalb der Europäischen Union, den sogenannten Drittländern. In diese Länder verringerte sich das Ausfuhrvolumen im ersten Quartal mit Warenlieferungen im Gesamtwert von rund 118,3 Milliarden Euro binnen Jahresfrist um 2,4 Prozent (gegenüber März: - 3,4 %).

An den aktuellen Zahlen ließen sich dem BGA-Chef nach auch die globalen Unsicherheitsfaktoren ablesen. „Sowohl unsere Exporte in als auch unsere Importe aus Drittländern sind gesunken. Die wirtschaftliche Situation der BRIC-Staaten ist also wahrscheinlich angespannter als man es auf den ersten Blick vermuten würde. Erfreulicher hingegen ist unser Handel mit den EU-Ländern. Dieser hat zur Stabilisierung beigetragen und verdeutlicht einmal mehr die Bedeutung Europas“, so Börner.

cs/Destatis/BGA
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