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News, 14.10.2013
Exporteure spüren schwache Weltkonjunktur
Deutsche Exporte unter Vorjahresniveau
Die deutschen Exporte haben im August an Fahrt gewonnen und die Ausfuhrverluste im Juli in etwa wettgemacht. An das Ergebnis aus dem Vorjahr reichten die Exporte jedoch nicht heran. Summa summarum dürfte dem BGA zufolge dennoch insgesamt im Jahr 2013 ausfuhrseitig eine „schwarze Null“ stehen.
Besonders in den bislang wachstumsstarken Schwellenländer verzeichnete die deutsche Wirtschaft einen starken Rückgang der Export (Bild: Hamburger Hafen).
Besonders in den bislang wachstumsstarken Schwellenländer verzeichnete die deutsche Wirtschaft einen starken Rückgang der Export (Bild: Hamburger Hafen).
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes wurden von der deutschen Wirtschaft im August Exporte im Wert von 85,3 Milliarden Euro ausgeführt. Das waren wertemäßig 1,0 Prozent mehr Ausfuhren als im Juli, allerdings deutlich weniger als im August 2012: Wie das Statistikamt berichtet, unterschritten die Exporte im August das Vorjahresniveau um 5,4 Prozent. Die deutschen Importe beliefen sich auf einen Warenwert von 72,2 Milliarden Euro. Sie stiegen gegenüber Juli um 0,4 Prozent, lagen aber ebenfalls deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats (- 2,2 % gegenüber August 2012). Ökonomen hatten Medienberichten zufolge gegenüber Juli mit einem Zuwachs der Exporte um 1,1 Prozent und einem Einfuhrplus von 0,7 Prozent gerechnet. Im Juli waren die Exporte überraschend um 1,1 Prozent auf Monatssicht zurückgegangen.

„Der anhaltende Nachfrageausfall aus den Schwellenländern hat sich im August nochmals verstärkt. Sie leiden seit einigen Monaten unter der Abschwächung ihres bisherigen Wachstumstreibers Rohstoffe. Gleichzeitig konnte dieser Nachfrageausfall noch nicht dauerhaft von den Industrieländern aufgefangen werden“, erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), die schwächere Entwicklung der Exporte. Dies zeigte sich denn im August auch in der Auenhandelsbilanz. Sie schloss mit einem Überschuss von 13,1 Milliarden Euro ab. Das waren 3,2 Milliarden Euro weniger als im Vorjahresmonat (August 2012: + 16,3 Mrd. Euro).

Deutlich weniger Exporte in Drittländer als im Vorjahresmonat

Besonders starke Ausfuhrrückgänge verzeichnete die deutsche Wirtschaft in den Ländern außerhalb der Europäischen Union. In diese Länder gingen im August Exporte im Wert von 38,2 Milliarden Euro. Das ist gegenüber August 2012 ein Ausfuhrminus von 7,1 Prozent. Im Juli hatten die Exporte in die sogenannten Drittländer das Vorjahresniveau bereits um 1,0 Prozent unterschritten.  Die Wareneinfuhren aus diesen Ländern beliefen sich auf 27,5 Milliarden Euro. Sie verringerten sich im Jahresvergleich um 4,3 Prozent.

Auch in die EU-Mitgliedsstaaten versandten deutschen Unternehmen deutlich weniger als im Vergleichszeitraum 2012. Hier stand mit Warenausfuhren im Wert von 47,1 Milliarden Euro ein Minus von 3,9 Prozent zu Buche, wobei sich die Exporte in die Eurozone-Länder mit einem Rückgang um 4,1 Prozent auf 29,2 Milliarden Euro etwas stärker verringerten als die Ausfuhren in die EU-Mitgliedsstaaten, die nicht der Eurozone angehören (- 3,5 % auf 17,9 Mrd. Euro). Die deutschen Importe aus der EU lagen mit einem Volumen von 44,7 Milliarden Euro nur 0,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

„Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen und dem überraschend lange sich verzögernden Aufschwung im Außenhandel gehen wir davon aus, dass wir in diesem Jahr lediglich das Vorjahresergebnis bei den Ausfuhren erreichen werden“, erklärte Börner. Wie der BGA-Chef ergänzte, dürfe jedoch nicht vergessen werden, auf welch hohem Niveau sich die Exporte befänden. „Und die schwarze Null versehen wir aber ausdrücklich mit einem Pluszeichen, denn wir hoffen noch auf ein Wachstum zum Jahresende“, so der Verbandschef. Für eine Prognose, wie hoch das Plus ausfallen werde, fehle es zurzeit jedoch an klaren Indikatoren.

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