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News, 11.11.2015
Ausfuhrhoch im September
Deutsche Exporte mit zweithöchstem jemals erreichten Wert
Die deutsche Wirtschaft hat ihre Ausfuhren im September nach dem Einbruch im August wieder deutlich steigern können und dabei den Export-Rekord von März nur knapp verfehlt.
Motor im Export waren im September erneut die Mitgliedsstaaten der EU (Bild: PantherMedia  / Detlef Dittmer).
Motor im Export waren im September erneut die Mitgliedsstaaten der EU (Bild: PantherMedia / Detlef Dittmer).
Der deutsche Außenhandel setzt trotz Konjunkturabschwächung in den Schwellenländern die Rekordjagd fort. Wie das Statistische Bundesamt errechnet hat, hat die deutsche Wirtschaft im September ihre Ausfuhren, nachdem sie im August gegenüber Juli um 5,2 Prozent eingebrochen waren, wieder deutlich steigern können. So wurden im September von den deutschen Unternehmen Waren im Wert von 105,9 Milliarden Euro ausgeführt. Das ist gegenüber August kalender- und saisonbereinigt ein Ausfuhrplus von 2,6 Prozent und nach dem Allzeithoch im März (Exporte: 107,2 Mrd. Euro) das zweite höchste jemals erreichte Ausfuhrvolumen. Gegenüber September 2014 verzeichnete die deutsche Wirtschaft ein Ausfuhrplus von 4,4 Prozent. Im Zeitraum Januar bis September ergibt sich sogar mit Exporten im Wert von insgesamt rund 895,9 Milliarden Euro ein Ausfuhrzuwachs um 7,0 Prozent.  

„Die Außenhandelszahlen für September bestätigen unsere Erwartungen, dass sich der deutsche Außenhandel auf Rekordkurs befindet“, kommentierte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), den zweitbesten jemals erreichten Ausfuhrwert. „Das Sommerhoch im Außenhandel setzt sich fort und abermals sind die EU-Länder ein- und ausfuhrseitig unsere wichtigsten Partner.“

EU-Länder kurbeln Exporte an

Dass die Exporte der deutschen Wirtschaft weiter auf Rekordkurs bleiben, liegt vor allem an der weiter stark aufwärts gerichteten Nachfrage aus den Ländern der Europäischen Union (EU). In diese gingen im September Waren „made in Germany“ im Wert von 62,2 Milliarden Euro. Das ist ein Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,4 Prozent. Damit belaufen sich die Ausfuhren in die EU-Mitgliedstaaten in den ersten drei Quartalen insgesamt auf 519,1 Milliarden Euro. Das ist auf Jahressicht ein Plus von 7,2 Prozent. Dabei stiegen die Exporte in die Euroländer im September mit einem Warenwert von 38,7 Milliarden Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014 um 6,9 Prozent und im Zeitraum Januar bis September insgesamt um 5,7 Prozent (325,7 Mrd. Euro). Die Ausfuhren in die EU-Mitgliedsstaaten, die nicht der Eurozone angehören, überstiegen im September das Niveau des Vorjahresmonats sogar um 8,4 Prozent (23,5 Mrd. Euro) und erhöhten sich im laufenden Gesamtjahr mit 193,4 Milliarden Euro sogar im Vorjahresvergleich um 10,0 Prozent.

In die Nicht-EU-Länder, die sogenannten Drittstaaten, gingen im September Waren im Wert von 43,7 Milliarden Euro. Damit lagen die Exporte in das außereuropäische Ausland nur knapp über dem Niveau des Vorjahresmonats (+ 0,4 %). Die ersten drei Quartale betreffend sieht die Bilanz dagegen positiver aus. Hier verbucht die deutsche Wirtschaft in den Drittländern mit einem Ausfuhrvolumen von 376,7 Milliarden Euro einen Zuwachs der Exporte binnen Jahresfrist um 6,8 Prozent.

„Angesichts der Risiken für die Weltwirtschaft sollten wir aber vorsichtig bleiben. Mittel- bis langfristig müssen wir uns darauf einstellen, dass sich die Weltkonjunktur verlangsamt und dies Auswirkungen auf die Nachfrage in unseren weltweiten Absatzmärkten, insbesondere in den BRIC-Staaten, haben wird“, warnte Börner vor überzogenen Erwartungen. „Der günstige Euro und die niedrigen Rohstoffpreise werden nicht ewig den Wachstumskurs unserer Außenwirtschaft stützen“, so der BGA-Chef.

cs/Destatis/BGA
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