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News, 12.12.2017
Neuer Ausfuhrrekord
Deutsche Exporte knacken schon im Oktober Billionen-Grenze
Die Exporte der deutschen Wirtschaft haben im Oktober die Billionen-Marke überschritten. Die stärksten Exportzuwächse verzeichnete der deutsche Außenhandel in den Euroländern und den Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU).
Die deutschen Exporte steuern weiterhin auf eine neue Rekordmarke hin. Niemals zuvor wurden von deutschen Unternehmen in den ersten zehn Monaten eines Jahres so viele Güter ausgeführt wie in diesem Jahr. Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) summierten sich die deutschen Ausfuhren von Januar bis Oktober auf 1.062,2 Milliarden Euro. Das sind ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,3 Prozent und ein neuer Rekordwert. Im Oktober übertrafen die Exporte mit Versendungen im Wert von 108,0 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahreszeitraums um 6,8 Prozent. Auf Monatssicht verloren die deutschen Ausfuhren jedoch leicht an Fahrt. Hier zeigt sich gegenüber September kalender- und saisonbereinigt ein Rückgang um 0,4 Prozent.

Exporte in Drittländer mit stärkstem Zuwachs

Wichtigster Absatzmarkt für Waren „Made in Germany“ sind weiterhin die Länder der Europäischen Union (EU). Hier summierten sich die Exporte in den ersten zehn Monaten auf einen Warenwert von 624,1 Milliarden Euro. Das ist auf Jahressicht ein Ausfuhrplus  von 5,8 Prozent. Im Oktober überstiegen die Exporte in die EU-Mitgliedsstaaten das Niveau von 2016 sogar um 8,6 Prozent (64,5 Mrd. Euro). Stärkster Ausfuhrmotor für die deutsche Wirtschaft in Europa sind die Euroländer. In sie versandten deutsche Unternehmen von Januar bis Oktober Waren im Wert von 391,2 Milliarden Euro. Das ist gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 ein Zuwachs um 6,6 Prozent (Oktober: 40,4 Mrd. Euro; + 8,6 %). Die Exporte in den EU-Ländern außerhalb der Eurozone beliefen sich in den zehn Monaten auf einen Warenwert von 232,9 Milliarden Euro (Oktober: 24,1 Mrd. Euro). Das ist auf Jahressicht ein Ausfuhrplus von 4,8 Prozent (Oktober: + 9,1 %).

Die stärksten Exportzuwächse verzeichnete die deutsche Wirtschaft allerdings in den Nicht-EU-Ländern, den sogenannten Drittstaaten. Hier setzten deutsche Unternehmen von Januar bis Oktober Waren im Wert von 438,1 Milliarden Euro ab (Oktober: 43,5 Mrd. Euro). Das ist im Vorjahresvergleich ein Ausfuhrplus von 6,8 Prozent.

Importe steigen weiter schneller als Exporte

Die Importe der deutschen Wirtschaft summierten sich in den ersten zehn Monaten auf einen Warenwert von 859,0 Milliarden Euro (Oktober: 89,1 Mrd. Euro). Sie erhöhten sich damit auf Jahressicht sogar 8,7 Prozent. „Die deutschen Importe sind bisher sogar konsequent stärker gestiegen als die Exporte. Hier kam der stärkste Impuls vor allem aus den EU-Ländern. Ein weiterer Beweis dafür, wie wichtig Europa für die deutsche Wirtschaft ist“, konstatierte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Im Gegensatz zu den Exporten legten die Importe auch zu Beginn des Schlussquartals mit einem Warenwert von 89,1 Milliarden Euro weiter kräftig zu (+ 1,8 %).

In der deutschen Außenhandelsbilanz ergibt sich damit in den ersten zehn Monaten ein Überschuss von 203,3 Milliarden Euro ab. Im Zeitraum Januar bis Oktober 2016 hatte der Saldo 208,6 Milliarden Euro betragen. Im Oktober 2017 überstiegen die Exporte die Importe Kalender- und saisonbereinigt um 18,9 Milliarden Euro (Oktober 2016: 18,8 Mrd. Euro).

cs/Destatis; Bild: Elke / flickr
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