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News, 26.03.2014
Inflationsdruck bleibt gering
Deutsche Erzeugerpreise weiter unter Vorjahresniveau
Die Erzeugerpreise sind im Februar in Deutschland den siebten Monat in Folge auf Jahressicht gesunken. Vor allem rückläufige Preise für Energie und Vorleistungsgüter drücken das Preisniveau auf Produzentenebene weiterhin nach unten.
Bei einer Reihe von Lebensmitteln wie etwa Butter, Quark und Käse zogen die Erzeugerpreise jedoch kräftig an.
Bei einer Reihe von Lebensmitteln wie etwa Butter, Quark und Käse zogen die Erzeugerpreise jedoch kräftig an.
Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Februar in Deutschland durchschnittlich 0,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Das war der siebte Monat in Folge, in dem Preise gewerblicher Produkte auf Produzentenebene das Vorjahresniveau unterschritten und zugleich der zweitstärkste Rückgang seit März 2010 (- 1,8 %). Zu Beginn des Jahres hatten sich gewerbliche Produkte auf Herstellerebene in Deutschland sogar um 1,1 Prozent auf Jahressicht verbilligt. Gegenüber Januar blieben die Erzeugerpreise insgesamt im Februar konstant (+/- 0,0 %).

Wesentlichen Anteil an dem rückläufigen Preisniveau auf Herstellerebene hatten die anhaltenden abwärts gerichteten Preise für Energie. Hier unterschritten die Preise im Februar das Vorjahresniveau im Schnitt um 2,6 Prozent. Gegenüber Januar verbilligte sich Energie auf Ebene der Produzenten im Februar durchschnittlich um 0,2 Prozent. Die Preisentwicklung bei Energie herausgerechnet lagen die Erzeugerpreise gewerbliche Produkte lediglich 0,3 Prozent unter dem Niveau von Februar 2013. Somit machten die Preisrückgänge bei Energie im Februar zwei Drittel der negativen Jahresveränderungsrate des Erzeugerpreisindex aus.

Auch Vorleistungsgüter, also Güter, die im Produktionsprozess verarbeitet, verbraucht, oder umge¬wandelt werden, waren deutlich günstiger als im Vorjahresmonat. Sie verbilligten sich im Durchschnitt gegenüber Februar 2013 um 1,9 Prozent und gegenüber Januar um 0,1 Prozent. Wesentlichen Anteil daran hatte die Preisentwicklung von Metallen. Sie kosteten im Februar auf Produzentenebene durchschnittlich 5,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Gegenüber Januar gaben die Preise für Metalle im Schnitt um 0,3 Prozent nach. Nicht-Eisen-Metalle verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht sogar um 11,0 Prozent, Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen kosteten durchschnittlich 5,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Starke Preisrückgänge wies der Index auch bei Futtermitteln für Nutztiere, Düngemittel und Stickstoffverbindungen (jeweils – 11,0 %) sowie Getreidemehl (- 14,2 %) aus.

Investitionsgüter waren im Februar nur geringfügig teurer als im Vorjahresmonat. Hier überstiegen die Preise das Niveau von Februar 2013 im Schnitt um 0,5 Prozent. Gegenüber Januar blieben die Erzeugerpreise insgesamt stabil (+/- 0,0 %). Gebrauchsgüter verteuerten sich dagegen mit einer Jahresveränderungsrate von 1,2 Prozent auf Jahressicht gut doppelt so stark. Gegenüber Januar zogen die Preise hier ebenfalls leicht an (+ 0,2 %).

Verbrauchsgüter kosteten im Februar durchschnittlich 1,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 0,1 Prozent mehr als im Januar. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresvergleich dagegen lediglich im Schnitt um 1,0 Prozent. Auf Monatssicht blieb hier das Preisniveau stabil (+/- 0,0 %). Beim Blick auf die verschiedenen Lebensmittelgruppen zeigten sich bezogen auf die Preisentwicklung jedoch große Unterschiede. So waren beispielsweise Butter sowie Milch und Milcherzeugnisse erheblich teurer als im Vorjahresmonat (+ 15,8 % bzw. + 12,0 %). Gleiches galt Quark und Käse (+ 15,3 %). Auch verarbeitete Kartoffeln kosteten auf Produzentenebene deutlich mehr (+ 6,7 %), während sich Fleisch (ohne Geflügel) und Zucker im Schnitt um 4,9 bzw. 8,0 Prozent verbilligten.
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