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News, 21.05.2015
Inflationsdruck aus der Industrie bleibt schwach
Deutsche Erzeugerpreise weiter deutlich unter Vorjahresniveau
Die Verkaufspreise für gewerbliche Produkte sind auch im April auf Herstellerebene binnen Jahresfrist gesunken. Die Erzeugerpreise für Gebrauchs- und Investitionsgüter zogen jedoch an.
Deutlich günstiger waren unter anderem mobile Computer wie Notebooks und Tablets, aber auch Nahrungsmittel verbilligten sich im Durchschnitt deutlich.
Deutlich günstiger waren unter anderem mobile Computer wie Notebooks und Tablets, aber auch Nahrungsmittel verbilligten sich im Durchschnitt deutlich.

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland im April durchschnittlich 1,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Das war der 21. Monat in Folge, in dem sich Energie, Verbrauchs- und Vorleistungsgüter sowie Gebrauchs- und Investitionsgüter insgesamt im Vorjahresvergleich verbilligten. Gegenüber März verteuerten sich gewerbliche Produkte wie in den zwei Monaten zuvor minimal um 0,1 Prozent. Volkswirte hatten im April im Median auf Jahressicht nur einen Rückgang um 1,4 Prozent und binnen Monatsfrist mit einer Teuerung um 0,2 Prozent erwartet.

Energiepreise halten Inflationsdruck weiterhin niedrig

Wie bereits in den Vormonaten war auch im April die Preistalfahrt bei Energieerzeugnissen der mit Abstand stärkste Einflussfaktor auf den Index der Erzeugerpreise. So unterschritten die Preise für Energie das Vorjahresniveau erneut um durchschnittlich 4,4 Prozent. Die stärksten Preisrückgänge gab es bei Mineralölerzeugnissen, die sich im Schnitt auf Jahressicht um 12,1 Prozent verbilligten. Leichtes Heizöl kostete sogar ein Fünftel weniger als im April 2014 (- 20,4 %), rohes Erdöl war sogar gut ein Drittel günstiger (35,3 %). Diesel und Benzin verbilligten sich im Jahresvergleich um 11,3 beziehungsweise 7,5 Prozent. Für elektrischen Strom mussten Bezieher durchschnittlich 4,3 Prozent weniger zahlen als im Vorjahresmonat (Weiterverteiler: - 7,9 %; Sondervertragskunden/ Industriebetriebe: - 2,5 %; Privathaushalte: - 1,0 %). Erdgas verbilligte sich im Schnitt auf Jahressicht um 3,9 Prozent (Industrie: - 6,1 %; Privathaushalte: - 0, 9%).

Gegenüber März verbilligten sich Energieerzeugnisse durchschnittlich um 0,3 Prozent. Insgesamt gingen von der negativen Jahresveränderungsrate des Index der Erzeugerpreise vier Fünftel auf die Energiepreisentwicklung zurück. Diese herausgerechnet verbilligten sich gewerbliche Produkte im April auf Jahressicht im Durchschnitt nur um 0,3 Prozent.

Nahrungsmittel deutlich billiger, Nicht-Eisen-Metalle erheblich teurer

Verbrauchsgüter waren im April 2015 um 1,4 Prozent billiger als im April 2014, gegenüber März 2015 blieben die Preise unverändert. Für Nahrungsmittel musste im Jahresvergleich 2,6 Prozent weniger gezahlt werden (+ 0,1 % gegenüber März 2015). Besonders stark gingen im Vergleich zum April 2014 die Preise für Zucker zurück (– 32,6 %). Milch war um 13,6 Prozent billiger als im April 2014. Schweinefleisch kostete 9,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, jedoch stiegen die Preise gegenüber dem Vormonat März um 1,6 %. Dagegen waren frisches Brot und Brötchen 2,6 % teurer, Süßwaren kosteten 4,8 % mehr als vor einem Jahr. Die Preise für Kaffee waren um 14,6 % höher als vor einem Jahr.

Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) waren im April 2015 um 0,7 Prozent billiger als im April 2014. Gegenüber dem Vormonat März 2015 stiegen die Preise jedoch geringfügig um 0,3 %. Chemische Grundstoffe waren 6,1 Prozent günstiger als im April 2014, die Preise stiegen aber gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent an. Futtermittel für Nutztiere kosteten 8,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, Getreidemehl 6,5 Prozent weniger. Metalle insgesamt waren um 2,1 Prozent teurer als im April 2014. Insbesondere die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug stiegen mit 13,7 Prozent gegenüber April 2014 stark an. Die Preise für Walzstahl lagen hingegen um 4,5 % niedriger.

Investitionsgüter waren im April 2015 um 0,8 Prozent teurer als im April 2014 (+ 0,1 % gegenüber März 2015), Gebrauchsgüter um 1,3 Prozent (+ 0,2 % gegenüber März 2015).

cs/Destatis

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