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News, 24.09.2014
Erzeugerpreisindex weiter rückläufig
Deutsche Erzeugerpreise setzen Sinkflug fort
Die Erzeugerpreise in Deutschland geben weiter nach: Im August verbilligten sich Produkte der Industrie auf Produzentenebene den 13. Monat in Folge.
Auch Nahrungsmittel waren etwas günstiger. Das galt vor allem für Zucker: Hier lagen die Erzeugerpreise fast ein Fünftel unter dem Niveau des Vorjahresmonats.
Auch Nahrungsmittel waren etwas günstiger. Das galt vor allem für Zucker: Hier lagen die Erzeugerpreise fast ein Fünftel unter dem Niveau des Vorjahresmonats.
Das Preisniveau gewerblicher Produkte fällt weiter. Wie das Statistische Bundesamt bekannt gab, lagen die Erzeugerpreise im August in Deutschland durchschnittlich 0,8 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats. Das war 13. Monat in Folge, in dem sich gewerbliche Produkte auf Erzeugerebene im Jahresvergleich verbilligten. Gegenüber Juli sank der Index der Erzeugerpreise, nachdem er im Juni um 0,1 Prozent auf Monatssicht gesunken war, den zweiten Monat in Folge um 0,1 Prozent.

Energiepreise weiter im freien Fall


Beeinflusst wurde der Index vor allem von der Preisentwicklung bei Energie. Hier lagen die Preise im August durchschnittlich 3,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau und 0,2 Prozent unter dem Stand von Juli. Am stärksten verbilligte sich Erdgas aus dem Inland, wo die Preise im August den Vorjahresstand um 20,5 Prozent unterschritten. Mineralölerzeugnisse kosteten 4,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat (leichtes Heizöl: - 7,1 %; Benzin: - 4,6 %; Diesel: - 4,9 %). Elektrischer Strom verbilligte sich im Schnitt um 1,4 Prozent, was allerdings ausschließlich sinkenden Preisen für Weiterverteiler (- 6,2 %) geschuldet war, während Privathaushalte 0,9 Prozent mehr zahlen mussten.
Lässt man die Preisrückgänge bei Energie außen vor, verteuerten sich gewerbliche Produkte allerdings gegenüber August 2013 im Schnitt um 0,2 Prozent.

Vorleistungsgüter und Nahrungsmittel ebenfalls günstiger, Gebrauchsgüter deutlich teurer


Auch die Preise für Vorleistungsgüter blieben abwärtsgerichtet. Sie verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht um 0,4 Prozent. Rückläufige Preise wies der Index unter anderem bei Metallen auf, die im August durchschnittlich 0,7 Prozent günstiger waren als im Vorjahresmonat. Getreidemehl und Futtermittel für Nutztiere verbilligten sich im Schnitt gegenüber August 2013 sogar um 14,2 Prozent beziehungsweise 7,8 Prozent. Auch chemische Erzeugnisse waren günstiger als ein Jahr zuvor (- 0,5 %). Stein, Erden und sonstige Bergbauerzeugnisse waren dagegen durchschnittlich 1,6 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Gleiches galt für Holz und Holzwaren, wo die Preise das Vorjahresniveau im Schnitt um 1,0 Prozent überschritten.

Gebrauchsgüter kosteten im Durchschnitt 1,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Deutliche Preisanstiege gab es hier bei beispielsweise Leder und Lederwaren (ohne Schuhe), die sich um 3,6 Prozent auf Jahressicht verteuerten, sowie bei Brillen und Brillengläsern (+ 3,7 %). Auch Möbel und Bekleidung waren teurer als im August 2013 (+ 1,5 % bzw. + 0,9 %).

Investitionsgüter verteuerten sich dagegen lediglich im Schnitt um 0,5 Prozent. Hier standen unter anderem Preisanstiegen im Maschinenbau (+ 1,0 %) und bei elektrischen Ausrüstungen (+ 0,7 %) rückläufige Preise für IT-Geräte und Computer-Zubehör gegenüber, die sich im Jahresvergleich um durchschnittlich 4,1 Prozent verbilligten.

Die Preise für Verbrauchsgüter lagen ebenfalls nur leicht über Niveau des Vorjahresmonats. Sie verteuerten sich im Schnitt auf Jahressicht um 0,4 Prozent. Nahrungsmittel waren sogar insgesamt im Durchschnitt etwas günstiger als im Vorjahresmonat (- 0,1 %). Auch gegenüber Juli gaben die Nahrungsmittelpreise etwas nach (- 0,3 %). Beeinflusst wurde hier das Preisniveau durch unter anderem deutliche Preisrückgänge bei Zucker (- 13,2 %) und Fleisch (- 5,9 %) sowie gestiegene Preise für Kaffee (+ 7,1 %) und Milch (+ 4,4 %).
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