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News, 04.08.2016
Rückläufige Preise im Produzierende Gewerbe
Deutsche Erzeugerpreise bleiben auf Talfahrt
Die Erzeugerpreise in Deutschland haben im Juni den dritten Monat in Folge zugelegt, setzen im Jahresvergleich aber ihren Sinkflug fort.
Seit August 2013 befinden sich die Erzeugerpreise durchweg im Rückwärtsgang (Grafik: Destatis)
Seit August 2013 befinden sich die Erzeugerpreise durchweg im Rückwärtsgang (Grafik: Destatis)
Die Talfahrt der deutschen Erzeugerpreise hält an. Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Juni 2,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Das war der 35. Monat in Folge, in dem sich gewerbliche Produkte insgesamt auf Jahressicht verbilligt haben. Gegenüber Mai zogen allerdings die durchschnittlich erzielten Verkaufspreise der Produzenten den dritten Monat in Folge an, und zwar über alle Produktgruppen hinweg um durchschnittlich 0,4 Prozent.

Gedämpft wurde die Entwicklung der Erzeugerpreise im Juni vor allem durch die anhaltenden Preisrückgänge bei Energie und weiter rückläufigen Preisen für Vorleistungsgüter. So mussten Bezieher von Energie auf Produzentenebene im Juni durchschnittlich 6,4 Prozent weniger zahlen als im Vorjahresmonat. Schweres Heizöl und Bitumen aus Erdöl verbilligten sich auf Jahressicht sogar im Schnitt um 29,4 beziehungsweise 26,5 Prozent, die Preise für leichtes Heizöl lagen gut ein Fünftel unter dem Niveau des Vorjahresmonats (- 20,7%).  Aber auch Erdgas und Strom waren deutlich günstiger als im Juni 2015. Hier unterschritten die Erzeugerpreise das Niveau des Vorjahresmonats im Schnitt um 11,7 beziehungsweise 2,4 Prozent, wobei von den Preisrückgängen bei Strom alleinig Weiterverteiler profitierten (- 7,6 %), währen Sondervertragskunden (etwa Unternehmen) und Privathaushalte durchschnittlich 0,6 beziehungsweise 1,5 Prozent mehr zahlen mussten als im Vorjahresmonat. Die Preisentwicklung bei Energie herausgerechnet verbilligten sich gewerbliche Produkte insgesamt nur rund ein Drittel so stark, nämlich im Schnitt um 0,7 Prozent.

Vorleistungs- und Verbrauchsgüter ebenfalls günstiger

Auch die Erzeugerpreise für Vorleistungsgüter, also Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden, setzten ihre Talfahrt fort. Sie verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht um 2,0 Prozent. Großen Anteil hieran hatten unter anderem anhaltend rückläufige Preise für Metalle, die im Juni trotz deutlichen Preisanstiegen gegenüber Mai (+ 1,1 %) durchschnittlich 6,3 Prozent günstiger waren als im Vorjahresmonat. Roheisen, Rohstahl, Walzstahl und Ferrolegierungen verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht um 6,1 Prozent.

Verbrauchsgüter kosteten ebenfalls im Durchschnitt weniger als im Vorjahresmonat. Hier lagen die Erzeugerpreise allerdings nur durchschnittlich 0,2 Prozent unter dem Niveau von Juni 2015. Nahrungsmittel verbilligten sich dagegen stärker. Sie kosteten im Juni durchschnittlich 0,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Preise für Konsumgüter unterschritten das Vorjahresniveau dagegen nur minimal (- 0,1 %)

Gebrauchs- und Investitionsgüter teurer

Die Erzeugerpreise für Gebrauchsgüter legten dagegen deutlich. Sie erhöhten sich im Schnitt auf Jahressicht um 1,3 Prozent. Bekleidung verteuerte sich im Jahresvergleich sogar im Schnitt um 1,6 Prozent. Möbel kosteten im Durchschnitt 1,1 Prozent und Musikinstrumente durchschnittlich 1,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, Schmuck verteuerte sich sogar im Schnitt um 3,0 Prozent.

Die Preise für Investitionsgüter überstiegen das Vorjahresniveau im Schnitt um 0,6 Prozent. Stationäre Datenverarbeitungsgeräte wie etwa Desktop-PC sowie mobile Computer wie etwa Laptops verteuerten sich sogar auf Jahressicht um durchschnittlich 5,1 Prozent beziehungsweise 7,3 Prozent. Maschinenbauerzeugnisse kosteten durchschnittlich 0,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

cs/Destatis

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