VOLLTEXTSUCHE
News, 17.09.2010
Deutsche Erzeugerpreise
Preise für Vorleistungsgüter stark gestiegen
Im August haben sich Vorleistungsgüter auf Produzentenebene auf Jahressicht so stark verteuert wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Bezogen auf die Erzeugerpreise insgesamt hat sich der Preisauftrieb dagegen etwas abgeschwächt.
Bei den Vorleistungsgütern hat sich der Jahrespreisauftrieb noch mal verstärkt. Speziell Metalle und metallische Sekundärrohstoffe waren deutlich teurer…
Bei den Vorleistungsgütern hat sich der Jahrespreisauftrieb noch mal verstärkt. Speziell Metalle und metallische Sekundärrohstoffe waren deutlich teurer…
Wie das Statistisches Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, lag der Index der Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte im August um 3,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten eigentlich mit einer Jahresteuerung von 3,5 Prozent gerechnet. Im Juli war die Teuerungsrate noch mit 3,7 Prozent so stark gestiegen wie zuletzt Dezember 2008. Im Vergleich zum Juli blieben die Erzeugerpreise im August, nachdem sie Vormonat noch auf Monatssicht um 0,5 Prozent gestiegen waren, unverändert.

Preisexplosion bei Vorleistungsgütern, leichte Entspannung bei Energie

Maßgeblich für die erneut hohe Jahresteuerungsrate war der starke Preisauftrieb bei Vorleistungsgütern, also Gütern, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Mit einem Preisanstieg auf Jahressicht von 5,6 Prozent lag hier die Teuerungsrate so hoch wie zuletzt im Januar 2007. Im Vergleich zum Juli verteuerten sich Vorleistungsgüter ebenfalls erneut um 0,5 Prozent (Juli: +0,2% gegenüber Vormonat). Auch Energie blieb weiter deutlich teurer als im Vorjahr. Hier stiegen die Preise im August auf Jahressicht um 4,8 Prozent (-0,7% gegenüber Juli). Allerdings hat sich der Preisauftrieb hier deutlich abgeschwächt: Im Juli hatten die Energiepreise noch um 6,7 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen und gegenüber Juni um 1,3 Prozent zulegt. „Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise im August 2010 um 2,5% höher als im August 2009 und stiegen gegenüber Juli 2010 um 0,4%“, so das Statistikamt.

Bei Vorleistungsgütern verteuerten sich Metalle auf Jahressicht um 17,5 Prozent und gegenüber Juli um 1,3 Prozent. Die Preise für Walzstahl stiegen im August auf Produzentenebene im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Viertel (+24,3%) und auf Monatssicht um 0,8 Prozent. Metallische Sekundärrohstoffe kosteten 46,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, verbilligten sich aber gegenüber im Juli um 0,9 Prozent. Die Preise für Holz in Form von Plättchen oder Schnitzeln erhöhten sich auf Jahressicht sogar um 25,1 Prozent (gegenüber Juli: +1,0%). Den stärksten Preisanstieg auf Monatssicht gab es indes bei Futtermittel mit einem Zuwachs gegenüber Juli um 7,7 Prozent (Jahresteuerung: +12,5%). Zurückgegangen sind dagegen die Preise für Düngermittel und Stickstoffverbindungen, die sich auf Jahressicht um 2,3 Prozent und gegenüber Juli um 1,7 Prozent verbilligten.

Im Bereich der Energie machten insbesondere die Preise für Mineralölerzeugnisse im Vergleich zum Vorjahr einen Sprung nach oben, die sich auf Erzeugerebene auf Jahressicht um 9,7 Prozent verteuerten (gegenüber Juli: -1,3%). Den stärksten Preisanstieg gab es bei leichtem Heizöl mit einer Jahresteuerung um 17,8 Prozent (gegenüber Juli: -1,9%). Die Preise für Kraftstoffe lagen um 6,5 Prozent über dem Vorjahresniveau (gegenüber Juli: -0,9%). Elektronischer Strom verteuerte sich auf Jahressicht um 1,4 Prozent (gegenüber Juli: -1,8%). und Erdgas um 8,0 Prozent (gegenüber Juli: +0,7%), wobei sich die Abgabe von Erdgas an private Haushalte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,3 Prozent verbilligte und die an Weiterverteiler um 16,3 Prozent verteuerte.

Die Preise für Lebensmittel stiegen ebenfalls. Sie lagen im August auf Erzeugerebene um 1,4 Prozent über dem Vorjahresniveau und erhöhten sich gegenüber Juli um 0,7 Prozent. Die höchste Jahresteuerung gab es bei Butter und anderen Fettstoffen aus Milch, die sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 57,3 Prozent verteuerten (gegenüber Juli: -0,9%). Auch Milch war deutlich teurer als im August 2009 (+19,5%; gegenüber Juli: +0,8%). Mehl von Getreide verteuerte sich auf Jahressicht um 3,0 Prozent und gegenüber Juli um 10,9 Prozent.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG