VOLLTEXTSUCHE
News, 03.02.2014
Lahme Konjunktur drückt Preisniveau
Deutsche Erzeugerpreise 2013 erstmals seit Jahren wieder gesunken
Rückläufige Preise für Energie und Vorleistungsgüter haben das Preisniveau auf Produzentenebene erstmals seit vier Jahren in Deutschland insgesamt nach unten gedrückt. Die Erzeugerpreise für Nahrungsmittel zogen jedoch kräftig an.
Kräftige Preisrückgänge gab es unter anderem bei Vorleistungsgütern wie Metallen.
Kräftige Preisrückgänge gab es unter anderem bei Vorleistungsgütern wie Metallen.

Der Rückgang der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte hat sich Ende letzten Jahres fortgesetzt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lagen die Erzeugerpreise im Dezember 2013 durchschnittlich 0,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, wenn auch geringfügig höher als im November (+ 0,1 %). Das war der fünfte Monat in Folge, in dem sich Industrieerzeugnisse auf Produzentenebene insgesamt auf Jahressicht verbilligten. Durch den erneuten Rückgang der Erzeugerpreise im Dezember wurden auch die Preisanstiege im ersten Quartal 2013 mehr als kompensiert, als die Preise drei Monate in Folge auf Jahressicht gestiegen waren (Januar: + 1,4 %; Februar: + 0,9 %; März: + 0,1 %). Dies führte dazu, dass sich gewerbliche Produkte auf Erzeugerebene 2013 erstmals nach vier Jahren wieder insgesamt um 0,1 Prozent verbilligten. Den letzten Rückgang der Erzeugerpreise hatte es im Jahr 2009 gegeben, als die Preise vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise in der Industrie im Jahresvergleich im Schnitt um 4,2 Prozent gesunken waren.

Grund für den ingesamt geringeren Inflationsdruck aus der deutschen Industrie waren die Preisentwicklungen bei Energie und Vorleistungsgütern. Hier fielen die Preise im Jahresvergleich im Schnitt um 0,9 beziehungsweise 1,1 Prozent. Verbrauchsgüter kosteten dagegen deutlich mehr. Sie verteuerten sich im Schnitt um 2,1 Prozent. Preistreiber waren hier vor allem Nahrungsmittel. Hier legten die Preise im Jahresmittel um durchschnittlich 2,7 Prozent zu. Die Preise für Gebrauchs- und Investitiongüter stiegen ebenfalls. Sie verteuerten sich im Durchschnitt gegenüber 2012 um 1,0 bzw. 0,9 Prozent.

Im Energiebereich war es vor allem die Preisentwicklung bei Minerölerzeugnissen, die das Preisniveau nach unten drückte. Sie verbilligten sich gegenüber 2012 im Schnitt um 4,6 Prozent. Strom kostete durchschnittlich 3,1 Prozent weniger als im Vorjahr, was allerdings allein auf stark gesunkene Preise für Weiterverteiler geschuldet war, die für Strom im Durchschnitt 13,7 Prozent weniger zahlen mussten als 2012. Private Haushalte mussten für Strom dagegen 11,6 Prozent mehr als zahlen als im Jahr davor. Die Preise für Erdgas stiegen um 0,7 %. Dabei wurde Erdgas für Handel und Gewerbe um 3,1 % teurer, für Industriekunden um 0,2 % billiger. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise stiegen die Erzeugerpreise 2013 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % (2012 gegenüber 2011: + 1,1 %).

Bei den Vorleistungsgütern waren es vor allem die Metalle, die das Preisniveau nach unten drückten. Hier fielen die Preise auf Produzentenebene im Schnitt im Jahresvergleich um 4,9 Prozent. Auch chemische Grundstoffe waren günstiger. Sie verbilligten sich im Mittel um 1,8 Prozent. Futtermittel für Nutztiere waren dagegen 2,8 Prozent teurer als 2012.

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG