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News, 26.11.2010
Deutsche Einfuhrpreise
Preise für Importe leicht rückläufig
Der Preisauftrieb bei deutschen Importen hat sich im Oktober etwas abgeschwächt. Dennoch mussten deutsche Importeure auch im Oktober erheblich mehr bezahlen als im Vorjahr, vor allem für Energie, Rohstoffe, Getreide und Rohkaffee.
Importe von Rohkaffe waren im Oktober knapp die Hälfte teurer als im Vorjahr. Der Preis für Eisenerz hat sich sogar auf Jahressicht verdoppelt.
Importe von Rohkaffe waren im Oktober knapp die Hälfte teurer als im Vorjahr. Der Preis für Eisenerz hat sich sogar auf Jahressicht verdoppelt.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag bekannt gab, lagen die deutschen Einfuhrpreise im Oktober um 9,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Damit hat sich die Jahresteuerung von deutschen Importen wieder etwas verlangsamt. Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang der Teuerungsrate auf 9,4 Prozent gerechnet. Im Vormonat September hatte die Jahresveränderungsrate noch 9,9 Prozent betragen, nach 8,6 Prozent im August. Gegenüber dem Vormonat September sank der Index der Einfuhrpreise im Oktober um 0,2 Prozent. Im September waren die Einfuhrpreise noch auf Monatssicht um 0,3 Prozent gestiegen. Der Index deutschen Ausfuhrpreise sank im Oktober ebenfalls auf Monatssicht um 0,3 Prozent und lag um 4,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im September hatten sich die deutschen Ausfuhrpreise noch um 0,3 Prozent auf Monatssicht erhöht und noch mit einem Anstieg gegenüber September 2009 um 4,6 Prozent die höchste Jahresteuerung seit Mai 1982 (+4,7%) verzeichnet.

Energie, Rohstoffe und Getreide weiter erheblich teurer als im Vorjahr

Den Statistikern zufolge war die erneut hohe Jahresteuerung der Einfuhren im Oktober vor allem die deutliche Preisanstiege bei Energie, Rohstoffen und Metallen zurückzuführen. So stiegen die Preise für  Energieprodukte im Oktober gegenüber September um 1,4 Prozent und binnen Jahresfrist um 23,6 Prozent. Den stärksten Preisauftrieb gab es bei Erdgas, das sich auf Monatssicht um 4,3 Prozent verteuerte und 31,5 Prozent mehr kostete als im Vergleichszeitraum 2009. Für Rohöl mussten deutsche Importeure im Oktober 21,8 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr und 0,2 Prozent mehr als im September. Die Preise für Mineralölerzeugnisse (u.a. Kraftstoffe) stiegen im Vergleich zum Monat um 1,8 Prozent und lagen um 23,7 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Bei den Rohstoffen verteuerte sich im Oktober am stärksten Eisenerz, für das deutsche Importeure gut doppelt so viel bezahlen mussten wie im Vorjahresmonat (+102,1%). Gegenüber September gingen die Einfuhrpreise für Eisenerz jedoch um 3,0 Prozent zurück. Die Preise für Nicht-Eisen-Metallerze blieben auf Monatssicht stabil und stiegen binnen Jahresfrist um 35,6 Prozent. Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug verteuerten sich gegenüber September um 0,4 Prozent und im Vergleich zum Vorjahr um 29,7 Prozent. Die Preise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lagen im Oktober um 25,2 Prozent über dem Vorjahresniveau (-1,2% gegenüber September). Das zur Stahlerzeugung verwendete Nickel verteuerte sich im Oktober binnen Jahresfrist um 42,2 Prozent (- 1,5% gegenüber September). Die Preise für Rohkupfer erhöhten sich im Oktober auf Jahressicht um 38,8 Prozent (+1,2% gegenüber September) und die für Rohaluminium um 21,3 Prozent (+ 0,1% gegenüber September 2010).

Im Nahrungsmittelsektor explodierten insbesondere die Preise für Getreide und Rohkaffee. Laut Statistikamt verteuerten sich Getreide im Oktober für deutsche Importeure auf Jahressicht um 48,5 Prozent und Rohkaffee um 44,9 Prozent. Gegenüber September stiegen die Preise für die Getreideimporte um 0,7 Prozent, während sich Rohkaffee verbilligte (-0,3%). Die Preise für importierte Milch und Milcherzeugnisse lagen im Oktober um 11,6 Prozent über dem Vorjahresniveau und stiegen gegenüber September um 0,1 Prozent.
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