VOLLTEXTSUCHE
News, 12.07.2011
Deutliches Ausfuhrplus
Deutscher Export nimmt wieder Fahrt auf
Nach einem starken Einbruch im April haben die deutschen Exporte im Mai wieder kräftig zugelegt. Motor bei den Ausfuhren waren einmal mehr die Schwellenländer.
Angesichts rückläufiger Auslandsbestellungen dürfte sich jedoch das Wachstum der Exporte demnächst verlangsamen.
Angesichts rückläufiger Auslandsbestellungen dürfte sich jedoch das Wachstum der Exporte demnächst verlangsamen.
Die deutsche Exportwirtschaft hat nach dem Dämpfer im April wieder Fahrt aufgenommen.  Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, exportierte die deutsche Wirtschaft im Mai Waren im Wert von 92,1 Milliarden Euro und damit 4,3 Prozent mehr als im April. Von Reuters befragten Analysten hatten nach dem starken Einbruch der Exporte im April (-5,6%) nur mit einem Ausfuhrplus von 1,2 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die deutschen Ausfuhren um 19,9 Prozent. Im Vormonat April waren die Exporte lediglich um 13,3 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

Die meisten Exporte der deutschen Wirtschaft gingen im Mai erneut in Länder der Europäischen Union (EU), die aus Deutschland waren im Wert von 54,4 Milliarden Euro bezogen. Gegenüber Mai 2010 ist das ein Zuwachs um 17,4 Prozent. Größter Abnehmer waren hier die Eurozone-Länder, in die deutsche Firmen Waren im Wert von 36,8 Milliarden Euro versandten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die deutschen Ausfuhren hier um 16,1 Prozent. Die Exporte in die EU-Mitgliedsstaaten, die nicht der Eurozone angehören, beliefen sich im Mai auf 17,6 Milliarden Euro. Sie erhöhten sich auf Jahressicht um 20,2 Prozent. Den stärksten Zuwachs der Exporte verzeichnete die deutsche Wirtschaft allerdings im Handel mit Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittländer), allen voran den sogenannten Schwellenländern. Mit einem Gesamtvolumen von 28,8 Milliarden Euro erzielten hier die deutschen Unternehmen im Mai auf Jahressicht ein Ausfuhrplus von 23,8 Prozent.

Die deutschen Importe beliefen sich im Mai auf 77,3 Milliarden Euro. Sie stiegen binnen Monatsfrist um 3,7 Prozent und damit ebenfalls erheblich stärker als erwartet. Auf Jahressicht erhöhten sich im Mai die deutschen Einfuhren um 15,6 Prozent. Damit ergab sich in der Außenhandelsbilanz im Mai ein Überschuss von 14,8 Milliarden Euro. Im Vorjahresmonat hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz lediglich 9,9 Milliarden Euro betragen. Wichtigste Bezugsregion für deutsche Importeure bleiben weiter die Mitgliedsstaaten der EU, aus denen die deutsche Wirtschaft im Mai Waren im Wert von 49,3 Milliarden Euro bezog. Hier stieg das Handelsvolumen einfuhrseitig binnen Jahresfrist um 16,4 Prozent. Die deutschen Einfuhren aus Nicht-EU-Ländern beliefen sich im Mai auf 28,0 Milliarden Euro. Sie stiegen gegenüber Mai 2010 um 14,2 Prozent.

Trotz des Aufschwungs im Mai sieht Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), keinen Grund zur Euphorie. Grund dafür ist die rückläufige Entwicklung der Auftragseingänge in der deutschen Industrie, die im Mai einen Einbruch der Auslandsbestellungen um 5,6 Prozent verzeichnete. „Die Rückgänge bei den Auslandsaufträgen werden sich selbstverständlich auch zu einem späteren Zeitpunkt in den Außenhandelszahlen niederschlagen“, so der BGA-Chef. Inwiefern sich diese Entwicklung der Auslandsnachfrage in den nächsten Monaten fortsetzen werde, bleibe Börner zufolge abzuwarten. Der BGA sei insgesamt aber weiter positiv gestimmt.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG