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News, 08.07.2014
Weniger Orders
Deutlicher Rückgang der Auftragseingänge in der Industrie
Rückläufige Auftragseingänge aus dem Inland und ein Nachfrageeinbruch in den Ländern außerhalb der Eurozone haben der deutschen Industrie im Mai ein deutliches Auftragsminus beschert.
Auf Jahressicht hat sich der Auftragseingang jedoch deutlich erhöht (Bildquelle: BMWi).
Auf Jahressicht hat sich der Auftragseingang jedoch deutlich erhöht (Bildquelle: BMWi).
Dämpfer für die deutsche Industrie: Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf Basis vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes berichtet, hat die deutsche Industrie im Mai preis-, arbeitstäglich- und saisonbereinigt insgesamt 1,7 Prozent weniger Bestellungen erhalten als im April. Ohne das überdurchschnittlich hohe Volumen an Großaufträgen wäre das Orderminus sogar noch größer ausgefallen: Diese herausgerechnet verringerte sich die Nachfrage nach Industrieprodukten „made in Germany“ im Mai, nachdem sie im April noch kräftig angezogen hatte (+ 3,4 %), sogar um 3,7 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang der Bestellungen um 1,0 Prozent gerechnet.

Vor allem aus dem Inland kamen deutlich weniger Bestellungen. Hier verringerte sich der Auftragseingang binnen Monatsfrist um 2,5 Prozent. Die Orders aus dem Ausland unterschritten das Niveau von April mit einem Rückgang um 1,2 Prozent zwar ebenfalls deutlich, hier zeigte sich jedoch ein zweitgeteiltes Bild. So stand einem Ordereinbruch in den Ländern außerhalb Europas mit einem Minus von 5,2 Prozent ein kräftiger Zuwachs der Auftragseingänge aus den Euro-Ländern um 5,7 Prozent gegenüber. Den stärksten Rückgang meldeten die die Produzenten von Vorleistungsgütern mit einem Orderminus von 3,4 Prozent, wobei auch die Konsum- und Investitionsgüterproduzenten das Niveau des Auftragseingangs von April nicht halten konnten (- 0,7 Prozent bzw. -1,2 Prozent).

Den Zeitraum April bis Mai gegenüber dem Niveau des Vorquartals betrachtet erhöhte sich der Auftragseingang allerdings um 0,9 Prozent. In der noch aussagekräftigeren Dreimonatsbetrachtung (März/April/Mai gegenüber Dezember/Januar/Februar) steht dagegen ein leichtes Orderminus von 0,5 Prozent zu Buche. Hier trübt eine schwächere Auslandsnachfrage (- 1,7 %) die Bilanz, während die Inlandsnachfrage eine Belebung zeigt (+ 0,8 %). Auf Jahressicht hat allerdings die Industrienachfrage kräftig zugelegt (+ 5,2 %).

„Angesichts des guten Starts in das zweite Quartal ist weiterhin von einem Auftragsplus in der Industrie für das gesamte zweite Quartal auszugehen“, so das Bundeswirtschaftsministerium. Dem Ministerium zufolge sei aber aufgrund der gestiegenen geopolitischen Risiken, was die Industrienachfrage angeht, auch eine gewisse Zurückhaltung zu beobachten. „Insgesamt dürfte sich der Aufschwung in der Industrie eher moderat fortsetzen. Hierauf deuten auch die Ergebnisse der Umfragen hin.“
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