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News, 19.03.2010
Destatis
Deutliches Umsatzminus im deutschen Handwerk
Weniger Umsatz und weniger Beschäftigte – so lautet die Bilanz des deutschen Handwerks im Jahr 2009. Am stärksten traf es Industrie abhängige Handwerksunternehmen.


Die Wirtschaftskrise hat im deutschen Handwerk Spuren hinterlassen. Wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Ergebnisse heute mitteilte, verbuchte das deutsche Handwerk im Jahr 2009 ein Umsatzminus von etwa 5,0 Prozent. Die Anzahl der Beschäftigung ging ebenfalls zurück. Angaben der Statistikbehörde zufolge sank die Anzahl der Beschäftigten 2009 im deutsche Handwerk gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent.

Nur zwei von sieben untersuchten Gewerbegruppen konnten im vergangenen Jahr den Umsatz steigern. Am höchsten fiel das Umsatzplus im Kraftfahrzeuggewerbe aus. Laut Destatis stieg hier der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent, was die Statistiker vor allem auf die Umweltprämie zurückführen. Zweiter Gewinner war das Gesundheitsgewerbe (wie u.a. Augenoptiker und Zahntechniker), das gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs um 0,9 Prozent verbuchte, während der Umsatz in den Handwerken für den privaten Bedarf zumindest gleich blieb (0,0%). Zu letzterem Gewerbe zählen unter anderem Schornsteinfeger und Friseure.

Größter Umsatzverlierer waren die Industrie abhängigen Handwerke für den gewerblichen Bedarf (Metallbauer, Elektromaschinenbauer, Feinwerkmechaniker, Informationstechniker etc.), die einen Umsatzeinbruch um 17,7 Prozent verzeichneten. Ebenfalls erheblich auch der Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe, das 2009 mit einem Umsatzminus von 6,8 Prozent beschloss. Darüber hinaus von Umsatzrückgängen betroffen waren das Ausbaugewerbe (-3,3%) und das Lebensmittelgewerbe (-1,2%)

Den stärksten Beschäftigungsabbau gab es in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf, wo die Beschäftigung infolge des Umsatzeinbruchs 2009 um 3,3 Prozent zurück. Einen starken Rückgang der Beschäftigten gab es – trotz Umsatzplus - zudem im Kraftfahrzeuggewerbe (3,1%) und den Handwerken für privaten Bedarf (-2,4%).  Sinkende Beschäftigungszahlen registrierten die Statistiker auch im Bauhauptgewerbe (-1,4%) und im Ausbaugewerbe (-0,7%). Einen Zuwachs der Beschäftigung gab es hingegen im Lebensmittel- und im Gesundheitsgewerbe mit einem leichten Plus von 0,3 Prozent.
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