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Der Schmerz als Erkrankung

(PM) Bonn, 26.11.2013 - Schmerzen sind ein Warnsignal des Körpers, das uns vor einem möglichen dauerhaften, physischen Schaden bewahren soll. Sobald die auslösende Ursache ausgeheilt ist, klingen diese akuten Schmerzen von selbst ab. Wenn die Schmerzen aber unabhängig von einer Ursache immer wieder oder gar dauerhaft auftreten, dann wird der Schmerz selbst zur Erkrankung.

Wiederkehrende oder dauerhafte Schmerzen werden als chronische Schmerzen bezeichnet, unabhängig davon, ob eine Schmerzursache noch vorliegt oder nicht mehr. Bei der Chronifizierung der Schmerzen kommt es im Körper durch einen wiederholten akuten Schmerzreiz zu plastischen und funktionellen Veränderungen im schmerzleitenden und schmerzverarbeitenden System (nozizeptives System, lat. = schädigen). Diese können sich dauerhaft manifestieren.

Die Schmerzverarbeitung

Um die Veränderungen, die zu chronischen Schmerzen geführt haben, zu verstehen, hilft es, sich die Signalwege im gesunden Menschen anzusehen. Der menschliche Körper ist mit einem Netzwerk aus feinen Nervenfasern durchzogen. Alle Nervenfasern, die sich außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks durch den Körper erstrecken, werden unter dem Begriff „peripheres Nervensystem“ zusammengefasst. Die Nervenfasern im Gehirn und im Rückenmark bilden dagegen das „zentrale Nervensystem“. Innerhalb des peripheren Nervensystems unterscheidet man fünf Arten von Nervenfasern. Die Aα-, Aβ-, Aδ- und C-Fasern nehmen sensorische Reize wahr und leiten die Informationen über diese Reize über das Rückenmark zum Gehirn. Dabei verarbeiten die Aα- und Aβ-Fasern nicht schmerzhafte Reize und die Aδ- und C-Fasern schmerzhafte, sogenannte noxische Reize. Der fünfte Typ sind die B-Fasern, die vom Gehirn ausgesendete Informationen in den restlichen Körper weiterleiten. Mit Hilfe diese Fasern werden unter anderem die Bewegungen der Muskulatur gesteuert.

Der Großteil des peripheren Nervensystems dient jedoch dazu schmerzhafte Reize aufzunehmen und weiterzuleiten. Die schmerzverarbeitenden Aδ- und C-Fasern, die man Nozizeptoren nennt, enden in der Haut, den inneren Geweben (z.B. Bindegewebe, Knochenhaut, Gelenkshaut) und den Organen. Dort verzweigen sie sich in ein dichtes Netz aus feinen, freien Nervenenden. Man spricht bei den Nozizeptoren auch von den dünnen Nervenfasern (engl.: Small Fiber). Sie sind gegenüber den Aα-, Aβ- und B-Fasern kaum bzw. gar nicht von einer dicken Myelinschicht ummantelt.

Wird eine Schmerzfaser durch einen noxischen Reiz aktiviert, wird die Information darüber wie eine Welle entlang der Faser hin zum Rückenmark weitergeleitet. Dort besitzen die Nozizeptoren Verbindungen zu Nervenzellen des Rückenmarks aus (synaptische Verbindung). Die Fasern dieser Rückenmarksneurone reichen ihrerseits bis in die schmerzverarbeitenden Gehirnareale.

Die Chronifizierung des Schmerzes

Ein wiederholt auftretender Schmerzreiz kann zu einer Chronifizierung der Schmerzen führen. Dabei kann es an allen drei Stationen der Schmerzverarbeitung (1. Nozizeptor, 2. Rückenmarksneurone, 3. Gehirn) zu dauerhaften Veränderungen kommen. Es entsteht ein sogenanntes Schmerzgedächtnis.

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Die Bomedus GmbH wurde im Frühjahr 2012 im Zusammenhang mit der Aufnahme des High-Tech Gründerfonds als neuen Gesellschafter gegründet. Während in 2012 das Unternehmen mit drei Mitarbeitern startete, ist es mittlerweile stark gewachsen und hat den Sprung von einem Start-up zu einem etablierten Jungunternehmen vollzogen.
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