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Pressemitteilung

Der Einfluss von Werten bei Veränderungen in der Organisationskultur

(PM) Stuttgart, 18.07.2010 - Die anhaltende Werte-Diskussion in den Medien

Begriffe wie CSR, Corporate Social Responsibility und Wertemanagement machen die Runde in der aktuellen Medien-Diskussion.

Durch den Vergleich alter und neuer empirischer Studien wird versucht, die Korrelation zwischen Werten der Organisationskultur und dem Unternehmenserfolg zu erfassen.

Mit diesen durch Studien gewonnenen harten Fakten, wissenschaftlich validierten Zahlen, Daten und Vergleichsstatistiken wird das Thema Werte aus der Ecke weicher Managementaufgaben ins Zentrum des Interesses gerückt.

Was sind Werte und wie drücken sie sich aus?

1. Werte sind explizite oder implizite subjektive Auffassungen von Präferenzen.
(nach Kluckhorn, 1951)
2. Der Einzelne oder Gruppen drücken die den Werten verbundenen bewussten oder unbewussten Überzeugungen und Einstellungen in der Art und Weise ihres Handelns aus.
3. Jeder Mensch ist der Ausdruck seines inhärenten Wertesystems, dem archetypische Muster zu Grunde liegen. Werte beruhen auf Prinzipien, die ihre Grundlage in Erfahrungen finden. Beeinflusst durch Emotionen (unverarbeitete Gefühlseindrücke) steuern Werte das menschliche Denken, Fühlen und Verhalten, durch das der Mensch in Wechselwirkung mit seiner Umwelt steht.
4. Individuelle Werte(systeme) verhalten sich interdependent im Kontext übergeordneter kollektiver Wertesysteme, mit denen wir verbunden sind.
5. Es gibt je nach Kontext zahlreiche Varianten von Werten und Werteklassifizierungen. Je tiefer man Werte zu ergründen versucht, desto unkonkreter scheinen diese sich zu offenbaren.

Wirtschaftliche Wertekategorien

In einer für den Arbeitsalltag tauglichen Werteklassifizierung kann man Werte inhaltlich in vier Kategorien unterteilen:
(nach Prof. Dr. habil. Josef Wieland)

1. Leistungswerte: Dienstbarkeit, Kompetenz, Leistungsbereitschaft, Flexibilität, Kreativität, Qualität, Innovationfähigkeit, Kundenorientierung, Konsequenz
2. Kooperationswerte:
Teamgeist, Zuverlässigkeit, Loyalität, Konfliktfähigkeit, Offenheit, Kommunikation
3. Kommunikationswerte: Wertschätzung, Feedback, Offenheit, Zugehörigkeit, Klarheit
4. Ethisch-moralische Werte: Integrität, Vertrauen, Ehrlichkeit, Fairness, Vertragstreue, Verantwortung

Werte in der praktischen Umsetzung

Die konkrete Umsetzung von Wertesystemen geht vielfach nicht über die Strategie- und Leitbildentwicklung hinaus. Da dies klassische Managementaufgaben sind, werden die definierten Strategien und Leitbilder „Top-Down“ ins Unternehmen eingespeist, um die Mitarbeiter zu mehr Effizienz und Effektivität zu beflügeln.

Erfahrungsgemäß werden die neuen Werte jedoch von der Belegschaft nicht angenommen. Das kann auch gar nicht anders sein, weil die Mitarbeiter bei der Entwicklung nicht einbezogen wurden. Kaum ein Mitarbeiter findet sich deshalb mit seinen Wert(e)vorstellungen in einem solchen Leitbild wieder und kann sich folglich auch nicht mit den Unternehmenswerten identifizieren.

Es gibt Unternehmen, in denen man sich sehr viel Arbeit und Mühe gemacht hat, ein Leitbild zu kreieren und dieses nach Innen und Außen professionell zu kommunizieren, aber der erwünschte betriebswirtschaftliche Erfolg bleibt dennoch aus.

Werte haben einen wirksamen Einfluss auf das Betriebsergebnis

In Deutschland wurde in jüngster Zeit besonders die Untersuchung von Booz Allen Hamilton (2003) bekannt, nach der 150 führende Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden.

Die Ergebnisse zeigten, dass folgende Werte - geordnet nach der Wirksamkeit - Einfluss auf das Betriebsergebnis haben.

Rangfolge der wichtigsten Werte:
01. Kunden- und Serviceorientierung
02. Qualität
03. Verantwortung
04. Professionalität
05. Excellence
06. Vertrauen
07. Fairness
08. Teamwork
09. Unternehmensgeist
10. Soziale Verantwortung

Der Nutzen der Werte wurde in folgenden Faktoren gesehen:
01. Verbesserung der Zusammenarbeit im Unternehmen
02. Imageverbesserung
03. Ertragssicherung/-entwicklung
04. Begrenzung des Geschäftsrisikos
05. Förderung der sozialen Verantwortung
06. Förderung der Ehrlichkeit
07. Vermeidung von Betrug
08. Erleichterung der Kontrolle

Werte stellen also nicht nur für Menschen einen zentralen, handlungsleitenden Faktor dar, sondern auch für Unternehmen, die in einem harten Wettbewerbsumfeld stehen. Werteorientierung als Erfolgsfaktor zahlt sich aus, so die heutige Erkenntnis.

Thomas Müllenholz, Organisationsberater, Trainer und Coach ist Kooperationspartner des werte[institut] und Regionalleiter des werte[netzwerk] Stuttgart.

Die Inhalte und Methoden sind auszugsweise aus Vortrags-Unterlagen des werte[institut] zitiert, sofern keine anderen Quellenangaben ausgewiesen sind.

Den kompletten Bericht mit den 4 Phasen des werteorientierten Veränderungsprozesses finden Sie auch auf der Website inprocess-consulting.
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