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Dauphine, die Renault Königin

Renault Retail Group Niederlassung Berlin feiert 55 Jahre Renault Dauphine. Mit der Dauphine begann für Renault eine neue Ära.
(PM) Berlin, 12.10.2011 - Frankreich, Mitte der 1950er Jahre: Renault schwimmt auf einer Welle des Erfolgs: Die „Régie Nationale“ kämpft um den Titel des euro­päischen Automobilherstellers Nummer eins. Der kleine 4 CV verkauft sich in Frankreich wie warmes Baguette. Nur die Exportdaten befriedigen die Chefs in Billancourt nicht. Sie haben ein ehrgeiziges Ziel im Blick: die Vereinigten Staaten von Amerika. Am 6. März 1956 präsentiert Renault vor 20.000 Gästen im Pariser Palais de Chaillot die „Dauphine“. Sie soll die Welt erobern.

Die Konstrukteure wählten das damals übliche Konzept mit Heckmotor und Heckantrieb. Vorteil: optimale Traktion auch auf den damals weit verbreiteten schlechten Straßen. In Südeuropa, Süd­amerika und Afrika sind nicht asphaltierte Wege in ländlichen Gebieten zu dieser Zeit noch Standard. Die moderne Pontonkarosserie bietet viel Platz für Passagiere und Gepäck. Serienmäßige vier Türen erhöhen den Komfort und bieten einen echten Wettbewerbsvorteil.

Mit Farbe gegen das automobile Einerlei

Mit ihrer Vielseitigkeit, dem niedrigen Verbrauch und dem günstigen Preis belegt die Dauphine 1956 bereits die hohe Kompetenz von Renault im Kleinwagenbau. Und sie macht die Autowelt bunter: Während in den Fünfzigern das Gros der Fahrzeuge noch in protestantisch-freudlosem Look daherkommt, setzt der neue Renault mit Farbtönen wie „Rouge Montijo“ oder „Jaune Bahamas“ frische Akzente. Später kommen noch eine Luxusversion, eine Automatik­ausführung und diverse Sport­varianten hinzu. Die Dauphine erweist sich damit als würdige Vorläuferin des modernen Renault Clio, der diese Tugenden ins 21. Jahrhundert fortführt: Aktuell können in Deutschland die Kunden unter vier Ausstattungen und sieben Motorisierungen auswählen. Damit zählt der Clio zu den vielseitigsten Fahrzeugen seines Segments.

Vom 4 CV zum „Projekt 109“

Als Vater der Dauphine gilt der Renault Vorstandsvorsitzende Pierre Lefaucheux. Unter seiner Regie legt das Unternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg einen furiosen Neustart hin. Im Gegensatz zum Ministerium für Industrieproduktion, das Renault zum reinen Lkw-Produzenten umwandeln will, setzt Lefaucheux konse­quent auf den Bau von Personenwagen. Er setzt 1947 den Bau des 4 CV durch und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Massenmotorisierung Frankreichs: Bereits 1954 feiert Renault das 500.000ste Exemplar. Lefaucheux’ Traum ist jedoch in Amerika Fuß zu fassen, denn Renault und der französische Staat benötigen Devisen. Dazu braucht er einen Wagen, der größer, komfortabler und besser motorisiert ist als der 4 CV. Im Juli 1951 gibt er deshalb grünes Licht für das „Projekt 109“. Im Geheimen arbeitet eine kleine Gruppe Eingeweihter bereits seit Februar 1949 an dem Fahrzeug. Parallel dazu baut Renault sein Werk in Flins an der Seine aus. Hier soll das neue Modell entstehen. Lefaucheux erlebt den Serienanlauf nicht mehr: Am 11. Februar 1955 verunglückt er bei einem Autounfall tödlich. Sein
Nachfolger wird Pierre Dreyfus, der das Projekt mit dem gleichen Elan weiterverfolgt.

Verkaufsschlager rund um den Globus

Während in Flins das Fließband anläuft, schickt Dreyfus unter größter Geheimhaltung die ersten Dauphine in die USA. Dort sollen sie den Vertragshändlern als „Lockvögel“ dienen. Und tatsächlich: Schon 1957 kaufen 28.000 Amerikaner eine Dauphine, 1958 sind es schon 57.000, und 1959 steigt die Zahl auf 102.000. Für den Transport gründet Renault eine eigene Gesellschaft und stattet sie mit genau jenen „Liberty-Schiffen“ aus, mit denen die USA im Zweiten Weltkrieg ihre Alliierten mit Lebensmitteln und Nachschub versorgt hatten. Auch in Europa entpuppt sich die kleine Dauphine für Renault als Exportlokomotive. Nicht alle Exemplare stammen aus Frankreich. Die Régie lässt ihr Erfolgsmodell auch im Ausland produzieren: Montage­werke für die Dauphine finden sich in Belgien, Spanien, Irland und Großbritannien. In Italien baut und vertreibt Alfa Romeo ab 1959 den Renault unter dem Namen „Dauphine-Alfa Romeo“. Kurz darauf startet die Fertigung in Brasilien, Argentinien und Mexiko. Der Gang nach Indien scheitert zwar, dafür fasst Renault in Afrika mit Montagestätten in Algerien, Kamerun, Dahomey (heute Benin), dem Tschad und der Zentralafrikanischen Republik Fuß.

1967: Abschied von der Dauphine

Bereits 1962 bekommt die Dauphine mit dem Renault 8 einen moder­neren Bruder mit Heckmotor zur Seite gestellt. Der Hersteller lässt daher schrittweise die Produktion seiner langjährigen Nummer eins auslaufen: 1965 kommt das Ende für die „normale“ Dauphine, im Dezem­ber 1967 läuft das letzte Gordini-Modell vom Band. Nach 2.150.738 Exemplaren tritt damit das Auto ab, das Renault zur Weltmarke gemacht hat. Damit wird die Thronfolgerin zur wahren Königin.
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ÜBER RENAULT RETAIL GROUP DEUTSCHLAND

Renault Retail Group ist die in 12 europäischen Ländern vertretene Vertriebsgesellschaft der Renault Gruppe. Als zweitgrößte Automobilvertriebsgruppe Europas bietet die Renault Retail Group auch in Deutschland alle Vorteile einer ...
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