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News, 10.03.2011
Datensicherheit
Datenverluste kommen Firmen immer teurer zu stehen
Der finanzielle Schaden infolge von Datenverlusten wird für deutsche Unternehmen immer größer, zeigt eine Dauerstudie von Symantec. Die größte Bedrohung für die Datensicherheit in deutschen Unternehmen sind demnach Cyberattacken und Fehlverhalten der Belegschaft.
Mangelhafte Datensicherheit und dadurch bedingte Datenverluste gehen i.d.R. direkt auf den Umsatz, zeigt die Studie.
Mangelhafte Datensicherheit und dadurch bedingte Datenverluste gehen i.d.R. direkt auf den Umsatz, zeigt die Studie.

Die Folgekosten von Datenschutzpannen für deutsche Unternehmen steigen. Wie der Security-Hersteller Symantec berichtet, zogen Sicherheitsvorfälle mit Datenverlusten für davon betroffene Unternehmen 2010 im Durchschnitt Folgekosten in Höhe von 3,4 Millionen Euro nach sich. Damit erhöhten sich die Kosten binnen Jahresfrist um fast ein Drittel (31%): Im Jahr 2009 war der finanzielle Schaden pro Datenschutzpanne im Durchschnitt noch bei 2,6 Millionen Euro gelegen und im Vergleich zum Vorjahr bereits um 40 Prozent gestiegen. Das geht aus den neuesten Ergebnissen der Symantec-Dauerstudie „Cost of a Data Breach“ hervor. Die Kosten pro verlorenem Datensatz beliefen sich im Jahr 2010 auf 138 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um vier Prozent. Eine Ursache für die gestiegenen Kosten sieht Symantec im verschärften Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und den damit einhergehend erhöhten Anforderungen in den Bereichen Datenschutz und Datensicherheit.

Datenverluste durch Mitarbeiterfehlverhalten stark gestiegen

Wie aus der Studie hervorgeht, stellen Cyberangriffe und menschliches Fehlverhalten die häufigsten Ursachen für Datenverluste dar. So waren im letzten Jahr 40 Prozent der Sicherheitsvorfälle, die zum Verlust von Daten führten, auf Schadprogramme, so genannte Malware, und sonstige Angriffe von außen zurückzuführen. In ebenso vielen Fällen war die Datenpanne laut Symantec allerdings auch hausgemacht, demnach sich weitere 40 Prozent der Datenverluste auf Fahrlässigkeit, das heißt auf grobem Fehlverhalten Dritter (bspw. Mitarbeiter) begründeten. 2009 war der Anteil der durch ein Fehlverhalten Dritter bedingten Datenpannen noch bei 32 Prozent gelegen. Hier dürfte auch die zunehmende Mobilisierung des Arbeitsalltags eine Rolle spielen: Laut Studie war ein Drittel aller Datenverluste (32%) auf gestohlene oder verlorene Geräte zurückzuführen.

Datenpannen wirken immer stärker auf den Umsatz

Laut Studie machen entgangene Geschäfte inzwischen den größten Teil des finanziellen Schadens aus. Danach war im Jahr 2010 bei Datenverlusten im Durchschnitt aller Unternehmen fast die Hälfte des wirtschaftlichen Schadens auf die Wiederherstellung wichtiger Daten und Umsatzverluste (44%) zurückzuführen. Auf dem zweiten Platz der Schadensposten folgten die Kosten für die infolge der Datenpanne erforderliche die Kommunikation mit Kunden. „Rund 48 Prozent der befragten Unternehmen informierten die betroffenen Personen bei einem Datenverlust innerhalb eines Monats“, so Symantec. Dabei stiegen durch die Verpflichtung, schnell zu reagieren, die Kosten pro verlorenem Datensatz 2010 gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent.

„Die gestiegenen Kosten für die Informationspflicht zeigen möglicherweise, dass mehr Unternehmen die entsprechenden Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes erfüllen“, so der Sicherheitsanbieter.

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