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Datendiebstahl unterm Weihnachtsbaum

Wenn das Weihnachtsgeschäft brummt, herrscht auch für Internetbetrug Hochsaison: Onlinehändler und Verbraucher tragen gemeinsam Verantwortung für ihre Sicherheit
(PM) München, 14.11.2013 - Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet für das Weihnachtsgeschäft 2013 im Onlinehandel mit einem Wachstumsplus von 15 Prozent, für viele Händler sind November und Dezember die bei weitem umsatzstärksten Monate. Allerdings herrscht jetzt auch Hochsaison für Internetbetrüger: Mehr Transaktionen, mehr Seitenaufrufe und mehr App-Downloads machen die Vorweihnachtszeit für Kriminelle attraktiv. Die IT-Sicherheitsspezialisten von McAfee haben die Top 6 der in der Weihnachtszeit am häufigsten genutzten Methoden zum Diebstahl von persönlichen Informationen, Passwörtern und Bankdaten zusammengetragen. Online-Händler können ihre Kunden warnen und sollten ihre eigenen Kampagnen absichern.

Besonders gefährdet sind die laut BITKOM 28 Millionen Nutzer von Online-Banking in Deutschland sowie Mobile-Shopping-Freunde: Immerhin 40 Prozent der deutschen Smartphone-Besitzer setzen laut Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) ihr Gerät auch zum Online-Shopping ein. Die Top-Maschen der Betrüger:

1. Apps als Lockvögel: Hacker setzen täuschend echt gestaltete Apps, die den Weihnachtseinkauf erleichtern sollen – nicht selten mit angeblichen Empfehlungen von Prominenten oder bekannten Unternehmen – dazu ein, private Daten abzuschöpfen oder Anrufe und Nachrichten umzuleiten. Im schlimmsten Fall können Kriminelle so selbst gut gesicherte Systeme wie das SMS-TAN-Verfahren im Online-Banking knacken.

2. SMS-Betrug: „FakeInstaller“, eine Malware, die sich als harmloses Installationsprogramm ausgibt, gefährdet besonders Android-Smartphones. Den uneingeschränkten Zugriff auf das Betriebssystem nutzt die Malware dann zum massenhaften Versand von SMS an kostenpflichtige Dienste ohne die Zustimmung des Nutzers.

3. Das unfassbar gute Angebot: Jedes Jahr gibt es besonders heiß erwartete Weihnachtsgeschenke, in diesem Jahr zum Beispiel die Spielkonsolen PlayStation 4 und Xbox One. Links zu unglaublich günstigen Sonderangeboten und Verlosungen dieser Produkte auf sozialen Netzwerken sind beliebte Phishing-Methoden, um an persönliche Daten zu kommen oder versteckte Downloads von Malware auszulösen.

4. Trojanische Grußkarten: E-Cards sind besonders zu Feiertagen beliebt – bei Unternehmen, bei Verbrauchern und auch bei Hackern. Neben netten Wünschen können sich in Anhängen oder hinter Links Trojaner und Viren verstecken. Das perfide daran: Nichtsahnende Nutzer tragen fleißig zur Verbreitung bei.

5. E-Mails zum „Versandstatus“: Wenn viele Verbraucher auf Pakete warten, lassen sich Angriffe leicht als Update-E-Mails zum Versand tarnen. Phishing und Malware-Downloads sind in der Vorweihnachtszeit hier besonders erfolgreich.

6. Gefälschte Online-Shops: Kopierte und teilweise eigens programmierte gefälschte Online-Shops sollen Verbraucher dazu bewegen, ihre Daten preiszugeben.

Aufklärung für Kunden

Die ganz Großen im Geschäft leiden unter kriminellen Aktivitäten erheblich weniger als kleine und mittelgroße Händler, denn die Web-Seiten, Login-Prozesse, E-Mail-Bestätigungen und Angebote sind bekannter. Wer seinen Stammkundenstamm erst noch aufbauen muss, tut gut daran, Kunden über die Risiken beim Online-Shopping aufzuklären. Das trägt zum Vertrauensaufbau bei und bewahrt vor Image-Schäden durch Trittbrettfahrer.

Wenn E-Commerce-Unternehmen eigene Apps anbieten, sollten Kunden über die eigenen Kanäle auf den richtigen Namen und vor allem den richtigen Urheber aufmerksam gemacht werden. Die Kommentare in den App-Stores weisen in der Regel auf die gefälschte oder betrügerische Apps hin. Gleiches gilt für eigene Weihnachtsangebote: Kunden sollten vor Angeboten Dritter, die angeblich auf den eigenen Shop verweisen, gewarnt werden – direktes Einkaufen ist immer sicherer.

Grundsätzlich gilt für Verbraucher: Bei verdächtigen Tippfehlern in E-Mails und Grußkarten, besonders bei Namen und Anreden, sollten die Finger von Anhängen gelassen werden. Wer vor der Eingabe von Daten immer die URL eines Online-Angebots auf ihre Richtigkeit prüft, ist schon besser vor Phishing-Attacken geschützt.

Weitere wichtige Informationen für den Mittelstand unter www.mcafee.com/de/small .
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Frau Sandra Gramlich
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