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Das Wort Problem ist nicht das Problem

Captain Jack Sparrow, bestens bekannt aus dem Film „Fluch der Karibik“, bringt es auf den Punkt: „ Das Problem ist deine Einstellung zu dem Problem.“
(PM) Würzburg, 14.03.2017 - Wie sehr es an der Einstellung mangelt, zeigt allein schon die problembezogene Redensart, die vor allem am Arbeitsplatz und dort im Umgang mit Kunden vorherrscht. Probleme dominieren im Alltag auch dann, wenn sie keine sind.

Da ruft man seinen Friseur an, um einen Termin zu vereinbaren und was bekommt man als Antwort? “Das ist kein Problem!” Anfrage für eine Tischreservierung in einem Restaurant: „Das ist kein Problem!“ Warum soll eine Terminvereinbarung ein Problem sein? Und warum sagt kaum noch jemand, das ist prima, gut oder toll?

„Das Wort Problem würde ich im Unternehmen am liebsten verbieten. Probleme machen Angst, wer stattdessen Aufgabe sagt, schafft Mut.“ Der ehemalige Chef der Klöckner-Werke, Dr. Herbert Gienow, zeigte sich bereits in den 70er-Jahren von dem ständigen Problemgequassel genervt.

In Unternehmen finden ständig irgendwelche wichtigen Besprechungen statt. Wichtig bedeutet, der Chef sitzt mit am Tisch. Gesprächsteilnehmer übertreffen sich dann gern mit ihren hausgemachten, oft selbst entworfenen Problemen. Wer das selbst überprüfen möchte, der führt einfach während eines Meetings eine Strichliste und zählt am Ende zusammen. Die Problemspitzenreiter sind in Sachen problembezogener Gesprächsführung „Experten“, die in 45 Minuten locker 12 Mal das Wort Problem in den Mund nehmen.

Was ist das für eine Besprechungskultur, bei der sich Beschäftigte zig Mal das Wort Problem anhören müssen? Bezahlen Unternehmen ihr Personal für ein mit Problemen beladenes destruktives Arbeitsklima oder für eine konstruktive Arbeitsleistung inklusive Gesprächsniveau?

Besonders Führungskräfte offenbaren sich in ihrer Gesprächsführung gerne als Problembesitzer. Wer die Probleme fest im Griff hat, kann sie bekanntlich nicht lösen. In Unternehmen, in denen eine Problemkultur vorherrscht, ist auch die Anfälligkeit für Konflikte und Mobbing wesentlich größer als in einem konstruktiven Arbeitsumfeld.

Rudolf F. Thomas, Autor und Kommunikationsexperte, fordert in seinem Sachbuch* „Saboteure des Glücks“, die Löschung des Wortes Problem. „Alle, egal ob Chef, Politiker, Lehrer, Eltern, Schüler müssen im Kopf die Resettaste drücken“, fordert Thomas eine Abkehr von dem ständigen Problemgequassel. „Wenn etwas in Ordnung geht, dann ist das doch kein Problem. Also kann ich positiv antworten, in dem ich sage, das ist gut, prima oder das geht in Ordnung.“

Besonders Führungskräfte sollten sich ihrer Vorbildfunktion erinnern in dem sie gedanklich zurück auf Los gehen, um auch in schwierigen Gesprächssituationen positiv auf ein Problem zu reagieren. Denn das Problem an sich ist nicht das Problem. Es ist einzig die Einstellung zum Problem. Deshalb gilt: Wer ein Problem lösen möchte, muss sich vom Problem lösen.
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rudolf f. thomas schreibt artikel, reportagen, interviews, bücher, drehbücher und bloggt.
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