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News, 11.01.2018
Mehr Cyberattacken
Cyberkriminelle nehmen Industrie verstärkt ins Visier
Im Jahr 2017 hat die Zahl der Cyberattacken auf Industrieunternehmen erheblich zugenommen. Jedes fünfte betroffene Unternehmen bemerkte den Sicherheitsangriff erst Wochen später, hat eine IT-Security-Studie ermittelt.
Die zunehmende Digitalisierung in der Industrie schafft neue potenzielle Sicherheitslücken.
Die zunehmende Digitalisierung in der Industrie schafft neue potenzielle Sicherheitslücken.

Wie eine Studie des IT-Sicherheitsanbieters Kaspersky Lab auf Basis der jährlich durchgeführten Erhebung „IT Security Risks Survey 2017“ ergeben hat, wurden in jüngster Zeit 28 Prozent der Industrieunternehmen Opfer eines Cyberangriffs. Damit hat sich die Zahl der von Cyberkriminellen attackierten Industriebetriebe innerhalb rund einem Jahr um acht Prozentpunkte erhöht (2016: 20 %). Die Zahl der zielgerichteten Attacken nahm gegenüber der Vorjahreserhebung sogar um mehr als ein Drittel zu. Da die Nachfrage im Jahr 2017 nach Zero-Day-Exploits für industrielle Kontrollsysteme auf dem Schwarzmarkt signifikant anstieg, gehen die ICS CERT Experten von Kaspersky Lab davon aus, dass im Jahr 2018 spezifische Malware auftauchen wird, die es auf Schwachstellen industrieller Automationskomponenten abgesehen hat.

„Die deutliche Zunahme solcher Attacken weist darauf hin, dass es Cyberkriminelle vermehrt auf Unternehmen im Industriesektor abgesehen haben und daher entsprechende Malware entwickeln werden, die es speziell auf industrielle Automationskomponenten abgesehen hat“, so Kaspersky Lab.

Sicherheitsvorfälle werden meist erst verspätet entdeckt

Rund neun von zehn befragten Industrieunternehmen (87 %) bezeichneten die Cyberattacken als komplex. Das Problem: Viele der befragten Unternehmen waren auf entsprechende Szenarien nur unzureichend vorbereitet. So gaben 48 Prozent der Industrieunternehmen an keinen ausreichenden Einblick in mögliche Cyberbedrohungen zu haben, mit denen das eigene Unternehmen konfrontiert sein könnte. So ist denn auch wenig verwunderlich, dass die von Cyberattacken betroffenen Industrieunternehmen im Durchschnitt mehrere Tage (34 %) bis hin zu mehreren Wochen (20 %) benötigten, um Sicherheitsvorfälle zu entdecken.

(Un)-Sicherheitsfaktor Mensch

Angesichts der Bedrohungslage sehen die Industrieunternehmen im Bereich IT-Sicherheit Handlungsbedarf. So halten 62 Prozent der Mitarbeiter den Einsatz entsprechender Sicherheitslösungen für nötig.  Für viele Befragte ist es hiermit aber nicht getan. So führt die Hälfte der Befragten die Sicherheitsvorfälle auch auf die Nichteinhaltung von IT-Sicherheitsrichtlinien (49 %) zurück.

„Cyberangriffe auf industrielle Kontrollsysteme sind für viele zum unumstrittenen Hauptanliegen geworden“, so Andrey Suvorov, Head of Critical Infrastructure Protection Business Development bei Kaspersky Lab. „Die gute Nachricht ist, dass die Mehrheit der industriellen Marktteilnehmer weiß, welche Bedrohungen derzeit existieren und in naher Zukunft relevant sein werden. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, eine komplexe Sicherheitslösung zu implementieren, die speziell für den Schutz automatisierter industrieller Umgebungen konzipiert sowie hochflexibel und entsprechend den technologischen Prozessen der jeweiligen Organisation konfiguriert ist.“

cs/Kasperky Lab; Bild: Christiaan Colen / flickr

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