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Pressemitteilung

Creditreform Wirtschaftsindikator, 2. Quartal 2006

(PM) , 29.05.2006 - Creditreform Wirt¬schaftsindikator, 2. Quartal 2006 Leichter Rückgang auf hohem Niveau Der Creditreform Wirtschaftsindikator schwächt sich im zweiten Quartal 2006 leicht ab, bleibt aber mit einem Wert von 42,0 auf hohem Niveau. Der Rückgang geht auf eine leichte Verschlechterung des Geschäftsklimas, eine marginal erhöhte Insolvenzanfälligkeit sowie eine geringfügige Abnahme der Bonität zurück. Lediglich das Zahlungsverhalten ist besser geworden. Der Creditreform Wirtschaftsindikator verarbeitet sowohl empirisch gewonnene Konjunkturdaten als auch aktuelle Wirtschaftsinformationen aus den Creditreform Datenbanken. Dabei wird eine Indexzahl für die Gesamtwirtschaft errechnet und die Geschäftssituation von zehn Wirtschaftsbereichen bewertet. Der Creditreform Geschäftsklimaindex gab gegenüber dem Vorquartal um 3,6 Punkte nach, bleibt aber mit einem Wert von +0,5 im positiven Bereich. Der Rückgang des Index wurde durch die negativeren Einschätzungen der Unternehmen zur aktuellen Lage verursacht, während die Erwartungen der Betriebe an die zukünftige Entwicklung von Auftragseingängen, Umsatz, Ertrag und Beschäftigung optimistischer sind als zu Jahresbeginn. Pünktlichere Zahlungen Der Indikator für das Zahlungsverhalten wird im zweiten Quartal 2006 erstmals aus dem Creditreform Datenpool zum Austausch von Zahlungserfahrungen (ZaC) ermittelt. Dadurch werden Änderungen im Zahlungsverhalten noch exakter abgebildet. Die entscheidende Größe ist die mit der ausstehenden Summe gewichtete durchschnittliche Überfälligkeit in Tagen. Diese sank gegenüber dem Vorquartal um 0,41 auf 17,22. Die Außenstände haben sich leicht verringert; das Zahlungsverhalten hat sich etwas verbessert. Steigendes Insolvenzrisiko, abnehmende Bonität Der aus der Creditreform Wirtschaftsdatenbank ermittelte Creditreform Risiko Indikator (CRI), der ein Maß für die Insolvenzanfälligkeit der Unternehmen ist, stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,01 auf 2,43. Dies bedeutet, dass von 10.000 Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten 243 ein sog. Negativmerkmal, z. B. massiven Zahlungsverzug oder einen Insolvenzantrag, aufzuweisen hatten. Neben der Insolvenzanfälligkeit, hat sich auch die Kreditwürdigkeit der Unternehmen negativ entwickelt. Der durchschnittliche Bonitätsindex der über drei Millionen bewerteten Unternehmen verschlechterte sich um einen Punkt auf 257. Chemie mit bester Performance Von den zehn bewerteten Wirtschaftszweigen zeigt die Chemiebranche im zweiten Quartal 2006 die beste Performance. Sie erreicht in drei der vier Kategorien Spitzenpositionen und kommt auf einen Branchenindex von 68,1. Zu einem sehr positiven Geschäftsklima kommt eine überdurchschnittliche Bonität und ein niedriges Insolvenzrisiko. Lediglich beim Zahlungsverhalten muss sich die chemische Industrie dem Großhandel geschlagen geben. Den zweiten Platz im Branchenvergleich belegt mit weitem Abstand der Bereich Metall/Elektro, der einem Branchenindex von 52,5 erreicht. Am unteren Ende der Tabelle steht mit einem Branchenindex von 25,5 das Baugewerbe. Der vollständige Quartalsbericht kann im Jahresabonnement bei der Creditreform Wirtschaftsforschung in Neuss, Tel.: 02131/109-174 oder per E-Mail (presse@creditreform.de) bestellt werden. Die nächste Ausgabe erscheint Mitte August. Zeichen: 3.264 Neuss, 23.05.2006
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