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News, 10.06.2011
Consulting-Studie
Unternehmensberatungen agieren am Markt vorbei
Wenig innovativ, unflexible Vergütungsmodelle, schlecht auf die Zukunft vorbereit - aus Sicht von deutschen Top-Entscheidern agieren viele Top-Unternehmensberatungen nicht (mehr) auf der Höhe der Zeit, ergab jetzt eine Studie zur Beratungsbranche.
Ohrfeige für Consulting-Branche: Unternehmensberatungen erhalten von Entscheidern schlechte Noten.
Ohrfeige für Consulting-Branche: Unternehmensberatungen erhalten von Entscheidern schlechte Noten.
Das Sprichwort „ Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe“ gilt offensichtlich auch für die Consulting-Branche. Zumindest ist das Zeugnis, das deutsche Manager den Top-Unternehmensberatungen erteilen, vielfach alles andere als ein Ruhmesblatt. So sind zum Beispiel 70 Prozent der Beratungskunden der Meinung, dass Berater ihr Geschäft schlecht auf die Zukunft vorbereiten. Dass Beratungsunternehmen in der Wirtschaft etwa eine Vordenkerrolle einnehmen, sieht die große Mehrheit deutscher Unternehmen ebenfalls nicht gegeben. Dies zeigen die Ergebnisse einer Studie des MBA-Forschungszentrums an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, für die Entscheider auf Top und Senior Management-Ebene deutscher Unternehmen zur Leistungs- und Zukunftsfähigkeit der Beraterbranche befragt wurden.

Besonders zu denken muss vor allem geben, dass Beratungsunternehmen auf Entscheiderebene als wenig innovativ und zukunftsweisend bewertet werden. So sehen rund zwei Drittel der befragten Unternehmensentscheider (65%) die Beraterbranche nicht mehr als die maßgeblichen Vordenker der deutschen Wirtschaft an. „Die Fähigkeit, zukünftige Herausforderungen frühzeitig zu identifizieren und Lösungsstrategien vorausschauend zu entwickeln, wird ihnen zunehmend abgesprochen“, so das Forschungszentrum in seinem Bericht. Auch die Entlohnungsmodelle sehen viele kritisch. Rund die Hälfte der Beratungskunden stuft sie als nicht zukunftssicher ein. Kritisiert wird hier vor allem eine zu geringe Flexibilität und mangelnde Erfolgsabhängigkeit.

Darüber hinaus sieht knapp ein Drittel der Entscheider (30%) auch organisatorische Barrieren bei Beratungsunternehmen. „Der zunehmend gesättigte Beratungsmarkt lässt die wachstumsorientierten Organisationsstrukturen an Grenzen stoßen und erschwert die Rekrutierung von Top-Absolventen“, so die Studienautoren. Auch die Formen der Zusammenarbeit mit Kunden bewertet jedes vierte Unternehmen kritisch. Hauptkritikpunkt ist hier weiterhin ein zu geringer Kompetenztransfer von den Beratern hin zum Kunden. Die Beratungsangebote dagegen scheinen den Bedürfnissen der Kunden zu entsprechen: An der Zukunftsfähigkeit der Leistungsangebote der Beratungsunternehmen zweifelt nur ein knappes Zehntel der Befragten (8%).
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