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Pressemitteilung

Connected-Car-Technologie: Vernetzung neuer Wettbewerbsfaktor in der Automobilbranche

(PM) Stuttgart, 17.08.2015 - Eine Autopanne im 21. Jahrhundert? Dank moderner Technik, wie der vorausschauenden Wartung, sollen Vorfälle dieser Art künftig der Vergangenheit angehören. Auf das Mobilitätskonzept setzen in Deutschland vor allem große Automobilhersteller, wie BMW, Daimler und Audi. Die Systeme werden überwiegend in Modelle der mittleren Oberklasse verbaut. Für viele Kunden – vor allem die junge Zielgruppe – ist das Angebot deshalb noch unerschwinglich. Trotzdem spielt die Vernetzung beim Endkunden eine große Rolle. Laut einer aktuellen Branchenstudie von McKinsey würden 20 Prozent der Kunden die Hersteller-Marke wechseln, wenn sie dadurch an bessere Connectivity-Angebote gelangen. On- oder Offline wird somit künftig zum Wettbewerbsfaktor in der Branche.

Ein Auto zu entwickeln und zu verbessern ist ein Prozess, der heute nicht mehr mit der Auslieferung endet. Hersteller wollen auch wissen, wie sich das Produkt „auf der Straße“ macht, wie es reagiert, wo es Probleme gibt und auf was sie bei Neuentwicklungen achten müssen. Moderne Technologien, wie Big Data, Analytics und Applikationen aus der Cloud, machen das für den OEM überhaupt erst möglich. Der Endkunde kann heute per Smartphone-App überprüfen, wie es um den Zustand seines Fahrzeugs bestellt ist. Alternativ teilt ihm die Vertragswerkstatt direkt wichtige Informationen mit, die auf Wunsch die Daten per eingebauten Modul aus der Ferne auslesen kann. Dabei lässt sich feststellen, ob bei einem Auto ein Ölwechsel ansteht oder die Batterie gewechselt werden muss. Der Kunde soll das Gefühl haben, das Fahrzeug weiß, was es braucht und kümmert sich selbst darum.

Big Data „over-the-air“

Dank moderner Sensoren kann das Auto Daten über den eigenen Zustand ermitteln. Diese werden über ein eingebautes Steuergerät an den Service des Herstellers übertragen. Was früher standardisiert in der Werkstatt am Auslesegerät gemacht wurde, ist heute also „over-the-air“ möglich. Der Hersteller bekommt Daten über Verschleiß, Mängel oder andere Auffälligkeiten am Fahrzeug. Ebenso kann der Service aus der Ferne defekte Software zurücksetzen und neu starten. Diese Datenübermittlung ermöglicht schnellere Fahrzeugdiagnosen als das bislang möglich war. Fehler bei Serienfertigungen, werden so zügig erfasst und Rückrufaktionen können ebenso schnell verbreitet werden.

Mehr Kundenzufriedenheit und planbarer Service

Das Auto fungiert mit Telematik-Technologie einerseits als Empfänger der Informationen, ist aber auch dazu in der Lage, Daten selbst zu übermitteln. „Der Transfer passiert im Hintergrund, der Fahrer soll sich schließlich auf den Verkehr konzentrieren“, erklärt Florian Leicher-van Deun, Telematik-Spezialist bei der Sulzer GmbH, „alles, was im Fahrzeug elektrisch funktioniert, kann ausgelesen werden. Die IT-Experten können dem Auto ‚sagen‘, welche Informationen es senden soll und wie oft.“ Durch den Datenaustausch aus der Ferne weiß die Werkstatt schon vor Ankunft des Kunden, welche Einzelteile für die Wartung benötigt werden und kann diese vorab bestellen. Zum Kundentermin sind die Teile vor Ort und können ohne Zeitverlust eingebaut werden. Der Fahrer muss keine langen Wartezeiten oder gar den Verlust seines Fahrzeugs in Kauf nehmen.

Dieser unkomplizierte Service stärkt die Kundenzufriedenheit. Die Vertragswerkstatt wiederum ist optimal auf die Lösung der technischen Probleme vorbereitet und kann zügig helfen. Das verschlankt die Prozesse des Herstellers. Reparaturen werden planbar und somit für alle Beteiligten günstiger.

Technologieschub durch eCall

Aber welcher Endkunde kann sich diese Technologie überhaupt leisten? Bisher nur, wer einen 5er BMW oder eine Mercedes E-Klasse für erschwinglich hält. „Für einen OEM ist der technische Aufwand zur Einführung von Teleservices sehr hoch und muss dem Nutzen gegenüber stehen“, so der Telematik-Fachmann. Ab nächstem Jahr müssen alle Hersteller eCall in ihre Fahrzeuge integrieren. Die Technik ist der der vorausschauenden Wartung sehr ähnlich. „Durch eCall müssen sich alle OEMs mit Telematik beschäftigen. Dadurch werden neue Weichen für die Zukunft gestellt“, weiß der Spezialist.

Wie schnell sich der Markt entwickelt, hänge aber laut Leicher-van Deun von allen Parteien ab, die sich jetzt auf dem Connected Car-Markt treffen. Das sind neben Automobilherstellern und Zulieferern auch Telekommunikations- und Softwareunternehmen. Hierzu seien in Zukunft Gespräche und Abstimmungen zwischen allen Beteiligten notwendig und wichtig. Nur so könnten im Interesse aller, neue Innovationen für die Branche entstehen.
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