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News, 10.01.2017
Cloud-Trends
Prognosen für das Cloud Computing-Jahr 2017
Das Cloud Computing hat 2016 seinen Siegeszug in Unternehmen fortgesetzt. Auch bei Privatanwendern ist die Nutzung Cloud-basierte Dienste mittlerweile Alltag. Der Cloud-Dienstleister Rackspace hat einen Ausblick auf das Cloud Jahr 2017 gewagt.
Im Jahr 2017 heißt es nicht mehr Public oder Private Cloud, sondern mehr denn je "sowohl als auch". (Bild: panthermedia.net / U Pixel)
Im Jahr 2017 heißt es nicht mehr Public oder Private Cloud, sondern mehr denn je "sowohl als auch". (Bild: panthermedia.net / U Pixel)
Im Jahr 2016 hat das Cloud Computing als Schlüsseltechnologie für Unternehmensnetze, internetbasierte Rechenzentren und Software-as-a-Service (SaaS)-Dienste weiter an Stellenwert gewonnen. Und der Trend zu schlanken, flexiblen, effizienten und skalierbaren IT-Infrastrukturen treibt den Cloud-Boom weltweit weiter an. Der Managed-Cloud-Spezialist Rackspace hat einen Blick in die Cloud-Glaskugel gewagt und dabei für 2017 folgende Entwicklungen in Sachen Cloud Computing identifiziert:

1.) Verwaltung von Kerngeschäften wird zum bestimmenden Thema der Open-Source-Infrastruktur

Da Unternehmen unterschiedliche Open-Source-Plattformen einsetzen, sehen sie sich mit zunehmend unüberwindbaren operativen Herausforderungen konfrontiert. „Alles muss effizient, sicher und zuverlässig zusammenarbeiten. Wir nähern uns bei der Einführung von Open Source einem neuen kritischen Moment. Der Schwerpunkt liegt nicht mehr länger auf der Entwicklung von Software, sondern darauf, die Software erfolgreich zu nutzen“, so Scott Crenshaw, SVP Product and Strategy bei Rackspace. Damit steht eine neue Ära bevor, in der operations die Vorherrschaft unter den größten Open-Source-Herausforderungen haben werden.

2.) Multi-Cloud ist Realität

Die Kombination von öffentlichen ("public") und privaten Clouds hat sich durchgesetzt. In diesem Kontext ermöglichen große Cloud-Provider wie Rackspace, VMware und Microsoft nun auch die Nutzung mehrerer Cloud-Anbieter, um Hand in Hand mit verschiedenen Cloud-Implementierungen zu arbeiten. Diesen Trend zur „Multi-Cloud“ wird sich 2017 weiter verstärken. „Diverse Clouds erfüllen verschiedene Bedürfnisse für unterschiedliche Unternehmen und wir merken, dass die meisten Unternehmen sich verschiedener Clouds über mehrere Regionen hinweg und für unterschiedliche Anwendungsfälle / Workloads bedienen werden“, so Kaushik Balasubramanian, Sr. Director VMware practice bei Rackspace, „Die Kosten für die Migration eines älteren Workloads in eine Cloud, weg vom Kundenrechenzentrum, könnte unwirtschaftlich sein.“

3.) Sicherheit wird sich vollständig von der reinen IT-Funktion zum "integrierten Business Enabler" entwickeln

Das Thema Sicherheit wird technologisch dynamischer und geschäftskonzentrierter werden. „Ein umfassendes Verständnis für die geschäftlichen Auswirkungen von Daten und Systemen, die wir schützen, wird eine effektive Automatisierung in effizienten zero-trust-environments ermöglichen, die nur wenige oder keine standing permissions erlauben“, so Daniel Clayton, Director of Operations, Rackspace Managed Security.

4.) OpenStack wird die API für das softwaredefinierte Rechenzentrum werden


Im Jahr 2017 wird die Sammlung von OpenStack-Projekten eine der am schnellsten wachsenden Open-Source-Communities der Welt darstellen und die Position als De-facto-Standard für den Aufbau privater Clouds bestmöglich behaupten. Das liegt unter anderem daran, dass die OpenStack-Community 2017 die 15. und 16. Hauptversion der integrierten Projekte (Ocata und Pike) liefert. Die Stärke von OpenStack ist weiterhin die API – ein Standard-Interface, dass es Benutzern und Systemen erlaubt mit allen Arten von Infrastrukturen zusammenzuarbeiten – einschließlich Computer-, Netzwerk-, Speicher- und anderen Fabric-Services. Bryan Thompson, Rackspace-General Manager OpenStack Private Cloud, ist sich sicher: „Wenn sich immer mehr Organisationen OpenStack zu Nutze machen, um ihre privaten Clouds zu versorgen, werden sie das Potenzial des softwaredefinierten Rechenzentrums und die damit verbundene Flexibilität und Innovation erkennen.“

5.) Fokus verlagert sich auf Anwendungen

Die Anwendungsautomatisierung wird an Bedeutung gewinnen. Dies wird eine Fokusverlagerung von der Infrastruktur auf die Applikation ins Rollen bringen. Container werden mehr Mainstream-/Produktions-Adoptionen erleben, während es Experimente mit einer serverlosen Architektur geben wird, wie beispielsweise AWS Lambda, prognostiziert Prashanth Chandrasekar, Vice President & GM, Fanatical Support for AWS.

6.) Serverlose Architektur

2017 könnte das Jahr werden, in dem die serverlose Datenverarbeitung den Durchbruch erfährt, prognostiziert John Engates, Chief Technology Officer bei Rackspace. Dies bedeutet für Entwickler eine deutliche Erleichterung. Eine serverlose Architektur bezieht sich auf Anwendungen, die von Drittanbieterservices abhängig sind (Backend-as-a-Service) oder von benutzerdefinierten Codes (Function-as-a-Service). "Serverlos ist natürlich eine falsche Bezeichnung. Es wird immer Server geben“, so Engates. „Was serverlos wirklich bedeutet, ist, dass Entwickler sich nicht mehr um die Infrastruktur kümmern müssen“, erklärt der Technologie-Chef. Und da diese Barrieren für den Einstieg in das Internet der Dinge („Internet of Things“, kurz: IoT) stetig kleiner würden, werden Engates nach auch weiterhin neue Player und deren Geräte auf diesem schier unendlichen Markt mitmischen.“

7.) Fortschrittliche Workloads in Microsoft Azure sind primärer Katalysator, um Daten-Überlauf in Azure voranzutreiben

Technologische Fortschritte in Azure, wie etwa die Cortana Intelligence Suite, Machine Learning und das Azure Security Center, werden durch standardmäßig bestehende Vorteile Workloads in Azure in einer größeren Anzahl ermöglichen. „Der Hauptvorteil beim Wechsel zur Public Cloud lag bislang in der DevOps-Transformation und der DataCenter-Konsolidierung. Zu den Begünstigten zählte in erster Linie die IT-Community innerhalb eines Unternehmens“, so Jeff DeVerter, CTO of Microsoft Technologies. Diese Entwicklungen werden erhebliche Auswirkungen auf alle Bereiche eines Unternehmens haben. Dies geschieht durch ihre charakteristischen Tools zum dynamischen Data-Mining, durch das Lernen aus Aktionen aller Art (nicht nur von Maschinen) und die sichere Verwahrung von Daten und Ergebnissen. „Die Microsoft-Cloud ist nicht nur darauf ausgerichtet Datenverarbeitung effizienter zu gestalten – sie wird den Geschäftsbetrieb, so wie wir ihn kennen, transformieren“, konstatiert Deverter.

8.) Mit der Veröffentlichung von Microsoft Azure Stack wird Azure zur Cloud der Wahl für Unternehmens-Workloads

Da die Gürtel in allen IT-Organisationen enger geschnallt werden und tiefgreifende IT-Kompetenzen knapp sind, werden IT-Organisationen die Gelegenheit nutzen, Azure – öffentlich und privat – als Plattform der Wahl zu standardisieren. „Da der Azure Stack-Code in erster Linie aus der gleichen Codebasis wie Azure stammt, werden Unternehmen in der Lage sein, ihre eigenen APIs und nativen Azure-Funktionen für ihre privaten Cloud-Anforderungen zu standardisieren“, so DeVerter. „Diese beiden Produkte werden IT-Organisationen ein nie dagewesenes Maß an Effizienz und Leistungsfähigkeit bringen.“

9.) "Das Internet der Dinge" im eigenen Haus

Immer mehr Menschen weltweit werden innerhalb der eigenen vier Wände mit Geräten reden. Bereits 2017 werden entsprechende Technologien in vielen Privathaushalten Einzug halten. „Man kann Amazon.com nicht mehr aufrufen ohne Werbung für ‚Echo‘ zu sehen – den Audio-Zylinder des Unternehmens, der immer mit der Cloud verbunden ist und mit seinen Besitzern als Alexa per Sprache interagiert. Sie können mit Google Home über Google Assistant sprechen und ihrer Xbox mit Cortana Befehle geben“, so Engates. „Ich glaube nicht, dass wir lange warten müssen, bis Microsoft etwas Ähnliches für das ganze Haus entwickelt. Apple arbeitet ebenso eifrig an einem Home-Device mit dem Siri Voice-Assistenten als Grundlage, um mit Echo zu konkurrieren“, so der Rackspace-CTO. Und auch das Auto bleibt nicht außen vor. Hier wird sich das Armaturenbrett künftig wie ein ganz normales Gerät verhalten und mit permanenter Wi-Fi Verbindung ausgestattet sein, prognostiziert Engates: „Tesla bringt mit seinem Tesla 3 nächstes Jahr sogar ein erschwingliches Auto mit entsprechender Technologie auf den Markt, während sich Chevy mit dem Chevrolet Bolt mit Tesla einen harten Wettkampf liefern wird.“

cs/Rackspace
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