VOLLTEXTSUCHE
News, 08.09.2015
Cloud-Studie
Zweite Cloud Computing-Welle steht bevor
Cloud Computing ist in Unternehmen weiter auf dem Vormarsch: Einer Studie nach gewinnt die Cloud jetzt auch als Innovations- und Wachstumstreiber immer stärker an Bedeutung.
Am populärsten sind sog. Hybrid-Cloud-Modelle, die die Vorzüge von Private Clouds und Public Clouds verbinden.
Am populärsten sind sog. Hybrid-Cloud-Modelle, die die Vorzüge von Private Clouds und Public Clouds verbinden.
Das Cloud Computing ist weltweit auf dem Sprung, in Unternehmen seine Rolle und Bedeutung auszuweiten: Nachdem die Cloud bislang vor allem als Instrument zur Steigerung der Effizienz und Kostenreduktion gesehen wurde, rückt das Cloud Computing jetzt auch vermehrt als Treiber für Innovationen und Wachstum sowie als Motor der digitalen Transformation bei Unternehmen in den Blickpunkt. Das geht aus einer aktuellen Studie im Auftrag des Netzwerkausstatters Cisco hervor, für die das IT-Marktforschungsunternehmen IDC weltweit 3.643 IT-Entscheider aus 17 Ländern, darunter 200 Führungskräfte in Deutschland, befragt hat. Danach erwartet selbst im Cloud-kritischen Deutschland jeder zweite Entscheider durch die Nutzung von Cloud-Technologien signifikante Umsatzsteigerungen (47 %). Viele Cloud-Vorhaben stecken allerdings noch in die Kinderschuhen. So gaben 40 Prozent der Unternehmen in Deutschland an, bezogen auf den Cloud-Einsatz noch keine Strategie zu haben.

Weitreichende Cloud-Strategien noch eher selten


Was das Niveau der Cloud-Strategien angeht, sind diese bisher nur bei einer Minderheit der Unternehmen ausgereift. Lediglich 21 Prozent der Unternehmen in Deutschland verfügen über eine Cloud Computing-Strategie auf hohem Niveau. Damit liegt Deutschland, was den Reifegrad der Cloud Computing-Nutzung angeht, international im Mittelfeld. An der Spitze stehen hier die USA. Hier verfügt bereits gut jedes dritte Unternehmen (34 %) über eine Cloud-Strategie auf hohem Niveau. Dahinter folgen Lateinamerika (34 %), vor Großbritannien (27 %) und Frankreich (22 %). Australien und Kanada (jeweils 19 %), Südkorea (18 %) sowie die Niederlande (17 %) liegen dagegen etwas hinter Deutschland. Japan hinkt dagegen bei der Cloud Computing-Nutzung noch stark hinterher: Hier verfügen aktuell erst neun Prozent der Firmen über eine Cloud-Strategie auf hohem Niveau.

Meist gewählte Cloud Computing-Nutzungsvariante ist in Deutschland das sogenannte Private Cloud-Modell. Diese Nutzungsform, bei der die Cloud vom Unternehmen selbst betrieben wird, befindet sich bei knapp der Hälfte der befragten Unternehmen (45 %) im Einsatz oder aktuell in Planung. Öffentliche Clouds, sogenannte Public Clouds, nutzen oder planen zur Nutzung dagegen aktuell nur 38 Prozent. Die meisten Unternehmen aber auf ein kombiniertes, sogenanntes hybrides Cloud-Modell, das die Vorzüge selbstbetriebener („private) Clouds mit denen öffentlicher („public“) Clouds verbindet. Zwei Drittel der befragten Unternehmen, die Cloud Computing nutzen, verfolgen diese Strategie. Knapp die Hälfte setzt hier auf Workload-Portabilität zwischen Public und Private Cloud, etwas mehr als die Hälfte auf eine Mischung aus Public Cloud, Private Cloud und dedizierter Infrastruktur.

Bei der Hybrid Cloud erwarten Unternehmen vor allem, dass sich die Workloads automatisch zwischen den Providern in Bezug auf Ort, Richtlinien und Governance migrieren lassen (57 %). 46 Prozent haben Sicherheitsbedenken bei der Nutzung von Public Clouds und 31 Prozent nutzen portable Workloads mit automatischem Lastenausgleich zwischen Public und Private Clouds. „In unseren Gesprächen mit Kunden hören wir immer wieder, dass sie vor allem Private und Hybrid Clouds einsetzen möchten, aufgrund der erwarteten höheren Sicherheit, Performance, Kontrolle und dem besseren Datenschutz“, so Nick Earle, Senior Vice President Global Cloud and Managed Services Sales bei Cisco Systems.

Wichtigste Ziele: Kostenoptimierung und mehr Umsatz


Durch die stärkere Cloud-Nutzung erwarten die deutschen Unternehmen vor allem eine verbesserte Strategie bei der Verteilung des IT-Budgets (51 %) und Umsatzsteigerungen (47 %). Ein gutes Viertel (26 %) verfolgt zudem Verbesserungen bei der Einhaltung von Service Level Agreements (SLA).

Vielfach werden die Erwartungen beziehungsweise Ziele, die mit Cloud-Einsatz einhergehen, auch erfüllt. So ergaben weltweite Studien von IDC, dass jede Cloud-basierte Applikation im Schnitt  in Unternehmen zu einem Mehrumsatz von 1,4 Millionen Euro führt. „Größtenteils durch verbesserte Innovationen sowie durch das Internet der Dinge“, so Cisco. Hinzu kommen zugleich Kosteneinsparungen von im Durchschnitt 1,1 Millionen Euro. Grund für die Kosteneinsparungen sind vor allem eine verbesserte Agilität (49 %) und Steigerung der Mitarbeiterproduktivität (28 %). Weitere kostenmindernde Aspekte sind eine stärkere Risikovermeidung (9 %), geringeren Infrastrukturkosten (8 %) und Vorteile durch die Nutzung von Open Source-Software (5 %).

cs/Cisco
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG