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News, 22.01.2007
Management (allgemein)
Chefs im Mittelstand sind die besseren Manager – Konzernchefs in der Kritik!
Vorstände und Geschäftsführer von deutschen Großkonzernen mussten in letzter Zeit von allen Seiten viel Kritik über sich ergehen lassen. Geht es nach der Meinung deutscher Führungskräfte, ist diese Kritik vollkommen berechtigt. Demgegenüber durchweg gute Noten erhalten die Firmenchefs von Unternehmen im Mittelstand.
Wie gut sind Deutschlands Konzernmanager wirklich? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, befragten die Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company und die Financial Times Deutschland (FTD) im Rahmen des siebten „Managerpanel“ deutsche Führungskräfte zu den wirtschaftlichen und charakterlichen Fähigkeiten der Vorstände und Geschäftsführer in deutschen Großunternehmen (mehr als 500 Millionen Euro Jahresumsatz).

Wie die Umfrage zeigt, scheint der weit verbreitete Vorwurf, die Konzerne würden ihrer sozialen Verantwortung nicht genügend Rechnung tragen, auch unter deutschen Führungskräften mehrheitlich Zustimmung zu finden. So erzielten die Top-Manager gerade in der Disziplin „soziale Verantwortung“ von 62 Prozent der befragten Führungskräfte ausschließlich negative Bewertungen. Weiterhin schlechte Schulnoten erhielten die Vorzeige-Manager darüber hinaus von 49 Prozent der Befragten in puncto „persönliches Image“ sowie im Bereich „Personalführung“, die von nur 13 Prozent als „gut“ oder „sehr gut“ beurteilt wurde. Alleinig in der Disziplin „unternehmerische Qualität“ konnten die Konzernmanager mit guten oder sehr guten Noten mehrheitlich (50 Prozent) bei den Führungskräften überzeugen. Mit einem Notenschnitt von 2,88 ebenfalls als „zufriedenstellend“ beurteilten die deutschen Führungskräfte insgesamt auch das „internationale Niveau“.

Ein ganz anderes Bild zeigt sich bei der Beurteilung deutscher Firmenchefs von mittelständischen Unternehmen. Angefangen von den unternehmerischen Fähigkeiten, die von 77 Prozent der Führungskräfte als „gut“ oder „sehr gut“ bewertet wurden, bis hin zu den Disziplinen „soziale Verantwortung“ (58 Prozent), „Personalführung“ (52 Prozent) und „Image“ (51 Prozent) erhielten die mittelständischen Chefs durchweg gute Durchschnittsnoten und hatten gegenüber ihren Kollegen aus den Führungsetagen deutscher Großkonzerne in fast allen Bewertungsfeldern (Ausnahme: „internationales Niveau“) klar die Nase vorn.

Wenngleich „die Kollegen-Schelte“ angesichts der derzeit negativen Berichterstattung über einige exponierte Führungspersönlichkeiten nicht frei von Populismus sei, so Klaus Aden, geschäftsführender Gesellschafter der LAB & Company, zu den Ergebnissen der Umfrage, zeigten diese doch die faktisch „abnehmende Identifikation deutscher Top-Manager mit Großunternehmen und deren Verantwortlichen“. In diesem Zusammenhang, so Aden weiter, sei es an der Zeit für eine Image-Initiative der Führungselite, die den Abbau von Fehlern, mehr Transparenz und eine verbesserte Kommunikation beinhalten müsse.

Wie weit der Image- und Glaubwürdigkeitsverlust der Großunternehmen und Konzerne mittlerweile vorangeschritten ist, zeigt indes eine repräsentative Bevölkerungsumfrage von EMNID, die von Ende April bis Ende Mai 2006 durchgeführt wurde. Befragt, wem gegenüber die Umfrageteilnehmer Vertrauen hätten, verwiesen 93,9 Prozent auf die eigenen Familienmitglieder, 90,3 Prozent auf Freunde und jeweils rund 56 Prozent auf die Nachbarn und Arbeitskollegen. Während jedoch immerhin weitere 43,4 Prozent der Befragten „mittelständische Unternehmen“ als vertrauenswürdig einstuften, schmolz der Anteil derer, die den „großen Wirtschaftsunternehmen“ vertrauen, auf magere 11 Prozent. Demnach genießen selbst die Europäische Union (13,6 Prozent) und der Bundestag (14,27 Prozent) mehr Vertrauen als die Großkonzerne dieser Welt.

Die Ergebnisse des siebten "Managerpanel" im Überblick erhalten Interessenten auch über den nachfolgenden Hyperlink "zum Download".

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