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Pressemitteilung

CAST-Softwarequalitätsstudie deckt versteckte IT-Kosten in Millionenhöhe auf

Durchschnittlich 3,6 Millionen US$ „Technical Debt“ in Anwendungen mit einer Million Codezeilen
(PM) München, 15.12.2011 - CAST, das weltweit führende Unternehmen für Softwareanalyse und –messung, gab vor wenigen Tagen die Ergebnisse des CAST Report on Application Software Health (CRASH) bekannt. Demzufolge drohen Unternehmen Belastungen in Millionenhöhe durch die so genannte „Technical Debt“. Damit werden Kosten zur Behebung verborgener Fehler in Anwendungen bezeichnet, die zu hohen Verlusten führen können, sobald die Applikationen in Betrieb gehen. Derartige Reparaturkosten sind jedoch in keinem Budget vorgesehen.

„Durch die Anzahl der Softwarepannen und -ausfälle sowie Sicherheitsverstöße, die in diesem Jahr in der Presse gemeldet wurden, und durch den Schaden, den sie dem Ruf von Toyota, Sony und RIM ganz zu schweigen von der US-amerikanischen Regierung und zahlreichen Banken und Börsen auf der ganzen Welt, zugefügt haben, sind Probleme mit der strukturellen Qualität von Anwendungssoftware zum Vorstandsthema geworden“, sagt Dr. Bill Curtis, Chief Scientist von CAST und Direktor des Consortium for IT Software Quality. „Die Worldwide Application Software Quality Study von 2011 soll als objektive, empirische Grundlage dienen, um die strukturelle Qualität von IT-Anwendungen und das Ausmaß ihrer strukturellen Schwachstellen zu erörtern. Wir haben zahlreiche Probleme aufgedeckt, die man vor der Bereitstellung von Applikationen hätte lösen müssen. Das ist in etwa so, als ob man Termiten ignorieren würde, die das Fundament Ihres Hauses zerstören.“

Die Studie ist bislang die größte ihrer Art und beruht auf automatisierten Analysen zur Messung der strukturellen Qualität von 365 Millionen Zeilen Code in 745 IT-Applikationen, die von 160 Unternehmen in 10 Branchen eingesetzt werden. Fünf „Gesundheitsfaktoren“ von Anwendungssoftware wurden durch Feststellung des strukturellen Zustands der Anwendungen untersucht: Sicherheit, Performance, Robustheit (d. h. verfügbare Betriebszeit) sowie die Verständlichkeit und Änderbarkeit der Software. Anhand der aus der automatisierten Strukturanalyse gewonnenen Daten erstellte CAST eine konservative Schätzung der Schwachstellen, wobei nur die Bereiche im Vordergrund standen, die in puncto Unternehmenskosten und -risiko entscheidend waren.

„Unsere Untersuchungen ergaben trotz des konservativen Ansatzes eine durchschnittliche Technical Debt von 3,61 US$ pro Codezeile“, berichtet Dr. Curtis. „Eine beträchtliche Anzahl der in der Studie untersuchten Anwendungen, nämlich 15 %, bestand aus mehr als einer Million Zeilen Code. Das heißt, dass selbst die kleinste dieser Anwendungen mit einer Technical Debt von über 3,6 Millionen US$ belastet ist.“

David Norton, Gartner-Analyst, schrieb diesen Monat in seinem Blog über die Zeitbombe der Technical Debt: „Sie explodiert nicht gleich mit einem großen Knall, sondern brennt ganz langsam ab. Veränderungen brauchen immer länger, und die Betriebsausgaben schrauben sich immer höher. Das ist keine einzelne Katastrophe, sondern ein langsamer Tod auf Raten.“

Dr. Curtis erklärt, dass mehr als ein Drittel (35 %) der in der Studie aufgedeckten Verstöße das Unternehmen schädigen, da sie sich nachteilig auf die Sicherheit, Leistung und Betriebszeit der Anwendungssoftware auswirken. Dr. Curtis kommentiert hierzu: „Die Technical Debt ist in zweierlei Hinsicht problematisch, weil sie für Softwarereparaturen Finanzmittel abzieht, die für IT-Innovationen vorgesehen waren. Die Konsequenz: Es ist weniger Geld für die Entwicklung neuer Anwendungen übrig, mit denen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil erzielen können. Und die neuen Anwendungen, die eben diesen Vorsprung verschaffen sollten, sind mit einem erhöhten Risiko behaftet. Damit wird die Technical Debt zweifelsohne ein für CIOs und CEOs gleichermaßen maßgeblicher Erfolgsfaktor.“

Weitere Erkenntnisse der Studie:

• Trotz gegenteiliger Erwartungen war bei outgesourcten und intern entwickelten Applikationen kein Unterschied in der strukturellen Qualität festzustellen. Dasselbe gilt für Onshore- und Offshore-Anwendungen.

• Java EE-Anwendungen, die innerhalb der Studie vorherrschend waren, erhielten deutlich niedrigere Leistungsbewertungen und waren mit einer größeren Technical Debt belastet als andere Sprachen.

• Etablierte Entwicklungsmethoden wie Agile und Waterfall schnitten hinsichtlich der strukturellen Qualität erheblich besser ab als benutzerspezifische Methoden. Dabei erzielte Waterfall die höchste Punktzahl in Sachen Übertragbarkeit und Veränderlichkeit.

• COBOL-Applikationen erhielten die besten Sicherheitsbewertungen, .NET-Anwendungen hingegen die niedrigsten.

Die Zusammenfassung der CRASH-Studie 2011 erhalten Interessierte im Internet über das CAST Research Lab auf research.castsoftware.com oder direkt telefonisch bei der CAST GmbH in München unter der Rufnummer 089 / 21589-434.
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