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Buchführung und Personalverwaltung in Russland

(PM) Moskau, 22.11.2011 - Russische Buchführung ist im Vergleich zur westlichen Praxis weitaus komplexer und bürokratischer. Ihre Regeln beschränken sich nicht auf die zahlenmässige Erfassung und Einordnung wirklicher unter-nehmerischer Geschäftsvorgänge. Vielmehr schliesst sie eine Unzahl von Dokumentations-vorschriften ein, deren Sinn logisch oft nicht nachvollziehbar ist. Dies bedeutet für Repräsentanzen und Tochtergesellschaften ausländischer Firmen einen hohen Verwaltungsaufwand.

Jedem in Russland registrierten Unternehmen ist die Buchhaltungs-pflicht vom Zeitpunkt seiner Gründung per Gesetz auferlegt. Dies gilt unabhängig davon, ob es seine gewerbliche Tätigkeit bereits aufge-nommen hat und Umsätze erwirtschaftet oder nicht.

Zu den klassischen Unterlagen der russischen Buchführung gehören die Rechnung, die Rechnungs-Faktura und das Übergabeprotokoll. Die Rechnung allein genügt nicht als Buchhaltungsdokument und für steuerliche Zwecke. Ihr müssen immer zwei weitere Papiere beiliegen. Einmal die Rechnungs-Faktura, in der die im Rechnungsbetrag enthaltene Umsatzsteuer separat ausgewiesen wird. Zum anderen das so genannte Übergabeprotokoll für erbrachte Leistungen oder Warenlieferungen.

Verwaltungsakte im russischen Personalwesen

Ähnlich sieht es bei der Verwaltung von Personal aus, die in der Regel von der Buchhaltung ausgefьhrt wird. Als überaus anspruchsvoll gilt dabei die Berechnung der Gehälter. Sie müssen mindestens zweimal im Monat ausgezahlt werden. Noch komplizierter wird es, wenn ein Mitarbeiter Urlaub nimmt. Das Urlaubsgeld wird auf Grundlage des Durchschnittsgehalts der letzten zwälf Monate ermittelt und schließt Prämien, Gehaltserhцhungen und dergleichen ein. Ein Arbeitnehmer hat Anspruch auf mindestens 28 Kalendertage Urlaub im Jahr. Verteilt er diese günstig, können sie mehr als 20 Arbeitstage umfassen. Es besteht für ihn auch die Möglichkeit, Urlaubstage ins nächste Jahr hinein zu verlegen.Bei Einstellung, Entlassung und Urlaubsantritt sind neben den Standardunterlagen wie Arbeitsvertrag, Kündigung und Urlaubsantrag noch interne Anweisungen anzufertigen und durch den Generaldirektor zu unterzeichnen.

Für jeden Monat muss eine Aufstellung der Anwesenheits-, Abwesenheits- und Krankheitstage aller Beschäftigten vorliegen. Zudem ist für jeden von ihnen ein Arbeitsbuch mit Angabe seiner Position, des Beschäftigungszeitraums und des Entlassungsgrundes zu führen. Die Arbeitsbücher werden wiederum in einem Journal zusammengefasst.

Abgaben auf Löhne und Gehälter in Russland

Dem Arbeitgeber obliegt die Pflicht, die Einkommenssteuer seiner Beschäftigten an das Finanzamt abzuführen. Diese wird von ihm berechnet, einbehalten und am Tag der Gehaltsauszahlung entrichtet. Zusätzlich muss das Unternehmen diese Daten in regelmäßigen Abständen an die Steuerbehörde weiterleiten und am Ende eines jeden Steuerjahres eine Auflistung aller für einen Mitarbeiter abgezogenen Steuern einreichen.

Die Sozialversicherungssteuer auf Löhne und Gehälter in Russland trägt vollständig der Arbeitgeber. Das aktuell gültige Modell trat am 1. Januar 2010 in Kraft, wobei seine heutigen Sätze sowie eine Reihe weiterer Änderungen erst zu Beginn dieses Jahres wirksam wurden. Auf Jahreseinkommen von bis zu 415.000 Rubel (ca. 10.000 EURO) fallen monatliche Abgaben in Höhe von 34 Prozent an. Darin enthalten sind Zahlungen an den

• Rentenfond, in Höhe von 26 Prozent,

• Sozialversicherungsfond, in Höhe von 2,9 Prozent,

• Bundesfond der Krankenversicherung, in Höhe von 2,1 Prozent

• Regionalfond der Krankenversicherung, in Höhe von 3 Prozent

Jedes Quartal muss von Seiten des Arbeitgebers an die genannten Fonds Bericht über die gezahlten Beiträge erstattet werden. Eine weitere von ihm zu zahlende Pflichtabgabe ist die Betriebsunfallversicherung. Abhängig von der Einstufung der Branche bzw. des Arbeitsplatzes nach einer Gefährdungsskala, bewegt sich diese zwischen 0,2 und 8,5 Prozent des Mitarbeitereinkommens.

Fazit

Zur sachgemäßen Handhabung der russischen Buchhaltung und Personalverwaltung sollte man nichts dem Zufall überlassen. Sie gehört gut geschulten Fachkräften anvertraut – entweder durch die Einstellung eines hochqualifizierten Hauptbuchhalters oder die Auslagerung an eine auf die russische Buchhaltung spezialisierte Outsourcingfirma.
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