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News, 04.08.2010
Branchenstatistik
Umsatz im Einzelhandel leicht gesunken
Der deutsche Einzelhandel hat im Juni weniger umgesetzt als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legte der Einzelhandelsumsatz aber zu. Für das nächste Halbjahr indes zeigt sich der Einzelhandel optimistisch.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilte, erzielte der deutsche Einzelhandel im Juni unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal 1,1 Prozent und real 0,9 Prozent weniger Umsatz als im Mai. Auf Jahressicht gesehen stieg jedoch der Umsatz an und lag um nominal 3,8 Prozent und real 3,1 Prozent über dem Niveau von Juni 2009. Das geht aus einer Auswertung der Daten von sieben Bundesländern hervor, in denen etwa 76 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden. „Allerdings hatte der Juni 2010 mit 26 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Juni 2009“, so das Bundesamt in seinem Bericht.

Am stärksten legte der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln zu, der im Juni nominal 5,4 und real 5,1 Prozent mehr Umsatz erzielte als im Vergleichszeitraum 2009, wobei alle untersuchten Handelssparten den Juni binnen Jahresfrist mit einem Plus abschlossen. Das höchste Umsatzplus verzeichnete der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren mit einem nominalen Zuwachs gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,6 Prozent (real: 8,2%). Ebenfalls deutliche Zugewinne erzielten der sonstige Einzelhandel (bspw. Bücher, Schmuck) mit einem nominalen Plus von 6,0 Prozent (real: 6,0%) sowie die Einzelhandelssparte Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte und Baubedarf, die den Juni mit Jahresplus von 5,7 Prozent beschloss (real: 7,3%). Im pharmazeutischen, medizinischen und kosmetischen Einzelhandel lagen die Umsätze nominal 3,5 Prozent (real: 3,1%), im Einzelhandel mit verschiedenen Waren (bspw. Kaufhäuser) um nominal 3,3 Prozent (real:  2,8%) und im Internet- und Versandhandel um nominal 1,9 Prozent (real: 1,2%) über dem Vorjahresmonat.

Im Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren stieg der Umsatz im Juni binnen Jahresfrist um nominal 1,7 Prozent und real 1,0 Prozent. Bezogen auf die jeweiligen Sparten fiel die Umsatzentwicklung jedoch gegenläufig aus: Während Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte im Juni ein Jahresplus von nominal 1,9 Prozent und real 1,2 Prozent erzielten, verzeichnete der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln gegenüber dem Vorjahresmonat ein leichtes Umsatzminus (nominal: -0,5%; real: -0,7%).

Trotz der im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat gesunkenen Umsätze bewerteten die deutschen Einzelhändler im Juli ihre geschäftlichen Perspektiven im kommenden Halbjahr dem jüngsten Ifo-Geschäftsklimaindex zufolge so gut wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Was die Urteile zur aktuellen Geschäftslage angeht, kletterte der Indikator im Juli sogar auf einen langjährigen Höchststand.

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