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News, 16.06.2010
Branchenstatistik
Abwärtstrend im deutschen Handwerk setzt sich fort
Das Warten auf den Aufschwung geht im deutschen Handwerk weiter: Im ersten Quartal blieben die Umsätze deutscher Handwerksunternehmen erneut deutlich unter dem Vorjahresniveau. Langsam aber scheint die Lage sich im Handwerk zu verbessern.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute auf Basis vorläufige Ergebnisse mitteilte, verzeichnete das zulassungspflichtige Handwerk im ersten Quartal erneut um 6,7 Prozent niedrigere Umsätze als im Vorjahresquartal. Damit sind die Umsätze im Handwerk zum sechsten Mal in Folge in einem Quartal auf Jahressicht gesunken. Mit Folgen für die Beschäftigung: Nach Angaben der Statistikbehörde lag die Zahl der im zulassungspflichtigen Handwerk erwerbstätigen Personen Ende März um 1,5 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat.

Am stärksten von einer rückläufigen Auftragslage betroffen war im ersten Quartal das Kraftfahrzeuggewerbe, wo die Umsätze um 14,7 Prozent geringer ausfielen als im Vorjahresquartal. Den Hauptgrund hierfür sehen die Statistiker im Auslaufen der sogenannten Abwrack- bzw. Umweltprämie, die ab dem ersten Quartal 2009 zu einem kräftigen Anstieg der Umsätze im Kfz-Gewerbe geführt hatte. Erhebliche Umsatzeinbußen verzeichneten auch das Bauhauptgewerbe und die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (bspw. Maschinenbau, Informationstechnik, Feinwerkmechanik) mit einem Minus von 12,9 bzw. 8,5 Prozent. Bei den Handwerken für den privaten Bedarf (u.a. Friseure und Fotografen) lagen die Umsätze ebenfalls unter dem Vorjahresniveau (-0,3%). Umsatzzuwächse meldeten lediglich das Ausbaugewerbe (+ 2,4%), das Gesundheitsgewerbe (+ 1,9%) und das Lebensmittelgewerbe (0,1%).

Bis auf das Gesundheitsgewerbe, das einen Beschäftigungszuwachs von 1,3 Prozent verzeichnete, nahm die Beschäftigung in allen sieben untersuchten Gewerbegruppen im Vergleich zum Vorjahr ab. Den stärksten Beschäftigungsabbau meldeten dabei die Handwerke für den gewerblichen Bedarf, wo die  Anzahl der Erwerbstätigen im ersten Quartal um 4,6 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum lag, gefolgt von den Handwerken für den privaten Bedarf (-2,9%) und dem Kraftfahrzeuggewerbe (-2,6%).

Holger Schwannecke vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zeigt sich dennoch optimistisch: „Das war ein schwacher Start ins Jahr, aber das kann aufgeholt werden“, zitierte das Handelsblatt den ZDH-Generalsekretär. Anlass zur Zuversicht geben danach insbesondere die im Mai im Rahmen des ifo-Geschäftklimaindex ermittelten Lagebeurteilungen der Unternehmen, wonach mehr als zwei Drittel (69%) der im Handwerk befragten Unternehmer ihre aktuelle Geschäftslage als „gut“ oder „befriedigend“ beurteilen und 79 Prozent im kommenden Halbjahr von einer befriedigenden oder guten Geschäftsentwicklung ausgehen.
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