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Börsenbriefe: Betrug mit der Performance

(PM) bundesweit, 08.03.2010 - Ein guter Day Trader (Börsen-Termingeschäfte vom heimischen PC aus) holt bei 5.000 Euro Einsatz schon mal einen Tagesgewinn von 500 Euro heraus.

Erleichterung sollen den heimischen Dauer-Zockern so genannte DayTrading- und Börsenbriefe bieten, die man schon für 200 Euro im Monat abonnieren kann. In diesem Fall verschickt ein Computer jeden Tag zwischen 7.30 Uhr und 10.30 Uhr per E-Mail, SMS oder Fax viele Tipps für DAX-Unternehmen, für Rohstoffe oder Edelmetalle, die man dann Eins zu Eins übernehmen kann.

Allerdings kann natürlich auch kein Computer den tatsächlichen Kursverlauf einer Aktie vorhersagen. Genauso wenig, wie er die Lottozahlen oder die nächsten fünf Zahlen im Casino vorausberechnen könnte. Aber die Computerberechnungen sind gute Schätzungen, die auf Erfahrungen von Börsenprofis beruhen.

Falsche Performance

Es sei denn, die Börsenbrief-Verkäufer sind gar keine Profis, sondern ganz einfach nur Betrüger, die den Käufer mit einer falschen Performance in eine Abo-Falle locken.

Der Aktien- und Derivatenhändler Patrick Hahn aus München, der auch einen Day Trading Brief herausgibt, warnt ausdrücklich vor schwarzen Schafen seiner Zunft.

Hahn: "Es gibt Performance-Betrüger, die sich Aktien rückwirkend 30 bis 50 Prozent billiger ins Musterdepot einbuchen und beim Verkauf 30 bis 50 Prozent teurer ausbuchen, um mit dieser Lügenperformance immer wieder neue Anleger anzulocken, nachdem die alten Kunden Pleite sind."

Ein DayTrader berichtet gegenüber dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net, wie ein Performance-Betrüger aus Zug in der Schweiz arbeitet, auf den er hereingefallen ist. Der DayTrader:

"Eines Tages erhielt ich eine Werbesendung per Post. Ich informierte mich umfassend aus den beiliegenden Unterlagen und besuchte auch die Website des Unternehmens.

Da die veröffentlichten Ergebnisse deutlich besser waren als die von mir erzielten, entschied ich mich zu einem Test des angebotenen Handelssystems. Dieser 30-Tage-Test wurde zwar nicht im Werbebrief angeboten, jedoch auf der Website.

Das Ergebnis war negativ und ich kündigte den Faxservice mit sofortiger Wirkung per Einschreiben.

Denn ab und zu viel mir auf, dass die Faxsendungen erst mehrere Stunden nach der Uhrzeit ankamen, zu der die Empfehlungen "durch den schlauen Computer" ausgesprochen wurden.

Als ich dies überprüfte, merkte ich, dass dies System hatte. Der Abonnent wurde bewußt etwa jedes 8. bis 10. Mal getäuscht, indem mit dem Wissen der Kurse in der Gegenwart Handelsaktivitäten in der Vergangenheit vorgetäuscht wurden. Kein Wunder, dass die veröffentlichten Ergebnisse auf der Internetseite der Firma in der Vergangenheit so gut gewesen waren.

Der Tipp des DayTraders:

Sollten Sie Trading-Signal-Abonnements eingehen, achten Sie auf eine ausreichend lange kostenfreie Testphase und eine monatliche Kündigungsmöglichkeit.

Abonnements, die relativ teuer sind, bei denen es keine kostenfreie Testphase gibt und die zudem auch nur eine Kündigungsmöglichkeit zum Ablauf eines Jahres bieten, sind erfahrungsgemäß mit hoher Wahrscheinlichkeit Betrugsversuche.

Patrick Hahn führt gegenüber GoMoPa.net aus, was ein kluger Anleger meidet:

Meiden sollte man Pusher-Promoter-Briefe, die völlig unbekannte Werte, zum Beispiel Aktien, als 1.000-Prozent-Raketen pushen und per E-Mail-Spam plötzlich täglich von Sensationsmeldungen berichten. 9 von 10 solcher Aktien werden am Hoch empfohlen, stürzen dann 90 Prozent ab und erholen sich nie mehr. Anleger die 1.000-Prozent-Pushern folgen, werden über kurz oder lang ihr komplettes Vermögen verlieren, denn selbst für 30 Prozent Jahresdepotgewinne muss man schon sehr hart kämpfen.

Vorsicht auch vor Börsenbriefen, die ihre Abonnentenzahl nicht begrenzen und dennoch minikapitalisierte Aktien empfehlen, dadurch 50 bis 100 Prozent Kursexplosionen auslösen und damit allen Anlegern diese Performance gestohlen haben. Auch bei sehr guten Aktien ist dann in der Regel erst mal die Luft raus in den nächsten 12 Monaten, die Kurse laufen bestenfalls seitwärts, korrigieren aber wahrscheinlich 30 bis 50 Prozent.

Wie Sie zukünftig schwarze Schafe erkennen, erfahren Sie auf GoMoPa.
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