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News, 16.01.2008
Biotechnologie
Deutsche Biotech-Branche zeigt sich optimistisch
Mehr als jedes zweite deutsche Unternehmen aus der Biotech-Branche ist zuversichtlich im Hinblick auf die eigene zukünftige Entwicklung. Dennoch wird sich einer aktuellen Umfrage zufolge auch in der deutschen Biotechnologie-Industrie die Dynamik bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung deutlich abschwächen. ­
Die Mehrzahl der deutschen Biotechnologie-Unternehmen sieht sich für die Zukunft gut gerüstet: Fast zwei Drittel (61%) bezeichnen ihre derzeitige Geschäftslage als „gut“, ein weiteres Drittel als „befriedigend“. Bezogen auf die Zukunft geht rund die Hälfte (55%) mittelfristig von einer positiven Entwicklung der eigenen wirtschaftlichen Lage aus. Dies zeigen die Ergebnisse einer Umfrage, die der Wirtschaftsverband der Biotechnologie-Branche, BIO Deutschland e.V., in Kooperation mit dem Branchenmagazin "transkript" durchgeführt hat.

„Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat die deutsche Branche im Jahr 2007 Quantensprünge vollzogen", fasst Andreas Mietzsch, Herausgeber von "transkript", die Entwicklungen des letzten Jahres zusammen. Mietzsch zufolge habe es dabei so viele Finanzierungsrunden oberhalb von 20 Millionen Euro gegeben wie seit 2001 nicht mehr. Doch auch in anderer Hinsicht war das Jahr 2007 demnach ein Erfolgsjahr : „MorphoSys konnte den weltweit fünftgrößten Biotech-Pharmadeal der Geschichte abschließen. Idea hat den größten Lizenzvertrag eines deutschen Medikamentenentwicklers abgeschlossen“, so Mietzsch. Darüber hinaus stünde mit Removab der erste in Deutschland entwickelte therapeutische Antikörper vor der Zulassung.

Jens Katzek, Vorstandsmitglied der BIO Deutschland, nennt den Grund für die erfreuliche Entwicklung: „Die deutschen Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend robuster aufgestellt und ihre Geschäftsmodelle angepasst.“ Entsprechend blickt die Branche insgesamt recht zuversichtlich in die Zukunft und wird auch bei den Mitarbeiterzahlen weiter zulegen: So wollen rund drei Viertel (72%) der befragten Unternehmen auch in diesem Jahr den eigenen Personalstamm weiter ausbauen. Bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) hingegen drücken manche mittlerweile auf die Bremse: Hatten im Jahr 2007 noch 56 Prozent der Unternehmen angeben, ihre FuE-Investitionen erhöhen zu wollen, ist ihre Anzahl mittlerweile auf 47 Prozent gesunken.

Nach Auskunft von Katzek zeige die Umfrage den Wunsch der Unternehmen nach einer Verbesserung wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen: „Wenn Deutschland sich einen internationalen Technologie-Spitzenplatz sichern möchte, ist allerdings auch Rückenwind aus der Politik nötig“, so der Vorstand. Gerade aber einen solchen habe man im letzten Jahr vermisst.

Quelle: Financial Times Deutschland (FTD)

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