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Pionier der bionischen Knie- und Fußgelenkprothese: Hugh Herr als Finalist für den Europäischen Erfinderpreis 2016 nominiert

(PM) München, 02.05.2016 - Ein tragischer Unfall, der nicht nur sein Leben veränderte, sondern enorme Auswirkungen auf jenes tausender weiterer Menschen haben sollte: Im Alter von 17 Jahren verlor der passionierte Kletterer Hugh Miller Herr (51) bei einer Expedition zum Mount Washington beide Beine unterhalb des Knies. Ein Schicksalsschlag, der den Amerikaner jedoch dazu brachte, in den rund 30 Jahren danach die Forschung bionischer Prothesen grundlegend zu revolutionieren. Die mit Sensoren und Mikroprozessoren ausgestatteten Knie- und Fußgelenkprothesen sind heute in der Lage, sowohl Körperhaltung und Gewichtsverteilung als auch die Gehgeschwindigkeit an äußere Einflüsse anzupassen. Amputierte können sich dadurch ohne große körperliche Einschränkungen dynamisch bewegen. Diese Form von bionischen Prothesen verschafft ihnen nicht nur mehr Flexibilität ihres Bewegungsapparats, sondern erlaubt ihnen, sogar Sport zu treiben - und das auf Wettbewerbsniveau.

Die Innovation des Biophysikers gilt als Meilenstein in der Entwicklung „intelligenter" Prothesen. Für diese Erfindung hat ihn das Europäische Patentamt (EPA) als Finalisten für den Europäischen Erfinderpreis 2016 in der Kategorie „Außereuropäische Staaten" nominiert. Die begehrte Auszeichnung wird am 9. Juni in Lissabon vom Europäischen Patentamt (EPA) zum elften Mal verliehen.

Eine Passion als Triebfeder des Erfindergeistes

Vor seinem Unfall studierte Herr Physik an der Millersville University in Pennsylvania. Zum damaligen Zeitpunkt stand ausschließlich das professionelle Klettern im Mittelpunkt seines Lebens. Der Verlust seiner Beine unterhalb des Knies und der dam
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