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News, 10.03.2014
Datability rückt in den Fokus
Big Data-Lösungen in deutschen Unternehmen auf dem Vormarsch
Die steigende Flut an zu verarbeitenden Daten in Unternehmen treibt den Einsatz sogenannter Big Data-Lösungen voran. Nach einer aktuellen Umfrage werden Big Data-Analysen schon bald in deutschen Unternehmen gang und gebe sein.
Haupttreiber für den Einsatz von Big Data-Lösungen und wichtigstes Anwendungsfeld ist der Bereich Marketing und Vertrieb.
Haupttreiber für den Einsatz von Big Data-Lösungen und wichtigstes Anwendungsfeld ist der Bereich Marketing und Vertrieb.

Big Data nimmt auf den IT-Agenden deutscher Unternehmen einen immer höheren Stellenwert ein. Fast jedes zehnte Unternehmen in Deutschland setzt bereits Big Data-Software ein (9 %), und knapp ein Drittel befindet sich gerade in der Planungsphase (31 %). In weiteren 28 Prozent der Unternehmen steht die Nutzung von Big Data-Lösungen zumindest aktuell zur Diskussion. Lediglich bei 33 Prozent der Unternehmen war Big Data bislang noch kein Thema. Das geht aus einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM unter 507 Unternehmen in Deutschland hervor.

„Big Data Analysen helfen uns, die Welt besser zu verstehen und auf dieser Basis bessere Entscheidungen zu treffen“, kommentierte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf die wachsende Bedeutung von Big Data-Lösungen. „Big Data ermöglicht nicht nur die Entwicklung neuer Produkte und Dienste, sondern hilft dabei, die medizinische Versorgung zu verbessern, natürliche Ressourcen zu schonen oder unsere Sicherheit zu erhöhen“, erklärte Kempf. Wichtigste Voraussetzung für Nutzung entsprechender Technologien sei allerdings der Schutz der Daten. „Big Data und Datenschutz sind kein Widerspruch. Sie sind zwei Seiten einer Medaille und gehören unauflöslich zusammen“, konstatierte der BITKOM-Präsident.

Datenflut zwingt Unternehmen aufzurüsten

Treiber der wachsenden Nachfrage nach Big Data-Lösungen ist die exponentiell steigende Volumen an Informationen und Daten in den Unternehmen, die verarbeitet, gepflegt und analysiert werden wollen. So hat im letzten Jahr das Datenvolumen in 91 Prozent der Unternehmen nach eigener Auskunft zugenommen. Bei einem Drittel der befragten Unternehmen erhöhte sich die Datenmenge sogar um 30 Prozent oder mehr. Als Reaktion darauf wollen vier von fünf befragten Unternehmen ihre Speicherkapazitäten ausweiten (79 %) und knapp die Hälfte Analyse-Tools einführen (46 %). Des Weiteren ist in 40 Prozent der Unternehmen das Implementieren einer Cloud Computing-Lösung angedacht. Auch wird gut jedes vierte Unternehmen ein oder mehrere Big Data-Spezialisten einstellen (26 %). „Aktuell entstehen rund um Big Data viele neue Berufsbilder, zum Beispiel spezialisierte Informatiker und Experten, die neue Produkte oder Geschäftsmodelle auf Basis von Datenanalysen entwickeln“, so Kempf.

Meist genanntes Einsatzgebiet in Unternehmen, die Big Data nutzen oder den Einsatz planen, ist der Bereich Marketing und Vertrieb. So wollen beispielsweise 74 Prozent der Unternehmen Absatzprognosen erstellen oder ihre Preisgestaltung optimieren. An zweiter Stelle steht mit 44 Prozent der Bereich Finanzen, Buchhaltung und Controlling. „Controller haben mit Big Data die Möglichkeit, Informationen deutlich schneller auszuwerten und daraus Empfehlungen für die Fachabteilungen oder die Geschäftsführung abzuleiten“, so Kempf. Ein weiterer wichtiger Big Data-Anwendungsbereich ist die Logistik. „Hier geht es zum Beispiel um die Optimierung von Lieferprozessen oder ein effizienteres Flottenmanagement“, so der Verband.

Das größte Hemmnis für den Einsatz von Big Data ist der Befragung nach der Mangel an entsprechenden Experten. 70 Prozent der Unternehmen sehen derzeit darin ein Problem. „Wirtschaft und Bildungseinrichtungen müssen Hand in Hand arbeiten, um spezielle Aus- und Weiterbildungsangebote für Big Data zu schaffen“, mahnt Kempf. Weitere häufig genannte Punkte, die den Einsatz von Big Data-Lösungen erschweren, sind die hohen Anforderungen an die Datensicherheit (61 %) und an den Datenschutz (48 %). So verarbeitet zum Beispiel mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (55 %) personenbezogene Daten wie Name, Wohnort oder auch das Einkaufsverhalten ihrer Kunden. Kempf: „Die Einhaltung des Datenschutzes sollte bei allen Big Data Projekten von Anfang an berücksichtigt werden.“

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