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Bierbauch und Body-Mass-Index: Entstehungsfaktoren für Insulinresistenz nachgewiesen!

(PM) , 16.02.2006 - Übergewichtige bilden mit erheblich größerer Wahrscheinlichkeit im Laufe ihres Lebens eine Insulinresistenz aus und laufen Gefahr, infolgedessen Diabetes mellitus Typ 2 zu entwickeln! Diese Erkenntnis vermittelt eine US-amerikanische Studie von Doktor Helke Farin und ihrem Team an der Stanford Universität, berichtet heute die Diplom Ernährungswissenschaftlerin Bettina Geier von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik aus Aachen. Die Wissenschaftler ermittelten bei 330 gesund scheinenden wohlbeleibten Testpersonen die Höhe der insulinbeteiligten Aufnahme von Glukose aus dem Blut in die Körperzellen. Daraufhin betrachteten sie die Beziehung dieses Wertes mit dem Hüftumfang und dem Body Mass Index. Die Stanford’schen Wissenschaftler kamen zum Ergebnis, dass BMI und Hüftumfang miteinander korrelieren. Ebenso korrelieren diese Größen auch mit dem Nüchtern-Blutzucker: sie steigen gemeinsam in Abhängigkeit des Gewichtes an. Nach BMI-Kategorien eingeteilt, wiesen Personen, die zwar keinen BMI der Übergewichtskategorie, jedoch dafür eine verhältnismäßig stark ausgeprägte abdominale Fettverteilung hatten, auffallend hohe Nüchtern-Blutzuckerwerte auf. Nach identischer Hüftumfangskategorie systematisiert, hatten die Personen mit Übergewicht höhere Nüchtern-Blutglukosewerte als Normalgewichtige bei gleich großem „Bierbauch“. Die Forscher fassen die Resultate wie folgt zusammen: Je ausgeprägter das Übergewicht beziehungsweise der Bauchfettansatz sind, umso hochgradiger zeigt sich die Insulinresistenz der Körperzellen. Bei Adipösen war die insulinvermittelte Glukoseaufnahme um 30 Prozent geringer als bei Normalgewichtigen. Zur gesundheitlichen Bedeutung eines ausgeprägten Wohlstandsbauches fügt Bettina Geier noch einen weiteren wichtigen Gefährdungsaspekt an. Das „Bäuchlein“ birgt ein immens erhöhtes Risiko für koronare Herzerkrankungen. Denn auch diese Gefahr wird bei adipösen Menschen nicht nur von der Gesamtkörperfettmenge, sondern auch von der Verteilung dieser Fettmenge auf die Körperregionen bestimmt. Der beschriebene ausgeprägte Bauchspeck gilt als gesundheitsgefährdender als verstärkter Fettansatz im Gesäß- und Hüftbereich (= gynoide Fettverteilung), wie häufig bei Frauen anzutreffen ist. Bei übergewichtigen Männern tritt hingegen in der Regel die stärker gefährdendere abdominelle Fettverteilung auf. Diese wird als androider Fettverteilungstyp oder „Apfelform“ im Gegensatz zum weiblichen „Birnentyp“ bezeichnet. Quelle: (1) Farin, Helke et al.: Body mass index and waist circumstances both contribute to differences in insulin-mediated glucose disposal in nondiabetic. American Journal of Clinical Nutrition 2006;83:47-51
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