VOLLTEXTSUCHE
News, 11.03.2015
Betriebliche Altersvorsorge
bAV-Aufwendungen erreichen Niveau der Riester-Rente
Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) nimmt bei Beschäftigten in Deutschland mittlerweile eine ähnlichen hohen Stellenwert ein wie das Riester-Sparen. Populärster bAV-Weg bleibt weiter die Direktversicherung.
Leiharbeiter investierten jährlich im Schnitt weniger als fünf Prozent so viel in ihre betriebliche Altersvorsorge wie Beschäftigte in der Finanz- und Versicherungswirtschaft.
Leiharbeiter investierten jährlich im Schnitt weniger als fünf Prozent so viel in ihre betriebliche Altersvorsorge wie Beschäftigte in der Finanz- und Versicherungswirtschaft.

Im Jahr 2012 haben Arbeitnehmer in Deutschland im Durchschnitt monatlich 362 Euro in Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) investiert. Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge beliefen sich damit die bAV-Aufwendungen je Beschäftigten auf durchschnittlich 0,9 Prozent des Bruttojahresverdienstes. Hochgerechnet auf alle Arbeitnehmer in Deutschland entsprach das einem Gesamtvolumen an bAV-Aufwendungen von 9,5 Milliarden Euro. Damit investierten die Deutschen fast genauso viel in Formen der betrieblichen Altersvorsorge wie in die „Riester-Rente“: In „Riester“-Sparverträge flossen insgesamt im Jahr 2012 rund 10,1 Milliarden Euro. Hiervon waren 7,3 Milliarden Euro Eigenbeiträge und 2,8 Milliarden Euro staatliche Zulagen.

Soziales Gefälle auch bei bAV

Beschäftigte in Branchen mit einem hohen Verdienstniveau investierten durchschnittlich deutlich mehr in ihre betriebliche Altersvorsorge als Beschäftigte in sogenannten Niedriglohnbranchen. Die höchste Umwandlungsquote wies die Finanz- und Versicherungsbranche aus. Hier investierten die Beschäftigten durchschnittlich 1,8 Prozent ihres Bruttojahresverdienstes in Formen der bAV. Das waren im Durchschnitt 1.115 Euro jährlich. Am wenigsten wandten Beschäftigte in Zeitarbeit für die betriebliche Altersvorsorge auf. Bei ihnen waren es gerade einmal 36 Euro, die in den Aufbau einer betrieblichen Zusatzrente flossen. Das waren durchschnittlich 0,2 Prozent des Bruttojahresverdienstes. In der Gastronomie war es nur wenig mehr: Hier betrug die bAV-Rücklage im Durchschnitt der Beschäftigten jährlich 59 Euro beziehungsweise 0,3 Prozent des Bruttojahresverdienstes.

Direktversicherung weiter erste Wahl

Meist genutzter bAV-Durchführungsweg waren Direktversicherungen. In solche wurde 2012 mit einem Gesamtvolumen von 3,25 Milliarden Euro am meisten eingezahlt. Zweitpopulärste Form der betrieblichen Altersvorsorge waren Pensionskassen (2,25 Mrd. Euro), gefolgt Zusatzversorgungseinrichtungen (1,75 Mrd. Euro), Direktzusagen (1,25 Mrd. Euro) und Unterstützungskassen (0,75 Mrd. Euro). Das geringste Einzahlungsvolumen verzeichneten 2012 Pensionsfonds (0,25 Mrd. Euro).

Wie das Statistische Bundesamt zudem ermittelte, hatte die Unternehmensgröße, gemessen an der Anzahl der Beschäftigten, im Gegensatz zur Branche, auf Grad der Arbeitnehmerbeteiligung an der betrieblichen Altersvorsorge keinen nennenswerten Einfluss. „In allen betrachteten Unternehmensgrößenklassen betrug der Anteil der umgewandelten Verdienste zwischen 0,8 Prozent und 0,9 Prozent“, so das Statistikamt.

cs/Destatis

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG