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News, 09.01.2011
Beschäftigungsboom
Erwerbstätigkeit in Deutschland auf Rekordniveau
Die gute Konjunktur hat im letzten Jahr die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland auf einen neuen Höchststand steigen lassen. Dabei erhöhten sich Zahl der abhängig Beschäftigten mehr als doppelt so stark wie die der Selbstständigen.
Rückgrat und Motor der Erwerbstätigkeit war im vergangenen Jahr vor allem der Dienstleistungssektor, während in der Industrie die Zahl der Erwerbstätigen weiter zurückging.
Rückgrat und Motor der Erwerbstätigkeit war im vergangenen Jahr vor allem der Dienstleistungssektor, während in der Industrie die Zahl der Erwerbstätigen weiter zurückging.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Schätzungen mitteilte, waren 2010 im Durchschnitt rund 40,37 Millionen Personen in Deutschland erwerbstätig und damit so viele wie nie zuvor in Deutschland. Gleichzeitig ging die Zahl der Erwerbslosen um 297.000 Personen bzw. 9,2 Prozent auf 2,93 Millionen zurück. Die Zahl der aktiv am Arbeitsmarkt verfügbaren Erwerbspersonen, definiert als Summe von Erwerbstätigen und Erwerbslosen, verringerte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 100.000 Personen auf 43,3 Millionen. Die Erwerbslosenquote, die den Anteil der Erwerbslosen an der Gesamtzahl der Erwerbspersonen misst, lag im Jahresdurchschnitt bei 6,8 Prozent und damit um 0,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau (2009: 7,4%).

Am stärksten erhöhte sich die Zahl der Arbeitnehmer. Einhergehend mit dem Abbau der Kurzarbeit stieg die Zahl der abhängig Beschäftigten mit Wohnsitz in Deutschland 2010 im Jahresdurchschnitt um 190.000 Personen auf rund 35,95 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs um 0,5 Prozent. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger erhöhte sich auf Jahressicht um 0,2 Prozent bzw. 7.000 Personen auf rund 4,42 Millionen. Allerdings entwickelte sich die Erwerbstätigkeit in den jeweiligen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Eine steigende Zahl an Erwerbstätigen verzeichnete vor allem das Dienstleistungsgewerbe, wo sich die Erwerbstätigkeit 2010 im Jahresdurchschnitt um 330.000 Personen bzw. 1,1 Prozent auf Jahressicht erhöhte. Im deutschen Baugewerbe legte die Beschäftigung sogar um 1,4 Prozent (+30.000 Personen) zu, während im übrigen Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) die Erwerbstätigkeit um 1,7 Prozent bzw. 136.000 Personen weiter abnahm, wenn auch erheblich geringer als im Jahr 2009 (-2,9%). Weniger Jobs gab es auch in der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei: Hier lag die Zahl der Erwerbstätigen 2010 um 12.000 Personen bzw. 1,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Wie zudem der Blick auf die Entwicklung der Erwerbstätigkeit in den jeweiligen Wirtschaftsbereichen zeigt, hat sich im vergangenen Jahr der Strukturwandel in Sachen Beschäftigung weiter fortgesetzt. Dem Statistischen Bundesamt zufolge hatten 2010 fast drei Viertel aller Erwerbstätigkeiten in Deutschland (73,5%) ihren Arbeitsplatz in den Dienstleistungsbereichen, dem so genannten tertiären Sektor. 1991 war der Anteil der im Dienstleistungsgewerbe Beschäftigten noch bei 59,5 Prozent gelegen. Spiegelbildlich dazu verringerte sich in diesem Zeitraum die Zahl der Erwerbstätigen im primären und sekundären Sektor. So waren in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft in den letzten fünf Jahren nur noch 2,1 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland beschäftigt (1991: 3,9%). Im Baugewerbe verringerte sich der Erwerbstätigenanteil ebenfalls von 7,3 Prozent (1991) auf 5,5 Prozent im Jahr 2010. Am stärksten ging die Erwerbstätigkeit im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) zurück: Hier sank der Anteil der Erwerbstätigen zwischen 1991 und 2010 von 29,3 Prozent auf 18,9 Prozent. „Allein in den beiden vergangenen Jahren sank der Anteil der produzierenden Bereiche (ohne Bau) aufgrund der konjunkturbedingten Beschäftigungsverluste um einen Prozentpunkt“, so das Statistikamt.
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