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News, 19.01.2015
Arbeiten mit Zeitvertrag
Befristet Beschäftigte weniger stark im Job gefordert
Unbefristet angestellte Arbeitnehmer stehen stärker unter Leistungs- und Termindruck als Beschäftigte mit einem befristeten Arbeitsvertrag. Das geht aus einem neu veröffentlichten Factsheet zur befristeten Beschäftigung hervor.
Zum Zeitpunkt der Erhebung gab rund jeder zweite unbefristet Angestellte an, dass sich der Arbeitsdruck erhöht hat. Von den unbefristet Angestellten meinte dies nur rund ein Drittel.
Zum Zeitpunkt der Erhebung gab rund jeder zweite unbefristet Angestellte an, dass sich der Arbeitsdruck erhöht hat. Von den unbefristet Angestellten meinte dies nur rund ein Drittel.
Etwa jeder elfte Beschäftigte in Deutschland arbeitete 2013 mit einem zeitlich befristeten Arbeitsvertrag. Mit dieser Befristungsquote liegt Deutschland im europäischen Mittelfeld. In der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 gab etwa jeder zehnte abhängig Beschäftigte in Vollzeit an, einen befristeten Arbeitsvertrag zu haben. Das neue Factsheet „Zeitlich befristete Beschäftigung: Die Arbeitsbedingungen im Fokus“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) nimmt diese Gruppe unter die Lupe. Das Faktenblatt macht unter anderem deutlich, dass befristet Beschäftigte in Vollzeit weniger Termin- und Leistungsdruck ausgesetzt sind als ihre Kollegen in Festanstellung. Andererseits können Beschäftigte mit Zeitvertrag seltener ihre Arbeit selbst einteilen oder haben einen geringeren Einfluss auf die Arbeitsmenge.

Für viele junge Erwerbstätige beginnt der Einstieg ins Berufsleben mit einem befristeten Arbeitsvertrag. Rund ein Viertel der 15- bis 29-Jährigen gab in der Erwerbstätigenbefragung an, befristet in Vollzeit zu arbeiten. Insgesamt lag die Befristungsquote bei Vollzeitbeschäftigten in der BIBB/BAuA-Befragung 2012 bei rund zehn Prozent. Befristete Vollzeitbeschäftigte gibt es am häufigsten im öffentlichen Dienst (14 %) und im Dienstleistungsbereich (11 %)), seltener sind sie im industriellen Bereich (8 %)) und im Handwerk (7 %)) anzutreffen. Drei von vier befristet Beschäftigten in Vollzeit wünschen sich einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Bezüglich der körperlichen Arbeitsbedingungen lassen sich keine deutlichen Unterschiede zwischen den Vergleichsgruppen feststellen. Unterschiede gibt es bei einigen wenigen psychischen Arbeitsanforderungen. Dabei scheinen die unbefristet beschäftigten Arbeitnehmer in Vollzeit insbesondere bei der Arbeitsintensität häufiger und auch stärker belastet zu sein. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der wahrgenommenen Zunahme von fachlichen Arbeitsanforderungen und Arbeitsdruck in den vergangenen zwei Jahren. Demgegenüber stehen befristet Beschäftigten weniger arbeitsbezogene Ressourcen, wie Einfluss bei der Arbeit oder Entscheidungsspielraum, zur Verfügung.

Hinsichtlich des Gesundheitszustandes befinden sich beide Gruppen auf einem vergleichbaren, guten Niveau. Insgesamt zeigt die Auswertung, dass es zwischen den befristet und unbefristet Beschäftigten in Vollzeit kaum Unterschiede gibt. Der Praxis empfiehlt das Factsheet, den Handlungsspielraum der befristet Beschäftigten an deren Qualifikation und Berufserfahrung anzupassen.

Das Factsheet "Zeitlich befristete Beschäftigung: Die Arbeitsbedingungen im Fokus" steht als PDF auf der Internetseite der BAuA zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Quelle: BAuA
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