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News, 02.07.2010
Bauwirtschaft
Architekten verzeichnen Auftragsboom
Während das Baugewerbe nach wie vor zu kämpfen hat, laufen die Geschäfte freischaffender Architekten so gut wie seit 15 Jahren nicht mehr.
Architekten sind zurzeit gefragt. Das zeigen die Ergebnisse der neuesten vierteljährlichen Umfrage des Münchener Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo). Danach verfügten Architekten zum Ende des ersten Quartals im Durchschnitt über ein Auftragspolster für nahezu sechs Monate. Nach Auskunft des Ifo-Instituts ist das der beste Wert seit 1995. Dabei erhöhte sich der Bestand an Neuaufträgen im ersten Quartal auf Jahressicht um fast ein Fünftel. Mehr als die Hälfte der Architekten (55%) konnte zwischen Januar und März nach eigener Auskunft Neuaufträge generieren.

Das Geschäftsklima für Architekten bleibt dem Ifo-Institut zufolge unverändert günstig. Fast jeder dritte Architekt bezeichnet seine Lage aktuell als gut. Lediglich ein Viertel zeigt sich derzeit unzufrieden. Damit überwiegt die Zahl der Positivbewertungen zum vierten Mal in Folge. Bezogen auf die weitere Geschäftsentwicklung hat sich die Stimmung allerdings leicht eingetrübt. „Zwar stieg der Anteil der optimistischen Architekten von 16 auf 17 Prozent. Gleichzeitig nahm aber der Anteil der Skeptiker von 18 auf 20 Prozent zu“, so das Ifo-Institut.

Kräftiger Nachfrageschub aus der gewerblichen Wirtschaft

Grund für das kräftige Auftragsplus im ersten Quartal war unter anderem eine deutliche Belebung der Nachfrage im Wohnungsbau, wo die Nachfrage nach Planungsleistungen für Mehrfamilienhäuser um 23 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums lag. Auch für Ein- und Zweifamilienhäuser stieg das Auftragsvolumen deutlich an (+7%). „Damit setzte sich die positive Tendenz der letzten Quartale fort“, berichtete das Wirtschaftsforschungsinstitut.

Bei den von der öffentlichen Hand in Auftrag gegebenen Architektenleistungen zeigt sich hingegen ein differenzierte Entwicklung: Während das Auftragsvolumen für Neubau-Planungsleistungen im ersten Quartal um etwa 10 Prozent zurückging, stieg die Nachfrage öffentlicher Auftraggeber nach Planungsleistungen im Bestand erheblich an. „Die öffentlichen Planungsaufträge für Umbauten, Modernisierungen und Instandsetzungen übertreffen das Volumen für Neubauten inzwischen um fast 50 Prozent.

Am stärksten zogen die Geschäfte mit gewerblichen Auftraggebern an. In diesem Teilsegment lag das Volumen der akquirierten Neuaufträge um gut ein Drittel höher als im Vorquartal. Allerdings hielt das Ifo-Institut in diesem Kontext fest, dass das hohe Niveau von vor der Krise in diesem Segment bei weitem noch nicht wieder erreicht sei.
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