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News, 26.04.2010
Baubranche
Umsatz im Bauhauptgewerbe deutlich unter Vorjahresniveau
Im Januar und Februar 2010 erzielte das deutsche Bauhauptgewerbe fast ein Viertel weniger Umsatz als im Vergleichszeitraum 2009. Allerdings lässt ein deutliches Plus bei den Auftragseingängen die Branche auf eine Frühjahrsbelebung hoffen.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) vergangenen Freitag mitteilte, fiel der Umsatz im deutschen Bauhauptgewerbe (Bauunternehmen mit 20 Mitarbeitern und mehr) im Februar 2010 mit rund 3,1 Milliarden Euro um 25,4 Prozent geringer aus als im Februar 2009. Januar und Februar 2010 zusammengenommen kam das Bauhauptgewerbe auf einen Gesamtumsatz von 5,9 Milliarden Euro, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Minus von 23,1 Prozent entspricht. Aufgrund eines deutlichen Anstiegs der Auftragseingänge hielten die Bauunternehmen aber trotz Umsatzeinbußen an ihrer Belegschaften fest: Destatis zufolge lag die Beschäftigung in den ersten beiden Monaten mit 667.000 im Hoch- und Tiefbau tätigen Personen sogar um 0,2 Prozent über Vorjahresniveau.

Steigende Nachfrage lässt Bauhauptgewerbe hoffen

Anders als beim Umsatz zeichnete sich in den Auftragsbüchern eine Gegenbewegung ab, die die Branche nach Auskunft des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) auf einen „Baufrühling“ hoffen lasse. So stiegen die Auftragseingänge im Februar 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat preisbereinigt um 18,8 Prozent (nominal: 5,7%). Dabei verzeichnete der Hochbau ein Auftragsplus 17,5 Prozent und der Tiefbau ein Plus von 20,3 Prozent. Im Zeitraum Januar und Februar 2010 erhöhten sich Auftragseingänge real um 6,3 Prozent.

Den stärksten Anstieg der Baunachfrage gab es im Öffentlichen Bau, der weiter von den Konjunkturprogrammen profitiert und in den ersten beiden Monaten einen Zuwachs der Auftragseingänge von nominal 8,8 Prozent verzeichnete (Februar: +23,8%. Überraschend positiv ins neue Jahr gestartet ist auch der Wirtschaftsbau, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Orderplus von 3,7 Prozent verbuchen konnte (Februar: +15,9%). Im Wohnungsbau erhöhte sich der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls: Hier stiegen die Orders im Januar und Februar real um 3,1 Prozent (Februar: +8,9%).

Von einer Trendwende kann aber dennoch, speziell im Wirtschaftsbau, laut HDB noch keine Rede sein, da sich ein Großteil der Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe aufgrund der weiterhin massiven Unterlastungen ihrer Kapazitäten nach wie vor bei den Investitionen zurückhalte. Hinzu kommt, dass  der deutliche Anstieg der Ordereingänge nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes überwiegend auf wenige Großaufträge zurückzuführen sei.

Und auch im Öffentlichen Bau droht Ungemach, demnach die positiven Entwicklung der Auftragseingänge zu Beginn des Jahres dem HDB zufolge durch eine Aufweichung der Zusätzlichkeitskriterien im Zukunftsinvestitionsgesetz abrupt beendet werden könnte. So wachse die Gefahr, dass insbesondere die Kommunen auf den Einbruch der Steuereinnahmen mit einer Kürzung der eigenen Investitionen reagieren. „Eine Fortsetzung des zum Jahresbeginn nur witterungsbedingten Umsatzrückgangs von 17,9 % (Feb.: - 21,7 %) wäre die Folge, da auf die Kommunen knapp zwei Drittel der gesamten öffentlichen Bauausgaben entfällt“, schreibt der Verband.
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