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News, 30.09.2014
BPO im F&A-Bereich
Outsourcing von Finanzprozessen nimmt zu
Nach einer Studie gewinnt das Thema Business Process Outsourcing (BPO) bei Unternehmen im Finanz- und Rechnungswesen immer stärker an Bedeutung. Und: Fast alle Unternehmen, die Finanzprozesse an sogenannte F&A-Dienstleister auslagern, sind mit den Ergebnissen zufrieden.
Der Rückgriff auf externe Unterstützung ist auch im Finanz- und Rechnungswesen bei den meisten Unternehmen gang und gebe. Häufigste Form der Unterstützung sind Beratungsleistungen, wie beispielsweise zur Prozessoptimierung oder auch zum Aufbau von Shared-Service- oder GBS-Strukturen. Bei 70 Prozent der Unternehmen beschränkt sich die Inanspruchnahme externer Unterstützung im Finanz- und Rechnungswesen allerdings bislang noch auf Projekte. Immerhin bereits rund jedes fünfte Unternehmen setzt zur Optimierung seines F&A-Bereiches auf das Outsourcing von Teilprozessen, ergab jetzt eine Studie des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC). Dabei zeigt die Untersuchung „Auslagerung von Prozessen der Finanzabteilung: Chance oder Risiko für den CFO?“, für die das Marktanalyseunternehmen über 200 Finanzentscheider aus Unternehmen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz befragt hat, dass das sogenannte Business Process Outsourcing (BPO) im F&A-Bereich nicht nur bei Großunternehmen, sondern auch bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) an Stellenwert gewinnt. Meist sind es dabei bislang nur Teilprozesse oder einzelne Prozessbereiche, die an F&A-Dienstleister ausgelagert werden, dies jedoch bei vielen in beachtlichem Umfang. So ergab die Untersuchung, dass bei 43 Prozent der Unternehmen, die im F&A-Bereich auf BPO-Dienstleister setzen,  aktuell bereits mehr als ein Drittel der gesamten F&A-Aktivitäten ausgelagert ist.

Kaum negative Erfahrungen mit BPO

Die bisherigen Erfahrungen mit F&A BPO-Dienstleistern sind sehr positiv. So sind 94 Prozent der auslagernden Unternehmen mit ihren F&A-Dienstleistern zufrieden, etwa ein Viertel der Befragten bewertet die Erfahrungen sogar als „sehr gut“. Untermauert wird die breite Zufriedenheit auch durch den Umstand, dass 78 Prozent der Unternehmen mit ihrem BPO-Dienstleister bereits seit über drei Jahren im Vertragsverhältnis stehen. Gleiches Bild zeigt sich bei BPO-Strategien, bei denen Near- oder Offshore-Niederlassungen des F&A-Dienstleisters zum Einsatz kommen, was bei rund 40 Prozent der Kooperationen der Fall ist. Was die Auslagerung von F&A-Prozessen near- und offshore, also ins nahe und ferne Ausland angeht, herrscht jedoch bei vielen Unternehmen aktuell noch Skepsis: 71 Prozent, die hier noch keine Erfahrung gesammelt haben, schließen ein Near- oder Offshoring von Finanzprozessen derzeit für sich aus.

Größtes Hemmnis für F&A-Outsouring: Angst vor Kompetenzverlust


Danach befragt, was gegen eine Auslagerung von Prozessen im Finanz- und Rechnungswesen spricht, sehen die Finanzentscheider insbesondere die Gefahr, dass das Unternehmen wichtiges Know-how im F&A-Bereich verlieren könnte: 81 Prozent der Befragten sehen hierin eine reale Gefahr. Zweithäufigste Sorge ist das Thema Sicherheit, hinsichtlich der gut sieben von zehn Befragten (71 %) Bedenken haben, wobei die Sicherheitsbedenken bei Unternehmen, die mit BPO im F&A-Bereich noch kein Erfahrung gesammelt haben, stärker ausgeprägt sind. „F&A-Dienstleister müssen ihre Fähigkeiten z. B. durch Referenzprojekte unter Beweis stellen und in besonderem Maße den speziellen Ansprüchen – und Vorbehalten – der Kunden in der DACH-Region Rechnung tragen“, so Katharina Grimme, Principal Consultant bei PAC.

Ungeachtet aller Bedenken haben dennoch viele Unternehmen vor, ihre BPO-Aktivitäten auszuweiten. So wollen 41 Prozent der Unternehmen, die im F&B-Bereich schon BPO-Dienstleister nutzen, hierfür die Budgets aufstocken. Aber auch bei jenen Unternehmen, die bislang im F&A-Bereich allein auf eigene Ressourcen setzen, geht der Trend verstärkt in Richtung BPO. Hier haben 30 Prozent nach eigener Auskunft vor, im Lauf der kommenden drei Jahre Prozesse im Finanz- und Rechnungswesen an BPO-Dienstleister auszulagern. Meistgenannte Treiber sind der Zwang zur Kostensenkung sowie der Mangel an qualifiziertem Personal.  Wichtigste Kriterien bei der Auswahl eines F&A-Dienstleisters sind der Studie nach das Branchen-Know-how und die Qualität des Projektteams (Expertise, Vertrauensbasis und effektive Kommunikation).
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