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News, 30.03.2012
BME-Studie
Elektronische Beschaffung weiter auf dem Vormarsch
Elektronische Beschaffungswege gewinnen bei deutschen Unternehmen immer stärker an Bedeutung. Am weitesten verbreitet ist die Nutzung digitaler Kataloge, zeigt eine Dauerstudie des Einkaufsverbandes BME. Gerade was die Breite der genutzten Instrumente angeht, hinken KMU den großen Unternehmen allerdings in Sachen elektronische Beschaffung noch immer deutlich hinterher.
Mittels elektronischer Beschaffung können Unternehmen allein die Anschaffungskosten für A- und B-Güter laut Studie um durchschnittlich bis 12,5% verringern.
Mittels elektronischer Beschaffung können Unternehmen allein die Anschaffungskosten für A- und B-Güter laut Studie um durchschnittlich bis 12,5% verringern.
Digitale Einkaufslösungen und –wege bieten Unternehmen beachtliche Einsparpotenziale. Vereinzelt erzielen kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) in Deutschland beim Erschließen dieser Potenziale sogar größere Erfolge als die „Großen“. Betrachtet man jedoch die Breite der inzwischen zur Verfügung stehenden und etablierten elektronischen Beschaffungsmöglichkeiten, haben große Unternehmen bei der Nutzung nach wie vor die Nase vorn. Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen „Stimmungsbarometer Elektronische Beschaffung“, das seit 2004 jährlich vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) gemeinsam mit der Universität Würzburg erhoben wird.

E-SRM und -SCM die Hauptbaustellen

Sowohl bei KMU als auch bei Großunternehmen im Einkauf mittlerweile Standard ist der Einsatz elektronischer Kataloge. Drei von vier in der Erhebung befragten Firmen setzen solche ein. Bei den Großunternehmen werden digitale Kataloge sogar zu 90 Prozent genutzt. „Vermutlich werden nur 10 bis 20% der KMU mittelfristig keine entsprechenden Systeme nutzen“, so der BME.

Zweitmeistgenutztes Instrument sind elektronische Ausschreibungen mit einem Durchdringungsgrad von 44,2 Prozent.  Weitere 17,2 Prozent der Unternehmen planen aktuell, entsprechende Systeme einzuführen.  Dass digitale Ausschreibungen auch langfristig im eigenen Einkauf nicht von Relevanz sein werden, meint dagegen nur ein Fünftel der befragten Unternehmen (Großunternehmen: 13%; KMU: 28%).

Ebenfalls bei vielen Unternehmen auf der Agenda: Lösungen zum Lieferantenmanagement („Supplier Relationship Management“), kurz E-SRM. Der Befragung nach plant aktuell rund jedes fünfte Unternehmen eine entsprechende Lösung einzuführen (sowohl bei den KMU als auch bei den Großunternehmen). 33,1 Prozent der Unternehmen haben eine E-SRM-Anwendung bereits implementiert. „Dieses Thema bleibt – neben Ausschreibungen – die größte Baustelle in den Unternehmen in nächster Zeit“, so der Verband.

Auch beim Supply Chain Management (SCM) besteht bei vielen Unternehmen Nachbedarf. So messen zwar 60 Prozent der befragten Firmen dem digitalen Datenaustausch mit allen am Wertschöpfungsprozess Beteiligten in der Beschaffung hohe Relevanz bei. Tatsächlich hierzu in der Lage ist der Einkauf bislang aber nur in 29,3 Prozent der Unternehmen. In weiteren 10,3 Prozent der Unternehmen ist allerdings eine SCM-basierte Vernetzung des Einkaufs mit Lieferanten & Co. bereits geplant.

Elektronische Auktionen sind dagegen für die meisten Unternehmen aktuell kein Thema. Auf sie setzt derzeit nur ein Viertel der Befragten (24%) als Einkaufsinstrument. Bei den KMU trifft dies sogar auf nur ein Zehntel der befragten Unternehmen zu. Mehr als 60 Prozent der KMU sehen in der Nutzung elektronischer Auktionen auch in Zukunft keinen Sinn. Bei den Großunternehmen zeigt sich anderes Bild: Hier nutzen fast 40 Prozent Auktionen als Beschaffungsinstrument. „Bei keiner anderen Lösung ist das in Frage kommende Beschaffungsvolumen so maßgebend“, erklärt der BME.
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