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News, 15.08.2014
BIP geschrumpft
Deutsche Wirtschaft verliert an Fahrt
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im zweiten Quartal nach vier Quartalen in Folge mit einem Zuwachs erstmals wieder leicht zurückgegangen. Getrübt wurde die Quartalsbilanz der deutschen Wirtschaft durch einen negativen Außenbeitrag und rückläufige Investitionen.
Trotz des Dämpfers im Quartalsvergleich, auch bedingt durch Vorzieheffekte im Baugewerbe: im Vergleich zur Vorjahr legte die deutsche Wirtschaft.
Trotz des Dämpfers im Quartalsvergleich, auch bedingt durch Vorzieheffekte im Baugewerbe: im Vergleich zur Vorjahr legte die deutsche Wirtschaft.
Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft gerät ins Stocken. Erstmals seit über einem Jahr hat sich das deutsche BIP, also der Wert der in Deutschland hergestellten Waren und Dienstleistungen, wieder leicht verringert. Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge unterschritt die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal das Vorquartalsniveau bereinigt um Preis-, Kalender- und Saisoneffekte um 0,2 Prozent. Den letzten BIP-Rückgang gab es zuletzt in Deutschland im ersten Vierteljahr 2013, als die Wirtschaftsleistung im Quartalsvergleich um 0,4 Prozent gesunken war. Im ersten Quartal 2014 war die deutsche Wirtschaft noch, wenn auch begünstigt durch den ungewöhnlich milden Winter, um 0,7 Prozent gewachsen. Im Schlussquartal 2014 hatte sich das deutsche BIP um 0,4 Prozent erhöht, im Quartal davor um 0,3 Prozent und im zweiten Vierteljahr 2013 sogar um 0,8 Prozent. „Dabei dürfte allerdings auch die extrem milde Witterung mit kräftigen Zuwachsraten zum Jahresbeginn eine Rolle gespielt haben“, relativierte das Statistikamt den Rückschlag im zweiten Quartal.

Verantwortlich für den Rückgang der Wirtschaftsleistung waren eine negative Entwicklung des Außenbeitrags und rückläufige Investitionen. So legten die Importe dem Statistikamt zufolge im zweiten Quartal nach ersten Berechnungen stärker zu als die Exporte. Damit stand im deutschen Außenhandel anstelle des gewohnten Außenhandelsüberschusses im zweiten Quartal ein Außenhandelsdefizit zu Buche, das das BIP nach unten drückte. Hinzu kam ein deutlicher Rückgang der Investitionen, allen voran der Bauinvestitionen. Grund für den Rückgang letzterer dürften der Statistikbehörde zufolge allerdings auch Vorzieheffekte im ersten Quartal aufgrund des milden Winters gewesen sein. Demgegenüber stand ein Wachstums des Konsums, der getragenen von steigenden Ausgaben sowohl der privaten als auch öffentlichen Haushalte, stützend auf die BIP-Entwicklung wirkte.

Auf Jahressicht erhöhte sich im zweiten Quartal jedoch die Wirtschaftsleistung: Im Vorjahresvergleich verzeichnete die deutsche Wirtschaft einen Zuwachs des BIP um 0,8 Prozent, kalenderbereinigt erhöhte sich die Wirtschaftsleistung sogar um 1,2 Prozent.
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