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News, 26.02.2014
Moderater BIP-Zuwachs
Export hält deutsche Wirtschaft auf Wachstumskurs
Die deutsche Wirtschaft hat ihr moderates Wachstum im Schlussquartal 2013 fortgesetzt. Wachstumsmotor waren insbesondere der Export und vermehrte Investitionen. Die Konsumausgaben blieben dagegen geringfügig hinter dem Vorjahresniveau zurück.
Den höchsten Wachstumsbeitrag steuerte der deutsche Außenhandel zu.
Den höchsten Wachstumsbeitrag steuerte der deutsche Außenhandel zu.

Wie das Statistische Bundesamt bereits in einer Vorabmeldung Mitte Februar berichtet und nun bestätigt hat, ist die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal 2013 real um 0,4 Prozent gewachsen. Im zweiten und dritten Quartal vergangenen Jahres hatte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach einer Stagnation zu Jahresbeginn real, also bereinigt um Inflations-, Saison- und Kalendereffekte bereits um 0,7 Prozent beziehungsweise 0,3 Prozent erhöht. Unter dem Strich ergab sich damit im gesamten Jahr 2013 nach vorläufigen Berechnungen der Statistikbehörde ein Wachstum der deutschen Wirtschaft um 0,4 Prozent (kalenderbereinigt: + 0,5 %).

Wachstumsimpulse kamen im Quartalsvergleich vor allem vom Export. So überstiegen die Exporte das Vorquartalsniveau um 2,6 Prozent. Die Importe erhöhten sich dagegen wertemäßig lediglich um 0,6 Prozent. Dadurch ergab sich dem Statistikamt zufolge im vierten Quartal ein Wachstumsbeitrag aus dem Außenhandel von 1,1 Prozent, womit der Außenbeitrag,  also der Saldo aus Exporten und Importen, im Schlussquartal der stärkste Wachstumstreiber war.

Im Inland zeigte sich dagegen eine uneinheitliche Entwicklung. Wachstumsmotor waren hier die Anlageinvestitionen. So legten sowohl die Investitionen in Maschinen und sonstiges technische Gerät als auch die Bauinvestitionen im Vorquartalsvergleich um jeweils 1,4 Prozent zu. Demgegenüber stand jedoch ein kräftiger Vorratsabbau, der das Wirtschaftswachstum um 0,8 Prozent verlangsamte. Vom Konsum kam ebenfalls kein Wachstumsbeitrag: Die staatlichen Konsumausgaben stagnierten im Quartalsvergleich, der private Konsum unterschritt das Vorquartalsniveau sogar, wenn auch nur minimal, um 0,1 Prozent.

Beschleunigtes BIP-Wachstum im Jahresverlauf


Im Verlauf des Jahres hat sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft auf Jahressicht beschleunigt. So stand im zweiten Quartal beim BIP im Jahresvergleich ein Plus von 0,9 Prozent zu Buche. Im dritten Quartal verstärkte sich das Wachstumstempo auf 1,1 Prozent, im vierten Quartal 2013 waren es dann 1,3 Prozent.

Auch im Vorjahresvergleich kamen die Wachstumsimpulse im vierten Quartal 2013 überwiegend vom Außenhandel. Hier verzeichnete die deutsche Wirtschaft bei den Exporten gegenüber dem Vergleichsquartal 2013 ein Jahresplus von preisbereinigt 4,1 Prozent. Die Importe stiegen im selben Zeitraum dagegen lediglich real um 2,7 Prozent, was summa summarum einen Wachstumsbeitrag von 0,9 Prozentpunkten bedeutet.

Die Nachfrage aus dem Inland war preisbereinigt ebenfalls höher als im Vorjahreszeitraum. So überschritten die privaten und staatlichen Konsumausgaben im vierten Quartal das Vorjahresniveau um jeweils 1,0 Prozent. In Ausrüstungen wurde dagegen genauso viel investiert wie im Schlussquartal 2012. Damit wurde der Abwärtstrend der letzten eineinhalb Jahre gestoppt. Die Investitionen in Bauten legten im Jahresvergleich dagegen kräftig zu (+ 3,3 %). Damit ergab sich insgesamt im Schlussquartal auf Jahressicht ein Zuwachs der Investitionen um 0,4 Prozent.

Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts war die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Schlussquartal 2013 in fast allen Wirtschaftsbereichen höher als ein Jahr zuvor: Im Baugewerbe gab es mit + 4,6 % den größten Anstieg der Wirtschaftsleistung, was zumindest teilweise auf die extrem milde Witterung zurückzuführen ist. Daneben konnten sowohl die Unternehmensdienstleister (+ 4,1 %) als auch das Verarbeitende Gewerbe (+ 3,0 %) ihre Wirtschaftsleistung zum Jahresende deutlich steigern. Insgesamt war die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche um 1,5 % höher als im vierten Quartal 2012.

Unternehmens- und Vermögenseinkommen mit fast vierfach so starkem Zuwachs wie Löhne und Gehälter

In jeweiligen Preisen gerechnet wuchs das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2013 auf Jahressicht um 3,4 Prozent und das Bruttonationaleinkommen um 3,6 Prozent. Das Volkseinkommen insgesamt erhöhte sich um 4,4 Prozent, wobei sich beide Komponenten unterschiedlich stark entwickelten. So erhöhten sich die Löhne und Gehälter im Jahresvergleich mit einem Plus von 2,6 Prozent lediglich gut ein Viertel so stark wie Unternehmens- und Vermögenseinkommen, bei denen ein Plus von 8,9 Prozent zu Buche stand.

Die Bruttolöhne und -gehälter erhöhten sich im Schlussquartal im Jahresvergleich um 2,8 Prozent, die Nettolöhne und -gehälter um 2,3 Prozent. Im Durchschnitt aller Arbeitnehmer erhöhten sich die Bruttolöhne und -gehälter jedoch lediglich um 2,0 Prozent, die Nettolöhne und -gehälter stiegen binnen Jahresfrist je Arbeitnehmer im Schnitt um 1,6 Prozent.

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich um 2,5 Prozent und stieg damit genauso stark wie die privaten Konsumausgaben. Daraus errechnete sich bei den Privataushalten im vierten Quartal eine Sparquote von 8,8 Prozent.

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