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News, 24.08.2010
BIP-Wachstum
Exporte und Investitionen treiben deutsche Konjunktur
Im zweiten Quartal ging gut ein Drittel des Rekordwachstums der deutschen Wirtschaft auf den Export zurück. Damit leistete der deutsche Außenhandel neben den Investitionen den größten Wachstumsbeitrag im vergangenen Quartal.
Auch die Arbeitnehmer profitierten: Im zweiten Quartal erhöhten sich Nettolöhne und -gehälter trotz höherer Sozialbeiträge auf Jahressicht um 3,9 Prozent.
Auch die Arbeitnehmer profitierten: Im zweiten Quartal erhöhten sich Nettolöhne und -gehälter trotz höherer Sozialbeiträge auf Jahressicht um 3,9 Prozent.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte, stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal um 2,2 Prozent. Damit bestätigte das Statistikamt seine vorangegangene, am 13. August veröffentlichte Vorabschätzung. Das ist das stärkste Wachstum gegenüber einem Vorquartal seit mehr als 13 Jahren. Auf Jahressicht erhöhte sich die deutsche Wirtschaftsleistung um 4,1 Prozent. „Kalenderbereinigt wuchs das BIP um 3,7 Prozent, weil im Berichtsquartal ein Arbeitstag mehr zur Verfügung stand als im zweiten Vierteljahr 2009“, so die Behörde.

Maßgeblich verantwortlich für das Rekordwachstum waren insbesondere der Boom im deutschen Außenhandel und die kräftige Belebung der Investitionen. So stiegen die Bauinvestitionen im Vergleich zum Vorquartal preisbereinigt um 5,2 Prozent und die Ausrüstungsinvestitionen um 4,4 Prozent. Dem Statistikamt zufolge sei hierbei allerdings zu berücksichtigen, dass sich die Ausrüstungsinvestitionen aufgrund zum Teil zweistelliger Rückgänge in den Krisenjahren 2008/2009 nach wie vor auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau bewegten. Auch am Bau gilt es nach Auskunft der Statistiker zu differenzieren: „Beim Anstieg der Bauinvestitionen handelt es sich zudem zum Teil um Nachholeffekte nach dem vergleichsweise strengen Winter“, so das Statistikamt in seinem Bericht.

Einmal mehr als Wachstumstreiber erwies sich zudem der Export, der im zweiten Quartal erneut um 8,2 Prozent zulegte und damit 0,8 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beisteuerte. Aber auch die deutschen Konsumenten trugen ihren Teil zum Wachstum bei. So lagen die privaten Konsumausgaben mit einem Zuwachs um preisbereinigt 0,6 Prozent erstmals wieder über dem Niveau des Vorquartals. Zuletzt war das vor einem Jahr der Fall gewesen (2. Quartal 2009: +0,3%). Infolge des gestiegenen Konsums erhöhte sich das BIP um 0,3 Prozentpunkte. Einen leichten Zuwachs gab es auch beim staatlichen Konsum, der sich um 0,4 Prozent erhöhte und 0,2 Prozentpunkte zum Wachstum beitrug.

Den kräftigsten Schub aller Wirtschaftsbereiche erfuhr auf Jahressicht das Verarbeitende Gewerbe, das im zweiten Quartal preisbereinigt eine um 13,7 Prozent höhere Bruttowertschöpfung verzeichnete als im Vergleichszeitraum 2009. Laut Statistikamt war allerdings auch hier im Krisenjahr 2009 die Konjunktur am stärksten eingebrochen. Auch das Baugewerbe legte im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu (+4,4%). Im Dienstleistungsbereich stand ebenfalls ein Jahresplus. Am stärksten wuchsen hier der Handel, das Gastgewerbe und der Bereich Verkehr (+2,3%), gefolgt von den Bereichen öffentliche und private Dienstleistungen (+1,9%) sowie Finanz-, Vermietungs- und Unternehmensdienstleistungen (+1,5%). Allein die Land- und Forstwirtschaft sowie die Fischerwirtschaft verzeichneten ein leichtes Jahresminus (– 0,6%).
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